AKTIEN IM FOKUS: Höhere Importzölle belasten europÀische Autoaktien im US-Handel
01.05.2026 - 19:23:03 | dpa.deSo fiel der Kurs von Stellantis NL00150001Q9 an der New York Stock Exchange um 1,7 Prozent. Papiere von Ferrari NL0011585146 verloren 1,5 Prozent. Auch die Kurse von Hinterlegungsscheinen fĂŒr Aktien (ADR) von Volkswagen DE0007664039 und Mercedes-Benz DE0007100000 fielen am Freitag.
US-PrĂ€sident Donald Trump will Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EuropĂ€ischen Union in die USA eingefĂŒhrt werden, ab nĂ€chster Woche auf 25 Prozent erhöhen. In seinem Post auf der Plattform Truth Social begrĂŒndete er das mit dem Vorwurf, dass sich die EuropĂ€ische Union nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte. Im vergangene Sommer hatten sich Trump und EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt. Auch fĂŒr europĂ€ische Autos und Autoteile soll der Satz gelten.
FĂŒr Europas Automobilbranche kĂ€men höhere Einfuhrzölle der USA zur Unzeit. Wegen des Kriegs im Nahen Osten sind die Rohstoffpreise jĂŒngst stark gestiegen und mithin die Kosten fĂŒr die Fertigung. Zudem dĂŒrften sich viele Konsumenten angesichts von steigenden Preisen und einer schwĂ€chelnden Konjunktur bei der Anschaffung eines Pkw zurĂŒckhalten.
Die generell schwierige Lage der europĂ€ischen Autoindustrie spiegelt sich auch in den Aktienkursen wider: Der europĂ€ische Sektorindex der Automobilhersteller und Zulieferer EU0009658681 hat seit Jahresbeginn um mehr als 13 Prozent nachgegeben. Mitte MĂ€rz war der Index auf den tiefsten Stand seit November 2020 gefallen und lag zuletzt nur knapp darĂŒber.
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