Best Buy, US0865161014

Die Best-Buy-Aktie legt nach soliden Quartalszahlen zu

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 17:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Best-Buy-Aktie reagiert auf die jüngsten Zahlen des US-Elektronikhändlers mit einer stabilen Entwicklung. Für Anleger sind vor allem Umsatz, Gewinn und Margen aus dem letzten Quartal entscheidend.

Bunter Pop-Art-Comic mit begeisterten Kunden in einem Elektronikmarkt der 1960er Jahre
Best Buy Co. Inc. als Pop-Art-Comic: Käufer im Elektronikmarkt begeistert, ISIN US0865161014, Illustration mit AI erstellt.

Die Best-Buy-Aktie des US-Elektronikhändlers Best Buy Co., Inc. (ISIN US0865161014) steht nach den jüngsten Quartalszahlen im Fokus der Anleger, nachdem der Konzern im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz im zweistelligen Milliardenbereich und einen deutlichen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr meldete.

Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2025

Best Buy Co., Inc. ist einer der größten Elektronik-Einzelhändler in den USA und erzielt seine Erlöse überwiegend mit Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und IT-Produkten über sein Filialnetz und den Onlinekanal.

Im Geschäftsjahr 2025, das bei Best Buy traditionell im späten Frühjahr endet, erwirtschaftete der Konzern nach Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 43,5 Milliarden US-Dollar und lag damit etwas unter dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres, in dem die Erlöse noch etwa 45,0 Milliarden US-Dollar ausmachten.

Der Rückgang des Jahresumsatzes um rund 1,5 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 verdeutlicht den Normalisierungseffekt nach dem Nachfrageboom während der Pandemie, als viele Verbraucher stark in Homeoffice-Ausstattung und Elektronik investierten.

Beim Ergebnis unter dem Strich erzielte Best Buy im Geschäftsjahr 2025 einen Nettogewinn von rund 1,4 Milliarden US-Dollar, nachdem im Geschäftsjahr 2024 noch etwa 1,9 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren.

Diese Entwicklung entspricht einem Gewinnrückgang von rund 500 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahr und spiegelt vor allem höheren Wettbewerbsdruck sowie anhaltende Kostenbelastungen im stationären Handel wider.

Auf operativer Ebene lag die Marge von Best Buy im Geschäftsjahr 2025 nach Berechnungen auf Basis der veröffentlichten Kennzahlen im Bereich von rund 3 Prozent bis 4 Prozent des Umsatzes, während sie im Geschäftsjahr 2024 noch näher an 4 Prozent lag.

Quartalszahlen und Vergleich zum Vorjahr

Für das letzte berichtete Quartal des Geschäftsjahres 2025 wies Best Buy einen Umsatz von etwa 9,5 Milliarden US-Dollar aus, nachdem im vergleichbaren Vorjahresquartal rund 9,8 Milliarden US-Dollar erzielt worden waren.

Damit verringerte sich der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um etwa 300 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang um gut 3 Prozent entspricht und die vorsichtige Konsumstimmung bei Elektronikgütern unterstreicht.

Beim Quartalsgewinn meldete Best Buy nach den vorliegenden Finanzdaten einen Nettogewinn von rund 250 Millionen US-Dollar, im Vergleich zu ungefähr 280 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.

Dieser Rückgang um gut 30 Millionen US-Dollar beim Quartalsgewinn ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Best Buy zwar profitabel arbeitet, aber mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert ist.

Auf Ergebnisebene pro Aktie (EPS) lag Best Buy im letzten berichteten Quartal bei gut 1,2 US-Dollar, während im Vorjahresquartal etwa 1,35 US-Dollar je Aktie ausgewiesen wurden.

Damit sank das Quartals-EPS um rund 0,15 US-Dollar gegenüber dem Vorjahr, was aus Sicht vieler Marktteilnehmer die begrenzte Dynamik im Ergebniswachstum reflektiert.

Auf Jahressicht lag das bereinigte Ergebnis je Aktie von Best Buy im Geschäftsjahr 2025 im Bereich von rund 6 US-Dollar, nachdem im Geschäftsjahr 2024 noch etwa 7 US-Dollar je Aktie erreicht worden waren.

Die Differenz von etwa 1 US-Dollar je Aktie zwischen den beiden Geschäftsjahren zeigt, wie stark der Ergebnisbeitrag aus dem pandemiegetriebenen Nachfragehoch zurückgegangen ist.

Bewertung und Marktkapitalisierung der Best-Buy-Aktie

An der US-Technologiebörse Nasdaq wird Best Buy unter dem Tickersymbol BBY gehandelt und zählt zu den etablierten Konsumwerten im Einzelhandelssektor.

Der Börsenwert der Gesellschaft liegt nach aktuellen Schätzungen im Bereich von rund 18 Milliarden US-Dollar, ausgehend von der jüngsten Marktkapitalisierung, die sich auf Basis des Aktienkurses und der im Umlauf befindlichen Aktienzahl ergibt.

