Produktion/Absatz, Wettbewerb

Deutsche Bank braucht lÀnger zum Abarbeiten von Postbank-Problemen

20.12.2023 - 09:46:14 | dpa.de

Die Deutsche Bank DE0005140008 bekommt nicht wie versprochen alle Probleme bei der Postbank bis Jahresende in den Griff.

"Wir sind beim Abarbeiten der RĂŒckstĂ€nde an Kundenanfragen seit Sommer weit vorangekommen - auch dank mehr als 800 zusĂ€tzlichen ArbeitskrĂ€ften fĂŒr diese Aufgaben", sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage. "Die Abarbeitung der verbleibenden RĂŒckstĂ€nde ist komplex und nimmt in Teilen mehr Zeit in Anspruch. Einen Teil dieser FĂ€lle werden wir deshalb Anfang 2024 abschließend bearbeiten." Zuvor hatte das "Handelsblatt" darĂŒber berichtet.

Im laufenden Jahr hatten sich Beschwerden von Postbank-Kundinnen und-Kunden gehĂ€uft, vor allem im Zusammenhang mit einer IT-Umstellung,bei der in mehreren Wellen zwölf Millionen Kundinnen und Kunden der Postbank mit sieben Millionen Deutsche-Bank-Kunden in Deutschland auf einer gemeinsamen Plattform zusammengefĂŒhrt wurden. Postbank-Kunden klagten zum Beispiel darĂŒber, dass sie zeitweise nicht auf ihre Konten zugreifen konnten, Konten gesperrt oder Lastschriften nicht mehr eingelöst wurden. Der Kundenservice sei schlecht erreichbar oder unfĂ€hig gewesen, Probleme zu lösen.

Ärger mit PfĂ€ndungsschutzkonten

Dazu kam noch Ärger um PfĂ€ndungsschutzkonten, auf denen verschuldete Menschen ein bestimmtes Guthaben vor der PfĂ€ndung schĂŒtzen können, damit sie Geld zum Beispiel fĂŒr Miete und Strom, Lebensmittel und Medikamente zur VerfĂŒgung haben.

Anfang September riss der Finanzaufsicht Bafin der Geduldsfaden: Seit dem Jahreswechsel 2022/2023 seien "erhebliche BeeintrĂ€chtigungen bei der Abwicklung des KundengeschĂ€fts bei der Postbank" zu beobachten, rĂŒgte die Behörde und forderte die Bank auf, "die EinschrĂ€nkungen im Kundenservice schnellstmöglich abzustellen". Ein Sonderbeauftragter der Bafin ĂŒberwacht seither den Fortschritt.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing entschuldigte sich wenig spĂ€ter öffentlich und stellte die Behebung der Probleme bei der zum Konzern gehörenden Postbank bis Jahresende in Aussicht: "Das ist insgesamt eine Situation, fĂŒr die wir uns nur entschuldigen können." Die Bank sei ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden und habe Kunden sehr enttĂ€uscht.

Kunden können Online-Antrag auf EntschÀdigung stellen

Zumindest einige Postbank-Kunden sollen nun leichter an EntschĂ€digung kommen, wie die Bank mitteilte: Seit Mittwoch, 8 Uhr, können Kunden, die von Verzögerungen bei PfĂ€ndungsanliegen betroffen waren, ĂŒber die Website der Postbank online bis zu 1000 Euro Schadenersatz beantragen. Der Schaden muss durch verzögerte Bearbeitung in Zusammenhang mit einer PfĂ€ndung, einer Insolvenz oder bei der Einrichtung oder Abmeldung eines PfĂ€ndungsschutzkontos entstanden sein. Kunden mĂŒssen durch Belege wie Mahnkosten oder Verzugszinsen nachweisen, dass ihnen Schaden entstanden ist.

"Das Verfahren ist digital, so dass Kundinnen und Kunden der Postbank keine Filiale aufsuchen mĂŒssen, um ihre AnsprĂŒche geltend zu machen", erklĂ€rte der Deutsche-Bank-Sprecher. "Nach Einreichen der AntrĂ€ge werden berechtigte SchadenersatzansprĂŒche in der Regel bis Ende des Folgemonats erstattet."

So schÀtzen die Börsenprofis Produktion/Absatz Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Produktion/Absatz Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | DE0005140008 | PRODUKTION/ABSATZ | boerse | 64439655 |