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Europa Schluss: EuroStoxx auf Erholungpfad nochmals knapp im Plus

05.12.2025 - 18:28:03 | dpa.de

Die europĂ€ischen AktienmĂ€rkte haben am Freitag ihre AufwĂ€rtsbewegung nur noch mit MĂŒhe fortgesetzt.

Zum Ende hin ging dem EuroStoxx 50 EU0009658145 etwas die Luft aus, nachdem er in der Spitze bis an die Marke von 5.750 Punkten gestiegen war.

Von dem zwischenzeitlichen Anstieg um ein halbes Prozent blieb mit dem Schlussstand von 5.723,93 Punkten nur ein Plus von 0,10 Prozent ĂŒbrig. Damit verbuchte der Eurozonen-Leitindex ein Wochenplus in Höhe von einem Prozent. Das Rekordhoch von 5.818 Punkten rĂŒckt StĂŒck fĂŒr StĂŒck wieder nĂ€her.

Außerhalb des Euroraums waren die Vorzeichen nicht eindeutig: WĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 mit 0,45 Prozent ins Minus rutschte auf 9.667,01 Punkte, kam der Schweizer SMI CH0009980894 mit 12.936,30 Punkten auf ein Plus von 0,33 Prozent.

Die voranschreitende Erholung vieler Weltbörsen nach ihrer November-SchwĂ€che erklĂ€rt sich mit der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche ihren Leitzins senkt. Laut Analystin Birgit Henseler von der DZ Bank ist es die Frage, wie die US-Geldpolitik zukĂŒnftig aussehen wird, aber noch spannender als das kurzfristige geldpolitische Geschehen.

Die VerĂ€nderungen der Einzelsektoren waren ĂŒberschaubar. Bei Autowerten ging die Erholung weiter, die am Vortag wegen eines optimistischen Analystenausblicks und der Hoffnung auf laschere Regulierungen begonnen hatte. BMW DE0005190003 waren im EuroStoxx der Spitzenreiter und die Titel von Stellantis NL00150001Q9 stiegen um 2,2 Prozent. Der europĂ€ische Branchenindex Automobiles & Parts EU0009658681 erreichte knapp ein Hoch seit August.

"Die spannende Frage lautet nun: Ist dies die lang erhoffte Trendwende hin zu einer Aufholjagd 2026?", hieß es in einem Kommentar von Index Radar zum Autosektor. Allerdings spiegele die niedrige Bewertung der Branchenwerte die langjĂ€hrige Skepsis des Marktes wider. Die starke AbhĂ€ngigkeit von China und die zunehmende Margenbelastung durch neue Wettbewerber blieben strukturelle Risiken.

Am stĂ€rksten gaben dagegen die Ölwerte nach, mit Eni IT0003132476 und Totalenergies FR0000120271 als grĂ¶ĂŸere EuroStoxx-Verlierer. Die US-Bank JPMorgan hatte beide Aktien in ihrem Jahresausblick abgestuft und Eni gleich doppelt wegen einer BewertungsprĂ€mie gegenĂŒber anderen Ölriesen. BP GB0007980591 und Shell GB00BP6MXD84 erwischte es an der Londoner Börse aber auch deutlich, denn fĂŒr diese beiden Ölwerte wurde die Bank of America pessimistischer.

Zu den schwĂ€cheren Sektoren gehörten zudem die Versicherer, was mit den Aktien von Swiss Re CH0126881561 in Verbindung stand, die in ZĂŒrich um 6,5 Prozent absackten. Der RĂŒckversicherer hatte das Gewinnziel fĂŒr das kommende Jahr nur leicht nach oben geschraubt, wĂ€hrend Analysten und Anleger auf eine deutlichere Erhöhung gehofft hatten.

Auf der Gewinnerseite ragten dagegen Alstom FR0010220475 hervor mit einem Anstieg um fĂŒnf Prozent, nachdem die Titel des Zugherstellers im laufenden Jahr bislang wenig vorangekommen waren. Die Analysten der Citigroup hatten ihnen eine Kaufempfehlung abgegeben in der Erwartung, dass der Barmittelfluss eine positive Wendung nimmt.

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