Pharmaindustrie, Helium-EngpÀssen

Pharmaindustrie warnt vor Helium-EngpÀssen durch Irankrieg

02.04.2026 - 13:26:36 | dpa.de

Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor den Folgen eines andauernden Iran-Kriegs fĂŒr die Arzneiversorgung.

Wegen der drohenden Knappheit von Helium und anderen chemischen Ausgangsstoffen gerieten zentrale Analyse- und Produktionsprozesse unter Druck, die quer durch die Herstellung von Tabletten, Infusionen und modernen Biologika benötigt wĂŒrden, teilte der Verband Pharma Deutschland mit. "Helium ist ein kritischer Querschnittsrohstoff - Deutschland ist nahezu vollstĂ€ndig auf Importe angewiesen, die zu einem großen Teil durch die Straße von Hormus laufen."

"Der Iran-Krieg ist noch nicht in den Regalen der Apotheken angekommen. In den Laboren und Werken der deutschen Arzneimittelhersteller steigt jedoch die Sorge, je lĂ€nger die Blockade der Straße von Hormus dauert", sagte Dorothee Brakmann, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Pharma Deutschland.

Helium wird in der Pharmaindustrie vor allem fĂŒr QualitĂ€tskontrollen eingesetzt. Wenn das Gas knapp und teuer werde, gerieten diese ins Stocken. "Dann können die Unternehmen die Arzneimittel nicht mehr im gewohnten Umfang freigeben - selbst wenn Wirkstoffe und Packmittel vorhanden sind." Die Methoden ließen sich nicht von heute auf morgen auf andere Gase oder alternative Methoden umstellen, auch wegen behördlicher Genehmigungen, erklĂ€rte Brakmann.

Krieg wirkt sich auf Lieferketten aus

Nach Angaben der Branche sind erste Folgen des Iran-Kriegs auch entlang der Lieferketten sichtbar: steigende Transport- und Energiekosten, fehlende oder teurere Packmittel wie Glasflaschen und VerschlĂŒsse sowie höhere Preise fĂŒr petrochemische Grundstoffe und Ethanol. Eine lĂ€ngerfristige Störung der Straße von Hormus wĂŒrde die Versorgung zusĂ€tzlich destabilisieren.

"Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, drohen mittelfristig EngpĂ€sse insbesondere bei Arzneimitteln, deren QualitĂ€tskontrolle von Helium abhĂ€ngt", sagte Brakmann. Der Verband fordert, Helium als strategisch relevantes Gut fĂŒr das Gesundheitswesen einzustufen und Umstellungsprozesse zu erleichtern.

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