Bafin brummt Deutscher Bank Millionen-BuĂgeld auf
04.03.2025 - 20:17:00 | dpa.deDie Finanzaufsicht Bafin verhĂ€ngte gegen den Dax-Konzern DE0008469008 BuĂgelder in Höhe von gut 23 Millionen Euro, wie sie am Dienstagabend in Frankfurt mitteilte. Dabei ging es um den Vertrieb von Finanzinstrumenten in Spanien sowie MĂ€ngel bei der Beratung und beim Girokonto-Wechsel beim deutschen Ableger Postbank.
Der Behörde zufolge hatte die zum Konzern gehörende Postbank bei telefonischer Anlageberatung gegen die Pflicht zur Aufzeichnung von GesprĂ€chen verstoĂen. AuĂerdem habe die Postbank AntrĂ€ge zur Kontowechselhilfe in mehreren FĂ€llen nicht oder nur verzögert bearbeitet.
Ein weiterer Fall betrifft den Vertrieb von Finanz-Derivaten in Spanien. Dort brauchte die Bank laut Bafin zu lange, um VerstöĂe aufzuklĂ€ren und MĂ€ngel zu beseitigen. Der Vertrieb von Derivaten hatte zu einem Sanktionsverfahren der spanischen Wertpapieraufsichtsbehörde CNMV gefĂŒhrt.
Auf der Handelsplattform Tradegate legte die Deutsche-Bank-Aktie gegenĂŒber dem Xetra-Schlusskurs um 3,8 Prozent zu. Allerdings hatte sie im Xetra-Handel zuvor 7,6 Prozent verloren.
Der BuĂgeldbescheid ist laut Bafin rechtskrĂ€ftig. Die Deutsche Bank erklĂ€rte die Probleme beim Kontowechselservice fĂŒr Kunden mit der Umstellung der Computersysteme im eigenen Haus im Jahr 2023. Die IT-Umstellung war nicht rund gelaufen und hatte der Bank und ihren Kunden monatelang Ărger eingebrockt. Die Bafin hatte dem Institut deshalb sogar einen eigenen Aufpasser ins Haus geschickt.
Die Deutsche Bank erklĂ€rte, sie habe die Strafzahlung akzeptiert. Die Summe sei von bestehenden RĂŒckstellungen abgedeckt und habe keine Auswirkungen auf das Ergebnis im laufenden Jahr. Die Bank habe mit der Bafin vollstĂ€ndig kooperiert, ihre Prozesse in den betroffenen Bereichen verbessert und die Kontrollen weiter gestĂ€rkt.
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