Coca-Cola HBC, GRS104003009

Die Coca-Cola-HBC-Aktie zeigt stabile Entwicklung nach solidem Ergebniswachstum

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 12:02 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Coca-Cola-HBC-Aktie steht im Zeichen soliden Wachstums: Der AbfĂŒllpartner von Coca-Cola hat Umsatz und Gewinn im GeschĂ€ftsjahr 2023 deutlich gesteigert und setzt auf margenstĂ€rkere Kategorien. FĂŒr Anleger bleibt die Kombination aus Effizienz und MarkenstĂ€rke zentral.

Coca-Cola HBC, GRS104003009, Illustration mit AI erstellt.
Coca-Cola HBC, GRS104003009, Illustration mit AI erstellt.

Die Coca-Cola-HBC-Aktie des europĂ€ischen AbfĂŒllpartners von Coca-Cola (ISIN GRS104003009) steht vor dem Hintergrund eines soliden Ergebniswachstums im GeschĂ€ftsjahr 2023 im Fokus institutioneller Investoren. Laut dem veröffentlichten GeschĂ€ftsbericht fĂŒr das Jahr 2023 erzielte Coca-Cola HBC einen Konzernumsatz von rund 9,7 Milliarden Euro im GeschĂ€ftsjahr 2023, was einem deutlichen Anstieg gegenĂŒber dem Jahr 2022 entspricht. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im selben Zeitraum durch Effizienzmaßnahmen und Preis-Mix-Effekte spĂŒrbar, wĂ€hrend der Free Cashflow robust blieb. FĂŒr Anleger ist damit klar: Die Kombination aus starken Marken im Portfolio und konsequenter Kostenkontrolle bildet den Kern der Investment-Story.

Ergebniswachstum und Margenentwicklung

Coca-Cola HBC mit Sitz in der Schweiz und operativer PrĂ€senz in zahlreichen europĂ€ischen und angrenzenden MĂ€rkten berichtete im GeschĂ€ftsbericht 2023 von einer klaren Steigerung zentraler Kennzahlen. Der ausgewiesene Umsatz von rund 9,7 Milliarden Euro im GeschĂ€ftsjahr 2023 lag deutlich ĂŒber dem Niveau des Vorjahres 2022, was sowohl auf Volumenwachstum als auch auf einen verbesserten Preis-Mix zurĂŒckgefĂŒhrt wurde. Im selben Zeitraum verbesserte sich das bereinigte EBIT im Vergleich zu 2022, wodurch sich die operative Marge leicht ausweitete. Dieser Margenanstieg ist insbesondere auf die stĂ€rkere Fokussierung auf margenstĂ€rkere Kategorien wie Energy-Drinks, zuckerreduzierte Softdrinks und Premium-Wasser zurĂŒckzufĂŒhren, die im Produktmix einen höheren Anteil einnehmen als in der Vergangenheit.

Eine besonders relevante Kennzahl im GeschĂ€ftsbericht 2023 ist das Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie (EPS). Das bereinigte EPS stieg im GeschĂ€ftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 spĂŒrbar an, was die verbesserte ProfitabilitĂ€t je Anteilsschein widerspiegelt. Damit signalisiert Coca-Cola HBC dem Kapitalmarkt, dass die erzielten UmsatzzuwĂ€chse nicht durch ĂŒberproportional steigende Kosten aufgezehrt werden, sondern zu einem echten Ergebnishebel fĂŒhren. Zudem zeigt der ausgewiesene Free Cashflow, der im GeschĂ€ftsjahr 2023 deutlich positiv ausfiel, dass das Unternehmen seine Investitionen in AbfĂŒllkapazitĂ€ten, Logistik und digitale Vertriebsplattformen stemmen kann, ohne die Bilanz ĂŒbermĂ€ĂŸig zu belasten.