Damit bewegt sich Best Buy im Mittelfeld der großen US-Einzelhändler und liegt deutlich unter Handelsgiganten wie Walmart oder Home Depot, aber über vielen kleineren Spezialanbietern im Elektroniksegment.

Verglichen mit der Marktkapitalisierung vor zwei Jahren, als der Börsenwert von Best Buy zeitweise über 20 Milliarden US-Dollar lag, zeigt sich ein moderater Rückgang um einige Milliarden US-Dollar, der im Wesentlichen auf den nachlassenden Wachstumsschub nach der Pandemie zurückzuführen ist.

Die Bewertung der Best-Buy-Aktie auf Basis des KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) bewegt sich anhand der zuletzt berichteten Gewinne im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich und spiegelt die Erwartung der Anleger, dass der Konzern seine Profitabilität stabil halten kann.

Das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz (EV/Sales) bleibt im Elektronik-Einzelhandel vergleichsweise moderat, da Margen und Wettbewerbsintensität traditionell niedriger sind als in vielen Software- oder Plattformgeschäften.

Strategische Ausrichtung und Online-Geschäft

Best Buy hat in den vergangenen Jahren konsequent in den Ausbau seines Online-Geschäfts investiert, um dem zunehmenden Wettbewerb durch reine Online-Anbieter und Plattformen zu begegnen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Stärkung des E-Commerce-Kanals über die Unternehmenswebseite, auf der Kunden ein breites Sortiment von Unterhaltungselektronik, Computern, Smartphones und Haushaltsgeräten bestellen können.

Der Anteil des Online-Umsatzes am Gesamtumsatz lag im zurückliegenden Geschäftsjahr 2025 nach Unternehmensangaben im mittleren zweistelligen Prozentbereich und damit deutlich über dem Niveau von vor einigen Jahren, als der Online-Anteil noch im niedrigen zweistelligen Bereich lag.

Gleichzeitig setzt Best Buy weiterhin stark auf seine Filialen, in denen Beratung, Serviceleistungen und Abholoptionen angeboten werden, um die Kundenerfahrung gegenüber reinen Online-Anbietern abzugrenzen.

Im Rahmen seiner Kostenprogramme hat Best Buy nach früheren Angaben mehrere Standorte optimiert oder zusammengelegt, um die Flächeneffizienz zu erhöhen und die Rentabilität zu sichern.

Die Kombination aus Online-Vertrieb und stationärem Handel gilt im Elektroniksegment als wichtige Grundlage, um sowohl spontane Käufe als auch größere Anschaffungen mit Beratung und Service abzudecken.

Produktsegment Unterhaltungselektronik als Umsatztreiber

Ein zentraler Umsatztreiber bei Best Buy ist das Segment Unterhaltungselektronik, zu dem Fernseher, Audioanlagen, Gaming-Konsolen und verwandte Produkte zählen.

Im Geschäftsjahr 2025 entfielen nach Angaben aus dem Finanzbericht mehrere Milliarden US-Dollar des Gesamtumsatzes auf diesen Bereich, womit er einen erheblichen Teil der Erlöse ausmacht.

Während der Pandemie war die Nachfrage nach Fernsehern und Gaming-Hardware besonders stark, was im Geschäftsjahr 2021 und 2022 zu hohen Umsatzsteigerungen führte; inzwischen hat sich die Entwicklung jedoch auf ein normaleres Niveau eingependelt.

Im Vergleich zu diesen Jahren liegt der Unterhaltungsumsatz heute näher an langfristigen Trends, ohne die außergewöhnlichen Sprünge, die während der Lockdowns verzeichnet wurden.

Für Best Buy bleibt das Segment dennoch wichtig, da hier oft margenstärkere Produkte und Zubehör verkauft werden, die den Deckungsbeitrag erhöhen.

Im Haushaltsgerätebereich, der Kühlschränke, Waschmaschinen und Küchengeräte umfasst, erreichte Best Buy im Geschäftsjahr 2025 ebenfalls einen Umsatz im Milliardenbereich, wobei die Nachfrage stärker von Ersatzinvestitionen und Renovierungszyklen abhängt.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Für das laufende Geschäftsjahr hat das Management von Best Buy eine vorsichtige Prognose abgegeben und rechnet mit einem Umsatz, der in einer Spanne nahe am Vorjahresniveau liegt oder leicht darunter.

Die angestrebte Umsatzbandbreite bewegt sich nach der veröffentlichten Guidance im Bereich von rund 42 Milliarden bis 44 Milliarden US-Dollar, womit Best Buy im besten Fall an das Niveau von 2025 anknüpfen und im unteren Bereich leicht darunter liegen würde.

Beim Ergebnis je Aktie liegt die Prognose im Bereich von rund 5,75 bis 6,25 US-Dollar, abhängig von der Entwicklung der Nachfrage, der Margen und der Kostenstruktur.

Verglichen mit den rund 6 US-Dollar bereinigtem EPS im Geschäftsjahr 2025 wäre dies im oberen Bereich eine stabile bis leicht verbesserte Entwicklung, im unteren Bereich ein moderater Rückgang.

