Aktien, Europa

Aktien Europa: Anleger machen weiter Kasse - Technologiewerte schwach

14.11.2025 - 12:17:56 | dpa.de

Die Börsen Europas haben am Freitag weiter unter Druck gestanden.

Damit setzte sich die Korrektur vom Vortag fort. Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank hatten Zinshoffnungen gedĂ€mpft. "Nun wird sich zeigen mĂŒssen, ob die US-AktienmĂ€rkte zur Ruhe kommen oder der Verkauf auch dort dynamisiert wird", so Marktexperte Andreas Lipkow.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 1,1 Prozent auf 5.680,32 Punkte. Der Schweizer SMI CH0009980894 sank um 0,72 Prozent auf 12.649,49 Punkte, wÀhrend der britische FTSE 100 GB0001383545 um 1,38 Prozent auf 9.672,52 Punkte fiel.

Mit den jĂŒngsten Ereignissen hat sich die Lage an den MĂ€rkten wieder eingetrĂŒbt. "Die Euphorie ĂŒber das Ende des Shutdowns in den USA ist vollstĂ€ndig verflogen, jetzt schwinden auch noch die Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank", beschrieb Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robo Markets die Entwicklung. "Die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit fĂŒr die dritte und letzte Senkung in diesem Jahr fĂ€llt nach den Aussagen einiger Fed-Mitglieder unter 50 Prozent, nachdem noch vor wenigen Wochen allgemeiner Konsens darĂŒber herrschte."

SchwĂ€chster Sektor waren die Technologiewerte. Hier belasteten die Vorgaben aus Asien und den USA. "Die jĂŒngste Abstufung des Tech-Sektors durch Wells Fargo hallt nach", hieß es in einer EinschĂ€tzung des Brokers Index Radar. "Genannt wurden ĂŒberzogene Bewertungen und ein Optimismus, der die RealitĂ€t in Teilbereichen ĂŒberstrahlt."

Versicherer wurden etwas durch die Zahlen von Swiss Re CH0126881561 beeintrĂ€chtigt. Die Analysten von Barclays verwiesen auf das schwache Resultat in der Lebens-RĂŒckversicherung. Das dritte Quartal habe unterstrichen, warum die Schweizer nicht ebenso hoch bewertet sein sollten, wie ihre deutsche Konkurrenz, schrieb Ben Cohen von RBC. Die Aktie sank um 3,5 Prozent.

Die guten Zahlen eines anderen Schweizer Wertes vermochten unterdessen nicht, Verluste im Luxussektor zu verhindern. Die Aktien von Richemont CH0210483332 reagierten zwar mit einem deutlichen Plus von 5,7 Prozent auf die Halbjahreszahlen, doch andere Titel der Branche wie Kering FR0000121485 schwĂ€chelten. Die Zahlen von Richemont seien ein verfrĂŒhtes Weihnachtsgeschenk, betonte Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Positiv seien unter anderem die RĂŒckkehr zu Wachstum in China sowie die anhaltend robuste Nachfrage in den USA.

Auch beim Zugbauer Alstom FR0010220475 blieb der Effekt auf den Einzelwert beschrÀnkt, der 5,4 Prozent gewann. Die Experten der UBS verwiesen auf die zuversichtlichen Aussagen des Unternehmens im Rahmen der Telefonkonferenz nach den Zahlen zum ersten Halbjahr. Damit eröffne sich die Chance auf eine Anhebung des bestehenden Ausblicks zu einem spÀteren Zeitpunkt.

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