Finanzstruktur und Cashflow im Fokus

Das GeschĂ€ftsmodell von Coca-Cola HBC ist kapitalintensiv, da Produktionsanlagen, AbfĂŒlllinien und Logistiknetzwerke regelmĂ€ĂŸig erneuert und erweitert werden mĂŒssen. Entsprechend detailliert verweist der GeschĂ€ftsbericht 2023 auf die Entwicklung von Verschuldung und Cashflow. Die Nettofinanzverschuldung lag im GeschĂ€ftsjahr 2023 auf einem Niveau, das im VerhĂ€ltnis zum EBITDA als angemessen einzustufen ist; der Verschuldungsgrad blieb kontrolliert, und die Kennziffer Netto-Schulden zu EBITDA bewegte sich weiterhin im Zielkorridor des Managements. Das Unternehmen konnte im Jahr 2023 zudem einen soliden operativen Cashflow erwirtschaften, der nach Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einen positiven Free Cashflow ermöglichte.

FĂŒr dividendenorientierte Anleger ist relevant, dass Coca-Cola HBC aus dem Ergebnis 2023 eine Dividende vorgeschlagen beziehungsweise ausgeschĂŒttet hat, die im Vergleich zum Vorjahr stabil oder leicht erhöht war. Die AusschĂŒttungspolitik orientiert sich an einer Kombination aus Ergebnisentwicklung, Investitionsbedarf und Bilanzstruktur, sodass AusschĂŒttungen nicht auf Kosten der langfristigen WachstumsfĂ€higkeit gehen. Ein konstantes oder leicht wachsendes Dividendenprofil wird am Kapitalmarkt hĂ€ufig als Signal fĂŒr Vertrauen des Managements in die eigene Planung interpretiert.

Marktumfeld und geografische Diversifikation

Coca-Cola HBC operiert als Franchise-Partner von The Coca-Cola Company in einer Vielzahl von LĂ€ndern, darunter große MĂ€rkte wie Italien, Polen und Nigeria sowie weitere MĂ€rkte in Zentral- und SĂŒdosteuropa. Der GeschĂ€ftsbericht 2023 hebt hervor, dass die geografische Diversifikation des Konzerns ein wichtiger StabilitĂ€tsfaktor bleibt. WĂ€hrend bestimmte MĂ€rkte im Jahr 2023 unter höherer Inflation und schwĂ€cherer Konsumnachfrage litten, konnten andere MĂ€rkte durch steigende Reallöhne und TourismuszuwĂ€chse krĂ€ftig zulegen. Diese regionale Risikostreuung sorgte dafĂŒr, dass der Konzernumsatz insgesamt zweistellig oder zumindest deutlich im Vergleich zum Vorjahr wachsen konnte.

Zudem spielt das klare Exposure zu aufstrebenden MĂ€rkten eine Rolle: In LĂ€ndern mit vergleichsweise niedriger Pro-Kopf-Konsumtion von ErfrischungsgetrĂ€nken sieht Coca-Cola HBC mittelfristig noch erhebliches Wachstumspotenzial. Im GeschĂ€ftsbericht 2023 wird betont, dass Investitionen in KĂŒhlgerĂ€te, Vertriebsnetze im Außer-Haus-Kanal und digitale Bestellplattformen den Zugang zum Endkunden verbessern sollen. Dies zahlt sich sowohl im Volumenwachstum als auch in einer besseren Steuerung des Preis-Mix aus.

Produktmix und MarkenstÀrke

Die Produktpalette von Coca-Cola HBC umfasst neben der Kernmarke Coca-Cola auch Fanta, Sprite, Schweppes, verschiedene Wasser- und Saftmarken sowie Energy-GetrĂ€nke, die je nach Markt in Kooperation mit The Coca-Cola Company angeboten werden. Laut Jahresbericht 2023 entfĂ€llt ein wachsender Anteil des Umsatzes auf kalt abgefĂŒllte Softdrinks mit reduziertem Zucker und auf Energy-Drinks, die im Durchschnitt höhere Margen als klassische Standardprodukte bieten. Der Konzern berichtet, dass der Absatz dieser höherwertigen Kategorien im Jahr 2023 im zweistelligen Prozentbereich gegenĂŒber dem Vorjahr zulegen konnte, was einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Gesamtmarge leistet.

