Aktien, Europa

Aktien Europa: Schwach - Trump-Aussagen verunsichern

02.04.2026 - 12:06:35 | dpa.de

Die europÀischen AktienmÀrkte haben am Donnerstag wieder nachgegeben.

Die Rede an die Nation von Donald Trump sorgte nun fĂŒr ErnĂŒchterung, nachdem der US-PrĂ€sident am Vortag noch Hoffnungen auf ein Kriegsende im Iran geschĂŒrt hatte.

"WĂ€hrend der US-PrĂ€sident einerseits das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen als greifbar nah skizzierte, jonglierte er im nĂ€chsten Satz mit Szenarien, die den Iran zurĂŒck in die 'Steinzeit' befördern könnten", hieß es in einem Kommentar des Brokers Index-Radar. "Solche rhetorischen Volten sorgen natĂŒrlich fĂŒr Verunsicherung, zumal die Entsendung weiterer Truppen und Flugzeuge eine deutliche Sprache spricht, die eher nach Bodenoffensive als nach diplomatischem Ausklang klingt."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 1,8 Prozent auf 5.629,69 Punkte. Außerhalb des Euroraums sah es etwas besser aus. Der Schweizer SMI CH0009980894 sank dank seiner defensiven Schwergewichte nur um 0,54 Prozent auf 12.921,04 Punkte. Der britischen FTSE 100 GB0001383545 profitierte von der StĂ€rke der Ölwerte und bĂŒĂŸte lediglich 0,2 Prozent auf 10.343,89 Punkte ein.

Das Hin und Her der vergangenen Tage setzte sich bei den Einzelsektoren fort. Gestern noch am Ende der Tabelle, waren die Ölwerte nun Spitzenreiter. Sie reagierten damit auf die Ölpreise, die nach Trumps Rede deutlich gestiegen waren. Aktien wie Eni IT0003132476, die um 3,7 Prozent anzogen, setzten so ihren Höhenflug fort. Vergleichsweise stark prĂ€sentierten sich auch defensive Branchen wie Nahrung und GetrĂ€nke sowie die Versorger.

Am Ende des Feldes bewegten sich dagegen die Technologiewerte. Hier standen Halbleitertitel unter Druck. Das Schwergewicht ASML NL0010273215 knickte um knapp vier Prozent ein. "Zum einen drĂŒckt die ZinssensitivitĂ€t auf die Branche und wird von den hohen Energiepreisen beeinflusst", merkte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, dazu an. "Wesentlicher ist jedoch, dass die Branche auf Produkte aus dem Petrobereich wie spezielle Gassorten angewiesen ist und diese sowohl im Preis steigen als auch aktuell nicht mehr oder nur bedingt zur VerfĂŒgung stehen."

Abgaben erlitten auch die Aktien der Fluggesellschaften. Hier ging es mit Air France-KLM FR001400J770 um 3,7 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte ein unverbindliches Angebot fĂŒr eine Minderheitsbeteiligung an Tap Air Portugal eingereicht.

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