E-Autos laden in MehrfamilienhÀusern: Förderprogramm beginnt
15.04.2026 - 06:38:10 | dpa.deDazu beginnt ein neues Förderprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro. AntrÀge können ab heute gestellt werden. "Wir bringen die ElektromobilitÀt entscheidend nach vorne und steigern ihre Nutzerfreundlichkeit", sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU).
Laut Ministerium gehören zu den rund 20 Millionen Wohnungen in MehrparteienhĂ€usern in Deutschland rund 9 Millionen StellplĂ€tze. Ein GroĂteil davon sei noch nicht mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. Das Potenzial fĂŒr den Ausbau von Ladeinfrastruktur sei erheblich. Der Ausbau der E-MobilitĂ€t gilt als ein zentraler Hebel fĂŒr mehr Klimaschutz - der Verkehrssektor verfehlt aktuell Klimaziele.
Gefördert werden laut Ministerium sowohl die Anschaffung als auch die Installation privater Ladeinfrastruktur, zum Beispiel Wallboxen, einschlieĂlich der erforderlichen technischen Komponenten. Auch NetzanschlĂŒsse und notwendige bauliche MaĂnahmen seien förderfĂ€hig.
AntrÀge bis November möglich
Voraussetzung fĂŒr eine Förderung sei, dass mindestens 20 Prozent der StellplĂ€tze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt beziehungsweise mindestens 6 StellplĂ€tze elektrifiziert werden. Der Förderbetrag je zu elektrifizierendem Stellplatz betrĂ€gt maximal 1.300 Euro ohne installierte Wallbox, maximal 1.500 Euro mit Wallbox oder maximal 2.000 Euro mit einem Ladepunkt, der sogenanntes bidirektionales Laden unterstĂŒtzt.
Antragsberechtigt sind WohnungseigentĂŒmergemeinschaften, kleine und mittlere Unternehmen sowie PrivateigentĂŒmer von vermietetem Wohneigentum, daneben Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen mit gröĂerem Wohnungsbestand. Eine Antragstellung ist bis zum 10. November 2026 möglich.
Der Verband der Automobilindustrie hatte auf ein bestehendes Ungleichgewicht bei den Ladestellen hingewiesen: "Etwa drei Viertel der E-Auto-Besitzer wohnen derzeit in eigenen HĂ€usern, wĂ€hrend nur rund ein Viertel zur Miete oder in einer selbst genutzten, eigenen Wohnung lebt. Diese Zahl verdeutlicht den Handlungsbedarf, die Lademöglichkeiten auch in MehrparteienhĂ€usern zu verbessern", hatte VDA-PrĂ€sidentin Hildegard MĂŒller Ende MĂ€rz gefordert. Die Ladesituation in MehrparteienhĂ€usern sei kritisch.
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