FĂŒr die langfristige Positionierung ist die MarkenstĂ€rke entscheidend. Coca-Cola HBC profitiert von der globalen MarkenfĂŒhrung von The Coca-Cola Company und ergĂ€nzt diese durch lokale Marketingkampagnen, Sponsoring-AktivitĂ€ten und Kundenbindungsprogramme im Handel. Der GeschĂ€ftsbericht 2023 zeigt, dass Marketingaufwendungen weiterhin einen signifikanten Anteil am Umsatz haben, jedoch durch eine zunehmende Verschiebung in digitale KanĂ€le effizienter eingesetzt werden. Dadurch können gezielte Kampagnen fĂŒr bestimmte Konsumentensegmente gefahren werden, ohne die Gesamt-Expense-Quote unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig zu erhöhen.

Operative Effizienz und Digitalisierung

Im Berichtsjahr 2023 hat Coca-Cola HBC nach eigenen Angaben seine Effizienzprogramme fortgesetzt, um Produktion, Lagerhaltung und Distribution weiter zu optimieren. Der Konzern investierte in moderne AbfĂŒlllinien mit höherer Automatisierung, wodurch der Energieverbrauch pro abgefĂŒllter Einheit und der Ausschuss reduziert werden sollen. Der Jahresbericht zeigt, dass diese Initiativen zu einer leichteren Verbesserung des bereinigten EBIT gefĂŒhrt haben. Gleichzeitig wurden Lagerprozesse und Routenplanung im Liefernetz stĂ€rker digitalisiert, was sowohl Kosten senkt als auch die Liefertreue erhöht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Datenanalysen im Vertrieb. Coca-Cola HBC setzt laut GeschĂ€ftsbericht verstĂ€rkt auf analytische Tools, um BestĂ€nde beim Kunden und Absatzdaten in Echtzeit auszuwerten. Dadurch können Promotion-AktivitĂ€ten und Preisanpassungen gezielter eingesetzt werden. Dies unterstĂŒtzt die FĂ€higkeit des Unternehmens, den Preis-Mix in Richtung höherwertiger Produkte zu steuern und gleichzeitig das Volumen in Kernsegmenten zu stabilisieren. FĂŒr investierende Anleger ist die konsequente Digitalisierung ein Argument, dass die ProfitabilitĂ€t nicht nur aus Markttrends, sondern auch aus interner SteuerungsfĂ€higkeit entsteht.

Bilanzstruktur und Rating-SensibilitÀt

Die Bilanz von Coca-Cola HBC spiegelt im GeschĂ€ftsbericht 2023 eine solide Eigenkapitalbasis wider. Das Unternehmen weist ein deutlich positives Eigenkapital aus, und die Verschuldung ist so strukturiert, dass Laufzeiten gestaffelt und Zinsrisiken begrenzt sind. Diese Struktur wird von vielen institutionellen Investoren positiv bewertet, da sie das Risiko eines Refinanzierungsdrucks reduziert. Zudem sind die liquiden Mittel und verfĂŒgbaren Kreditlinien so dimensioniert, dass Investitionen, kurzfristige Schwankungen im Working Capital und Dividendenzahlungen zuverlĂ€ssig abgedeckt werden können.

Rating-Agenturen achten bei Unternehmen wie Coca-Cola HBC besonders auf die StabilitĂ€t des Cashflows, die Diversifikation der UmsĂ€tze und die FĂ€higkeit, Inflations- und WĂ€hrungsschwankungen zu managen. Der GeschĂ€ftsbericht 2023 legt nahe, dass der Konzern auf diese Punkte gezielt reagiert hat – etwa durch Preis-Mix-Maßnahmen und Hedging-Strategien zur Begrenzung von Wechselkursrisiken. FĂŒr Anleger, die auf defensive Konsumwerte setzen, ist die Kombination aus stabiler Bilanz und planbarem Cashflow ein wichtiger Entscheidungsfaktor.

Anpassung an Verbrauchertrends

Der GetrĂ€nkemarkt befindet sich in einem strukturellen Wandel, der von Gesundheitstrends, Nachhaltigkeitsanforderungen und verĂ€nderten Konsumgewohnheiten geprĂ€gt ist. Coca-Cola HBC hat im GeschĂ€ftsbericht 2023 hervorgehoben, dass ein zentraler Treiber der Produktstrategie die Reduktion von Zucker und die EinfĂŒhrung neuer Geschmacksvarianten ist. Ein wachsender Anteil der verkauften Produkte entspricht niedrigeren Zuckerstandards oder ist gĂ€nzlich zuckerfrei, was auf regulatorische Vorgaben und verĂ€nderte VerbraucherprĂ€ferenzen reagiert. Die Volumenentwicklung dieser Kategorien im Jahr 2023 war deutlich positiv und lag ĂŒber der Wachstumsrate klassischer Standardprodukte.

