Aktien Europa: Leichte Verluste - fragile Waffenruhe im Iran mahnt zur Vorsicht
28.05.2026 - 12:08:06 | dpa.deDie fragile Waffenruhe im Iran-Krieg sorgte fĂŒr ZurĂŒckhaltung. So hatte das US-MilitĂ€r nahe der StraĂe von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. "Die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran hĂ€ngt an einem seidenen Faden und kann als mehr als brĂŒchig bezeichnet werden", stellte Analyst Christian Henke vom Broker IG Markets fest.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank am Mittag um 0,1 Prozent auf 6.064,47 Punkte. AuĂerhalb der Eurozone notierte der britische FTSE 100 GB0001383545 0,66 Prozent tiefer mit 10.435,74 Punkten. Der Schweizer SMI CH0009980894 stand ein Prozent im Minus bei 13.492,09 Punkten.
Etwas stÀrkere Verluste erlitten die Pharmawerte und die Aktien der Nahrungsmittelproduzenten. Marktteilnehmer sprachen bei den Branchen-Schwergewichten Nestle CH0038863350, Roche CH0012032048 und Novartis CH0012005267 von Gewinnmitnahmen. Die Verluste bewegten sich zwischen rund 1,5 und 2 Prozent.
Technologiewerte hielten sich dagegen gut. Zum Teil enttÀuschende Nachrichten von Salesforce US79466L3024 belasteten den Sektor kaum. Der US-Softwareanbieter hatte mit seinem Ausblick auf den Umsatz im laufenden Quartal die Markterwartungen enttÀuscht. Aktien des Wettbewerbers SAP DE0007164600 lagen gleichwohl mit 0,5 Prozent im Plus. Lediglich Adyen NL0012969182 gaben mit 2,2 Prozent etwas mehr nach.
Gefragt waren STMicroelectronics NL0000226223 mit einem Anstieg von 2,5 Prozent. Das Analysehaus Jefferies hatte das Kursziel deutlich von 52 auf 74 Euro angehoben. Die zyklische Erholung der Auto- und Industriebranchen nehme an Fahrt auf, schrieb Analyst Janardan Menon. FĂŒr STMicroelectronics bedeute dies fĂŒr das zweite Halbjahr starke Nachfrageaussichten. Auch Infineon DE0006231004 waren gesucht.
Zu den Gewinnern gehörten zudem die RĂŒstungstitel. Die jĂŒngsten Nachrichten aus dem Nahen Osten begĂŒnstigten die Branchenstimmung. Rheinmetall DE0007030009 kletterten dabei um 4,4 Prozent. Der Konzern hatte einen Auftrag fĂŒr mehr als 2.000 militĂ€rische Transportfahrzeuge im Wert von rund einer Milliarde Euro gemeldet.
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