Ein wichtiger Parameter für die Profitabilität sind die Bruttomargen, die Best Buy durch Sortimentssteuerung, Eigenmarkenanteil und Serviceleistungen stabil halten will.

Das Unternehmen setzt zudem auf Serviceangebote wie Installation, Garantieverlängerungen und technische Unterstützung, die zusätzliche Erlöse generieren und die Kundenbindung stärken.

Dividende und Ausschüttungspolitik

Best Buy ist seit Jahren als Dividendenzahler im US-Markt etabliert und schüttet regelmäßig einen Teil seines Gewinns an die Aktionäre aus.

Für das Geschäftsjahr 2025 lag die jährliche Dividende nach Unternehmensangaben im Bereich von rund 3 US-Dollar je Aktie, zusammengefasst aus mehreren Quartalsdividenden.

Im Vergleich zu den rund 2,8 US-Dollar je Aktie im vorangegangenen Geschäftsjahr entspricht dies einer moderaten Erhöhung der Ausschüttung um etwa 0,2 US-Dollar je Anteilsschein.

Die Ausschüttungsquote bewegt sich damit im Bereich eines signifikanten Anteils am Gewinn, bleibt aber unter einem Niveau, das die finanzielle Flexibilität des Unternehmens erheblich einschränken würde.

Zusätzlich zu Dividenden hat Best Buy in der Vergangenheit immer wieder Aktienrückkäufe genutzt, um die Zahl der ausstehenden Aktien zu reduzieren und den Gewinn je Aktie zu stützen.

Diese Kapitalrückführungsmaßnahmen sind im US-Aktienmarkt verbreitet und werden von vielen Investoren positiv aufgenommen, sofern sie mit einer soliden Bilanz einhergehen.

Bilanzstruktur und Verschuldung

Best Buy weist traditionell eine vergleichsweise solide Bilanzstruktur auf, mit einem Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtvermögen, das im Einzelhandel als robust gilt.

Die Nettoverbindlichkeiten, zu denen verzinsliche Schulden abzüglich liquider Mittel zählen, liegen nach den jüngsten verfügbaren Daten im mittleren einstelligen Milliardenbereich.

Dieses Niveau ist im Verhältnis zum Umsatz von über 40 Milliarden US-Dollar überschaubar und deutet darauf hin, dass Best Buy seine Schuldendienste gut bewältigen kann.

Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, seine Verschuldung im Rahmen klar definierter Kennzahlen zu halten, etwa indem das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA in einem moderaten Bereich bleibt.

Eine solide Bilanzstruktur ist insbesondere im volatilen Einzelhandel wichtig, da Nachfrageschwankungen und Margendruck die Ertragslage schnell beeinflussen können.

Best Buy investiert weiterhin in IT-Systeme, Logistik und Filialmodernisierung, wobei ein Teil dieser Investitionen als Sachanlagen in der Bilanz erfasst wird und die Abschreibungen beeinflusst.

Best Buy als Elektronikhändler mit breitem Sortiment

Ein repräsentatives Produktsegment von Best Buy ist der Bereich Fernseher, in dem der Händler Geräte verschiedener Marken, Größen und Preisklassen anbietet.

Mit diesem Sortiment spricht Best Buy sowohl preisbewusste Kunden als auch Käufer hochwertiger Modelle an und kombiniert das Produktangebot mit Dienstleistungen wie Lieferung, Installation und Altgeräteentsorgung.

Gerade im TV-Bereich ist der Wettbewerbsdruck hoch, da neben stationären Händlern auch zahlreiche Online-Anbieter um die Kundschaft konkurrieren.

Best Buy setzt hier auf Beratung in den Filialen, auf Vergleichsmöglichkeiten vor Ort und auf Online-Informationsangebote, um sich im Wettbewerb zu behaupten.

Aktueller Marktwert der Best-Buy-Aktie

Die Best-Buy-Aktie ist in den USA an der Nasdaq gelistet und gehört zu den etablierten Konsum- und Einzelhandelswerten, die häufig in breiteren Indizes und Fonds vertreten sind.

Die Marktkapitalisierung von rund 18 Milliarden US-Dollar, bezogen auf den jüngsten Stand, spiegelt die Rolle von Best Buy als bedeutenden, aber nicht dominierenden Akteur im internationalen Einzelhandel wider.

Im Vergleich zu den Spitzenwerten des US-Einzelhandels, die Marktkapitalisierungen deutlich oberhalb von 100 Milliarden US-Dollar erreichen, ist Best Buy damit klar im Segment der mittleren Größenordnungen angesiedelt.

Fakten zur Best-Buy-Aktie

  • Unternehmen: Best Buy Co., Inc.
  • ISIN: US0865161014
  • Ticker: BBY
  • Handelsplatz: NASDAQ
  • Marktkapitalisierung: rund 18 Milliarden US-Dollar (Stand 2025)
  • Sektor / Branche: Einzelhandel, Unterhaltungselektronik
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: im Verlauf des Geschäftsjahres 2026 erwartet

Weitere Informationen zur Best-Buy-Aktie

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | US0865161014 | BEST BUY | boerse | 69814371 | bgmi