Zudem setzt das Unternehmen stĂ€rker auf Mehrwegverpackungen und den Ausbau von Recyclingquoten, was in vielen MĂ€rkten politisch gewollt ist und inzwischen auch als Wettbewerbsvorteil wahrgenommen wird. Investitionen in leichtere Flaschen, verbesserte Sammelsysteme und Partnerschaften im Recyclingbereich werden im GeschĂ€ftsbericht 2023 als Teil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie ausgewiesen. FĂŒr Anleger, die ESG-Kriterien berĂŒcksichtigen, sind diese Initiativen relevant, weil sie die Akzeptanz der Produkte sichern und potenzielle regulatorische Risiken reduzieren.

Nachhaltigkeitsziele und ESG-Kennzahlen

Coca-Cola HBC veröffentlicht neben dem klassischen Finanzbericht auch detaillierte ESG-Kennzahlen. Im Berichtsjahr 2023 wurden Fortschritte bei der Reduktion des CO2-Fußabdrucks pro Liter abgefĂŒllten GetrĂ€nks erzielt. Der Konzern berichtet, dass die direkten Emissionen aus ProduktionsstĂ€tten weiter gesenkt werden konnten und dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung der Werke gestiegen ist. Auch Wasserverbrauchskennzahlen werden ausgewiesen, etwa die Menge Wasser pro literfertigem Produkt, die in der Produktion eingesetzt wird. Diese Kennzahlen zeigen, dass Effizienzsteigerungen nicht nur finanzielle, sondern auch ökologische Effekte haben.

Im Bereich sozialer Verantwortung legt Coca-Cola HBC Wert auf Mitarbeiterentwicklung und Sicherheit. Der Bericht 2023 weist auf reduzierte Unfallraten in den Werken hin und betont Investitionen in Schulungsprogramme fĂŒr Sicherheit und QualitĂ€t. Die Vielfalt in der Belegschaft, gemessen an Kennzahlen wie Frauenanteil in FĂŒhrungspositionen oder internationale Zusammensetzung, wird ebenfalls adressiert. FĂŒr institutionelle Investoren, die ESG-Ratings beachten, sind diese Angaben ein wichtiger Bestandteil der GesamteinschĂ€tzung des Unternehmens.

Dividendenpolitik und KapitalrĂŒckfĂŒhrung

Die Dividendenpolitik von Coca-Cola HBC ist darauf ausgerichtet, AktionĂ€ren eine regelmĂ€ĂŸige Beteiligung am Gewinn zu ermöglichen, ohne die FĂ€higkeit zur Finanzierung von Wachstum zu beeintrĂ€chtigen. Aus den Zahlen des GeschĂ€ftsjahres 2023 geht hervor, dass das Unternehmen einen Teil des JahresĂŒberschusses als Dividende ausschĂŒttet, wĂ€hrend der verbleibende Anteil zur StĂ€rkung des Eigenkapitals und zur Finanzierung von Investitionen genutzt wird. Diese Balance ist fĂŒr defensive Konsumanleger attraktiv, da sie sowohl laufende ErtrĂ€ge als auch Substanzwachstum unterstĂŒtzt.

KapitalrĂŒckfĂŒhrungsmaßnahmen wie AktienrĂŒckkĂ€ufe werden bei Coca-Cola HBC im Vergleich zu manchen US-KonsumgĂŒterkonzernen weniger stark betont. Die PrioritĂ€t liegt eher auf stabilen AusschĂŒttungen und einer Bilanzstruktur, die auch in Konjunkturphasen mit schwĂ€cherer Nachfrage robust bleibt. Im Kontext des GeschĂ€ftsjahres 2023 signalisiert das Management damit, dass die operative Expansion, insbesondere in wachstumsstarken MĂ€rkten, Vorrang vor aggressiven KapitalrĂŒckfĂŒhrungsprogrammen hat.

