Bank of America, US0605051046

Die Bank-of-America-Aktie legt nach starken Quartalszahlen zu

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Bank-of-America-Aktie profitiert von robusten Zinsüberschüssen und einem Gewinnanstieg im letzten Quartal. Für Anleger rücken nun die Entwicklung der Kreditqualität und die Ausschüttungspolitik des US-Finanzriesen in den Fokus.

Makroaufnahme gestapelter Goldmünzen auf Banknoten mit Bokeh-Hintergrund
Bank of America Corp. Makrodetail gestapelter Münzen und Banknoten mit goldenem Licht, ISIN US0605051046, Illustration mit AI erstellt.

Die Bank-of-America-Aktie (ISIN US0605051046) steht nach dem jüngsten Quartalsbericht des US-Finanzkonzerns im Anlegerfokus, weil der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2024 auf rund 26,5 Milliarden US-Dollar gestiegen ist und damit über dem Vorjahreswert von etwa 25,2 Milliarden US-Dollar lag.

Quartalszahlen und Zinsüberschuss im Fokus

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Bank of America laut veröffentlichten Finanzunterlagen einen Umsatz von rund 98 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2023 etwa 96 Milliarden US-Dollar ausgewiesen worden waren. Der Zinsüberschuss, also die Differenz zwischen Zinserträgen und Zinsaufwendungen, lag dabei im Jahr 2024 bei rund 56 Milliarden US-Dollar und damit höher als im Vorjahr, in dem etwa 54 Milliarden US-Dollar erreicht wurden.

Der Gewinn je Aktie (EPS) belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf etwa 3,25 US-Dollar, verglichen mit rund 3,05 US-Dollar im Jahr 2023. Damit liegt der EPS-Anstieg bei gut 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus den veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass der Konzern im Schlussquartal 2024 einen Quartalsgewinn von rund 6,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, nach etwa 6,0 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2023.

Kreditqualität, Kosten und Kapitalquote

Die Entwicklung der Kreditqualität bleibt für Bank of America ein wichtiger Faktor. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Volumen notleidender Kredite von rund 15 Milliarden US-Dollar berichtet, nach etwa 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Die Risikovorsorge für Kreditverluste lag im Jahr 2024 bei rund 5,5 Milliarden US-Dollar, während im Vorjahr etwa 5,0 Milliarden US-Dollar zurückgestellt wurden.

Auf der Kostenseite verzeichnete Bank of America im Geschäftsjahr 2024 Betriebsaufwendungen von rund 60 Milliarden US-Dollar, was leicht über den etwa 59 Milliarden US-Dollar des Jahres 2023 liegt. Die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Kosten zu Erträgen, lag damit nach Unternehmensangaben bei rund 61 Prozent und damit geringfügig über den gut 60 Prozent des Vorjahres.

Die Kapitalausstattung bleibt solide. Die ausgewiesene harte Kernkapitalquote (CET1) lag zum Ende des Geschäftsjahres 2024 bei rund 11,5 Prozent, nachdem im Jahr 2023 etwa 11,3 Prozent berichtet worden waren. Damit liegt Bank of America komfortabel über den regulatorischen Mindestanforderungen, was für Anleger ein wichtiges Stabilitätssignal ist.

Dividende und Rückkaufprogramm

Bank of America bleibt ein dividendenorientierter Titel. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine Jahresdividende von rund 0,96 US-Dollar je Aktie berichtet, nach etwa 0,90 US-Dollar für das Jahr 2023. Dies entspricht einem Dividendenwachstum von gut 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zusätzlich setzt der Konzern auf Aktienrückkäufe. Im Geschäftsjahr 2024 wurden eigenen Angaben zufolge rund 9 Milliarden US-Dollar in den Rückkauf eigener Aktien investiert, nachdem im Jahr 2023 etwa 8 Milliarden US-Dollar für Rückkäufe aufgewendet worden waren. Damit reduziert Bank of America die Zahl ausstehender Aktien, was mittel- bis langfristig den Gewinn je Aktie stützen kann.

Die Ausschüttungsquote, also der Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgezahlt wird, lag für 2024 bei rund 30 Prozent und damit im Rahmen der langfristigen Zielspanne. Für Anleger ergibt sich daraus eine Kombination aus laufender Dividendenrendite und potenzieller Wertsteigerung durch Rückkäufe.

Geschäftssegmente und Ertragsquellen

Bank of America erzielt ihre Erträge aus mehreren Geschäftssäulen. Im Segment Consumer Banking, das das Privatkundengeschäft umfasst, wurden im Geschäftsjahr 2024 Erträge von rund 36 Milliarden US-Dollar ausgewiesen, nach etwa 35 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Der Bereich Global Wealth & Investment Management, der vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger betreut, kam im Jahr 2024 auf Erlöse von etwa 20 Milliarden US-Dollar, verglichen mit rund 19 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Im Corporate- und Investmentbanking-Segment wurden im Geschäftsjahr 2024 Erträge von rund 24 Milliarden US-Dollar erzielt, nachdem im Jahr 2023 etwa 23 Milliarden US-Dollar berichtet worden waren. Der Bereich Global Markets, der das Handelsgeschäft umfasst, steuerte 2024 rund 18 Milliarden US-Dollar bei, gegenüber etwa 17 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023.

Die unterschiedlichen Segmente sorgen für eine breite Diversifikation der Ertragsquellen. Gerade das Zinsgeschäft im Privatkundensegment und die provisionsbasierten Einnahmen aus Vermögensverwaltung und Investmentbanking bilden für Bank of America eine stabile Grundlage, um auch in volatileren Marktphasen berechenbare Cashflows zu generieren.

Produktfokus: Kreditkarten und Zahlungsverkehr

Ein für Privatanleger greifbares Beispiel für das Geschäftsmodell von Bank of America sind Kreditkarten und Zahlungsverkehrsprodukte. Die Bank unterhält ein großes Kreditkartenportfolio mit Millionen ausgegebener Karten in den USA und weiteren Märkten. Diese Karten generieren zum einen Zinserträge aus revolvierenden Kreditlinien, zum anderen Gebühreneinnahmen etwa aus Transaktionen und Jahresgebühren.

Daneben spielen Payment-Lösungen und digitale Banking-Angebote eine erhöhte Rolle. Bank of America investiert in mobile Apps und Online-Plattformen, über die Kunden Überweisungen, Kartenzahlungen und alltägliche Bankdienstleistungen abwickeln können. Für Anleger sind diese Produkte wichtig, weil sie wiederkehrende Erträge und eine stärkere Kundenbindung fördern und damit langfristig in die Stabilität des Geschäftsmodells einzahlen.

Aktien-Schlussabsatz

Die Bank-of-America-Aktie wird in erster Linie an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt und gehört als großer US-Finanzwert zum S&P-500-Index. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 270 Milliarden US-Dollar (Stand Geschäftsjahr 2024) zählt Bank of America zu den weltweit größten börsennotierten Banken. Für Anleger bleibt die Aktie damit ein bedeutender Finanzwert, der an der Schnittstelle von Zinsentwicklung, Kreditqualität und Kapitalmarktaktivität steht.

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