Fahrlehrerverband, Schnieders

Fahrlehrerverband kritisiert Schnieders PlĂ€ne zu FĂŒhrerschein-Reform

12.02.2026 - 13:11:44 | dpa.de

Die Bundesvereinigung der FahrlehrerverbĂ€nde kritisiert PlĂ€ne von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder fĂŒr eine FĂŒhrerschein-Reform.

Der Vizevorsitzende Kurt Bartels sagte der Deutschen Presse-Agentur, dies sei ein "Frontalangriff auf die Verkehrssicherheit".

Schnieder hatte weiterentwickelte VorschlĂ€ge vorgelegt, damit der FĂŒhrerschein gĂŒnstiger wird. So soll es kĂŒnftig die Möglichkeit eines reinen Online-Theorie-Unterrichts geben. Die Zahl verpflichtender Sonderfahrten beim Pkw-FĂŒhrerschein - das sind etwa Autobahnfahrten - soll deutlich verringert werden. Außerdem soll es eine "Laienausbildung" geben: Einen Teil der praktischen Fahrausbildung sollen FahrschĂŒler mit Eltern absolvieren können.

Bartels sagte, man könne den Theorieunterricht nicht nur online machen, der PrĂ€senzunterricht sei auch pĂ€dagogisch wichtig. Auch die Laienausbildung sieht er kritisch: "Wenn Laien Laien ausbilden, kommen Laien dabei heraus." Sehr bedenklich wĂ€re aus seiner Sicht eine Verringerung der Zahl der Sonderfahrten. Viele Unfallschwerpunkte seien auf Autobahnen oder Landstraßen, viele UnfĂ€lle passierten nachts.

Kritisch sieht Bartels auch PlĂ€ne, dass Fahrschulen Preise online verfĂŒgbar machen sollen - die Daten sollen dann Vergleichsportale aufbereiten können. Eine Preistransparenz sei schwierig, weil es große regionale Unterschiede gebe und Fahrschulen unterschiedliche Kalkulationen hĂ€tten. Und: "Die billigste Fahrschule ist nicht die beste."

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