ZielmÀrkte und Wachstumstreiber

FĂŒr die kommenden Jahre identifiziert Coca-Cola HBC mehrere Wachstumstreiber, die im GeschĂ€ftsbericht 2023 umrissen werden. Dazu gehören die weitere Penetration von Energy-Drinks, der Ausbau von On-the-go-Konsumformaten und die stĂ€rkere PrĂ€senz im Gastronomie- und Hotelsektor. In MĂ€rkten mit noch relativ niedrigem Pro-Kopf-Konsum von ErfrischungsgetrĂ€nken sieht das Unternehmen die Chance, durch Investitionen in KĂŒhlschrĂ€nke, Werbematerialien und digitale BestellkanĂ€le den Absatz pro Verkaufsstelle deutlich zu steigern. Dieser Ansatz spielt insbesondere in SchwellenlĂ€ndern eine Rolle, in denen Bevölkerungswachstum und Urbanisierung neue Konsumenten und Konsumorte schaffen.

Gleichzeitig bleibt der klassische Einzelhandel, sowohl stationĂ€r als auch online, ein zentraler Vertriebskanal. Coca-Cola HBC arbeitet eng mit Groß- und EinzelhĂ€ndlern zusammen, um Regallayouts und Aktionswochen zu planen, die den Abverkauf fördern. Der GeschĂ€ftsbericht 2023 zeigt, dass die Zusammenarbeit mit großen Handelsketten vertieft wurde und dass Datenanalysen genutzt werden, um Absatzmuster besser zu verstehen. FĂŒr Anleger ist dies ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen nicht nur auf Volumen, sondern auch auf eine verbesserte Regal- und MarkenprĂ€senz setzt.

Risiken: Inflation, WĂ€hrungen, Regulierung

Wie jeder internationale GetrĂ€nkekonzern sieht sich Coca-Cola HBC im GeschĂ€ftsbericht 2023 mit mehreren Risikofaktoren konfrontiert. Dazu zĂ€hlen vor allem Inflation bei Rohstoffen und Energie, WĂ€hrungsschwankungen und regulatorische Eingriffe wie Zuckersteuern oder Verpackungsvorschriften. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch langfristige LiefervertrĂ€ge, Hedging-Strategien und ein flexibles Preis-Mix-Management. Im Jahr 2023 konnten Preissteigerungen in vielen MĂ€rkten durch angepasste Verkaufspreise und grĂ¶ĂŸere GebindegrĂ¶ĂŸen kompensiert werden, sodass die Bruttomarge insgesamt stabil oder leicht verbessert blieb.

Regulatorisch betrachtet ist Coca-Cola HBC in einer Vielzahl von Jurisdiktionen aktiv, was das Compliance-Management komplex macht. Der GeschĂ€ftsbericht 2023 verweist auf umfassende Programme zur Sicherstellung von LebensmittelqualitĂ€t, Produktsicherheit und Einhaltung lokaler Vorschriften. FĂŒr Anleger ist wichtig, dass das Unternehmen ausreichende RĂŒckstellungen fĂŒr potenzielle regulatorische Risiken bildet und gleichzeitig seine Prozesse kontinuierlich ĂŒberprĂŒft, um Sanktionen und ReputationsschĂ€den zu vermeiden.

Coca-Cola als Kernprodukt im Portfolio

Im Zentrum des Portfolios von Coca-Cola HBC steht die Marke Coca-Cola in ihren unterschiedlichen Varianten. Das klassische Coca-Cola-Produkt bleibt in vielen MÀrkten das volumenstÀrkste Einzelprodukt, wÀhrend Varianten wie Coca-Cola Zero Sugar und andere zuckerreduzierte Sorten zunehmend Marktanteile gewinnen. Der GeschÀftsbericht 2023 zeigt, dass der Absatz von zuckerreduzierten Varianten im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich stÀrker gewachsen ist als der Absatz der klassischen Variante. Damit spiegelt Coca-Cola HBC den globalen Trend wider, nach dem Verbraucher verstÀrkt auf kalorienÀrmere Optionen setzen, ohne auf den Geschmack verzichten zu wollen.

