Modebranche, GeschÀft

Modebranche zufrieden mit GeschĂ€ft - Ausblick aber eingetrĂŒbt

21.03.2024 - 12:43:43 | dpa.de

Die deutsche Modebranche ist trotz der hohen Inflation und der schlechten Konsumstimmung einigermaßen zufrieden mit ihrem GeschĂ€ft.

Das teilte der Verband GermanFashion am Donnerstag in Köln mit. UngĂŒnstige Entwicklungen hĂ€tten sich wieder beruhigt, die zuletzt hohen Logistikkosten und Rohstoffpreise seien wieder auf ein ertrĂ€gliches Maß gesunken, sagte VerbandsprĂ€sident Gerd Oliver Seidensticker.

Mit einem Umsatz von 6,87 Milliarden Euro verzeichneten die Bekleidungshersteller im vergangenen Jahr ein Plus von 10,8 Prozent und konnten damit wieder an das Niveau vor der Corona-Pandemie anknĂŒpfen. Die Unternehmen verdanken dies auch gestiegenen Preisen. Das Plus lag jedoch deutlich ĂŒber der Inflationsrate, die 2023 im Schnitt 5,9 Prozent betragen hat. "Das Umsatzplus von 2023 ist ein gutes Zeichen fĂŒr unsere Branche und ich bin ĂŒberzeugt, dass wir dies trotz großer wirtschaftlicher Herausforderungen als positiven RĂŒckenwind fĂŒr 2024 nutzen werden", sagte Seidensticker.

Die Modebranche blickt dennoch wenig optimistisch nach vorn. Die Stimmung sei aufgrund der wirtschaftlichen Lage gedrĂŒckt, die Beurteilung schlechter als Anfang 2023, so Seidensticker. Laut einer reprĂ€sentativen Umfrage des Verbandes unter seinen 350 Mitgliedern erwarten die Unternehmen im laufenden Jahr weniger Gewinn.

Zulegen konnte die Modebranche zuletzt auch beim AuslandsgeschĂ€ft. Die UmsĂ€tze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 Prozent. 43 Prozent der Erlöse entfielen auf Exporte. Die wichtigsten AusfuhrlĂ€nder sind dem Verband zufolge Polen, Schweiz, Österreich und die Niederlande. Am hĂ€ufigsten exportiert wurden Hosen. Die wichtigsten ImportlĂ€nder fĂŒr Bekleidung waren 2023 erneut China und Bangladesch. Insgesamt wurden jedoch deutlich weniger Waren eingefĂŒhrt. Grund sei eine starke Zunahme der Produktion im Jahr zuvor, daher hĂ€tten auch LagerbestĂ€nde den Weg in die LĂ€den gefunden, hieß es.

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