Die Eckert-&-Ziegler-Aktie legt nach starken Zahlen und Prognoseanhebung zu
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 11:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Berliner Strahlen- und Medizintechnik-Spezialist Eckert & Ziegler (ISIN DE0005659700) hat im Geschäftsjahr 2023 den Konzernumsatz laut Geschäftsbericht per 31.12.2023 um rund 9 Prozent auf 231 Mio. Euro gesteigert und die Eckert-&-Ziegler-Aktie damit operativ gestützt.
Wachstum und Vergleich zum Vorjahr
Nach Angaben des Unternehmens im Geschäftsbericht 2023 lag der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2022 noch bei rund 212 Mio. Euro, sodass sich für 2023 ein Plus von etwa 19 Mio. Euro beziehungsweise knapp 9 Prozent ergibt.
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wies Eckert & Ziegler im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von rund 46 Mio. Euro aus, nachdem 2022 etwa 40 Mio. Euro erzielt wurden, was einem Anstieg um rund 15 Prozent entspricht.
Ergebnis und Margenentwicklung
Der Konzernüberschuss erreichte 2023 laut Geschäftsbericht einen Wert von etwa 30 Mio. Euro, verglichen mit rund 26 Mio. Euro im Jahr 2022, sodass der Nettogewinn um gut 4 Mio. Euro beziehungsweise rund 15 Prozent zulegte.
Aus dem Verhältnis von EBIT zu Umsatz ergibt sich für 2023 eine EBIT-Marge von knapp 20 Prozent, während diese Kennziffer 2022 bei rund 18,9 Prozent lag, was eine leichte Margenverbesserung signalisiert.
Prognose und Jahresausblick
Laut Unternehmensangaben im Ausblick des Geschäftsberichts 2023 wird für das Geschäftsjahr 2024 ein weiterer Anstieg des Konzernumsatzes erwartet, wobei das Management eine Bandbreite von rund 235 bis 245 Mio. Euro genannt hat.
Beim EBIT peilt Eckert & Ziegler für 2024 eine Spanne von etwa 45 bis 50 Mio. Euro an, was im oberen Bereich leicht über dem 2023 erzielten Wert von rund 46 Mio. Euro läge.
Mehr Hintergründe zur Eckert-&-Ziegler-Aktie
Kennzahlen, Berichte und Termine zur Eckert-&-Ziegler-Aktie finden sich gebündelt in einschlägigen Börsenportalen sowie im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens.
Radiopharmazie als Wachstumstreiber
Eckert & Ziegler berichtet im Segment Radiopharma über eine steigende Nachfrage nach Radionukliden und Komponenten für nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie.
Im Geschäftsbericht 2023 wird für den Bereich Radiopharma ein Umsatz von rund 110 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem das Segment 2022 etwa 95 Mio. Euro erzielt hatte, was einem Anstieg von rund 15 Mio. Euro beziehungsweise gut 16 Prozent entspricht.
Industriestrahlenquellen und Diversifikation
Daneben bietet Eckert & Ziegler industrielle Strahlenquellen und Dosimetrie-Lösungen, die in der Qualitätskontrolle sowie in der Werkstoffprüfung eingesetzt werden.
Das Segment Industrie verzeichnete 2023 laut Bericht einen Umsatz von rund 80 Mio. Euro, gegenüber rund 78 Mio. Euro im Jahr 2022, was einem moderaten Plus von etwa 2,5 Prozent entspricht.
Investitionen und Kapazitätsausbau
Im Jahresverlauf 2023 hat Eckert & Ziegler nach eigenen Angaben Investitionen in Produktionskapazitäten und Infrastruktur vorgenommen, um die wachsende Nachfrage in der Radiopharmazie langfristig bedienen zu können.
Die Sachinvestitionen beliefen sich laut Geschäftsbericht 2023 auf rund 20 Mio. Euro, gegenüber etwa 17 Mio. Euro im Vorjahr, was einem Anstieg von knapp 18 Prozent entspricht.
Finanzielle Stabilität und Bilanzkennzahlen
Die Eigenkapitalquote lag per 31.12.2023 nach Unternehmensangaben bei rund 45 Prozent, nachdem sie zum 31.12.2022 noch bei etwa 43 Prozent gelegen hatte.
Die Nettofinanzverschuldung blieb nach den Zahlen des Unternehmens überschaubar und wird im Bericht 2023 mit einem Wert im unteren zweistelligen Millionenbereich beziffert.
Dividendenpolitik
Eckert & Ziegler hat für das Geschäftsjahr 2023 laut Hauptversammlungsunterlagen eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorgeschlagen.
Im Vorjahr wurden 0,40 Euro je Aktie ausgeschüttet, sodass sich die Dividende um 0,10 Euro beziehungsweise 25 Prozent erhöhte.
Langfristige Nachfrage nach Nuklearmedizin
Die mittel- und langfristige Nachfrage nach nuklearmedizinischen Anwendungen wird laut Brancheneinschätzungen von einer alternden Bevölkerung und der Ausweitung moderner Therapieformen im Onkologie-Bereich getragen.
Für Eckert & Ziegler bedeutet dies, dass insbesondere im Radiopharma-Segment kontinuierliche Investitionen und Kapazitätsausweitungen erforderlich sind, um von diesem strukturellen Trend zu profitieren.
Produktfokus: Radiopharma-Komponenten
Eckert & Ziegler ist unter anderem als Lieferant von Radionukliden und Komponenten für Radiopharmazeutika tätig, die in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen Verwendung finden.
Der Umsatzbeitrag aus diesen Produkten innerhalb des Radiopharma-Segments ist signifikant, wobei laut Segmentberichterstattung 2023 die Radiopharma-Sparte knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes von 231 Mio. Euro stellt.
Eckert-&-Ziegler-Aktie und Marktkapitalisierung
Die Eckert-&-Ziegler-Aktie ist im Prime-Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und gehört dem TecDAX an, womit der Titel im deutschen Technologiewerte-Segment verankert ist.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt nach aktuellen Börsenangaben im mittleren dreistelligen Millionenbereich, was Eckert & Ziegler im Vergleich zu großen internationalen Medizintechnik- und Pharmawerten als Mid Cap positioniert.
Fakten zur Eckert-&-Ziegler-Aktie
- Unternehmen: Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
- ISIN: DE0005659700
- WKN: 565970
- Ticker: EUZ
- Handelsplatz: Xetra
- Sektor / Branche: Gesundheitswesen / Medizintechnik, Radiopharmazie
- Indexzugehörigkeit: TecDAX
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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