FĂŒr die ProfitabilitĂ€t ist relevant, dass diese Varianten meist Ă€hnlich hohe oder sogar höhere Margen bieten als das Standardprodukt, insbesondere wenn sie in Premium-Gebinden im Außer-Haus-Kanal verkauft werden. Coca-Cola HBC nutzt Cross-Promotion und Bundling-Strategien, um Konsumenten auf diese Produktlinien aufmerksam zu machen und gleichzeitig den durchschnittlichen Warenkorbwert pro Kauf zu erhöhen. Die Marke Coca-Cola bleibt damit nicht nur ein Volumentreiber, sondern auch ein Hebel fĂŒr marginenstarkes Wachstum.

Aktuelle Aktienbewertung und Marktkapitalisierung

Die Aktie von Coca-Cola HBC ist an der London Stock Exchange und an der Athener Börse gelistet und gehört dort zu den etablierten Konsumwerten. Die Marktkapitalisierung lag zuletzt im Milliardenbereich in Euro gerechnet und reflektiert die Stellung des Unternehmens als einer der grĂ¶ĂŸten Coca-Cola-AbfĂŒllpartner weltweit. Der Kurs der Coca-Cola-HBC-Aktie bewegte sich im jĂŒngeren Zeitraum nahe an einem Bereich, der mit den in den vergangenen zwölf Monaten erzielten Ergebnissen konsistent erscheint. Das Bewertungsniveau orientiert sich hĂ€ufig an Kennzahlen wie dem VerhĂ€ltnis von Unternehmenswert zu EBITDA und dem Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis, wobei die Entwicklung des bereinigten EPS im GeschĂ€ftsjahr 2023 ein wichtiger Anker ist.

Im Handel spiegelt sich die EinschĂ€tzung des Marktes wider, dass Coca-Cola HBC als defensiver Konsumwert mit Wachstumskomponente gilt. Die Aktie reagiert erfahrungsgemĂ€ĂŸ deutlich auf die Veröffentlichung von Quartals- und Jahreszahlen, da diese direkten Einfluss auf die Erwartungshaltung in Bezug auf Dividenden und InvestitionsplĂ€ne haben. Ein solides Wachstum des Umsatzes und des bereinigten EBIT im Jahr 2023 stĂŒtzt tendenziell die Bewertung, auch wenn externe Faktoren wie Zinsniveaus und allgemeine Marktstimmung ebenfalls eine Rolle spielen.

Die Coca-Cola-HBC-Aktie im Schlussblick

FĂŒr Anleger, die sich mit der Coca-Cola-HBC-Aktie beschĂ€ftigen, sind die im GeschĂ€ftsbericht 2023 ausgewiesenen Kennzahlen ein zentraler Ausgangspunkt. Der Umsatz von rund 9,7 Milliarden Euro im GeschĂ€ftsjahr 2023, das deutlich gesteigerte bereinigte EBIT und das Wachstum des bereinigten EPS verdeutlichen, dass der Konzern in der Lage war, sowohl Volumen- als auch Preis-Mix-Effekte zu nutzen. Zugleich zeigt der positive Free Cashflow, dass diese Entwicklung nicht auf kurzfristigen Effekten beruht, sondern auf einer soliden operativen Basis.

Wer die Aktie beobachtet, wird vor allem darauf achten, ob Coca-Cola HBC seine Margen auch in einem Umfeld halten kann, das von Inflation, regulatorischen Änderungen und Wettbewerb geprĂ€gt ist. Die strategische Fokussierung auf höherwertige, margenstarke Produktlinien, die geografische Diversifikation und die konsequente Digitalisierung der Wertschöpfungskette sind Faktoren, die dazu beitragen sollen, die ProfitabilitĂ€t zu stabilisieren. Im Zusammenspiel mit einer vorsichtigen, aber aktionĂ€rsfreundlichen Dividendenpolitik bildet dies den Rahmen, in dem die Coca-Cola-HBC-Aktie am Markt bewertet wird.

Fakten zur Coca-Cola-HBC-Aktie

  • Unternehmen: Coca-Cola HBC AG
  • ISIN: GRS104003009
  • Ticker: CCH
  • Handelsplatz: London Stock Exchange
  • Sektor / Branche: GetrĂ€nke, nicht-alkoholische KonsumgĂŒter
  • Indexzugehörigkeit: Bestandteil wichtiger Konsum- und Landesindizes
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: laut Finanzkalender von Coca-Cola HBC zu entnehmen

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