Ferrari, NL0011585146

Die Ferrari-Aktie bleibt nach starkem Wachstum von Umsatz und Gewinn gefragt

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 15:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Ferrari-Aktie spiegelt ein profitables Wachstum mit zweistelligen ZuwÀchsen bei Umsatz und Nettogewinn wider. Anleger achten dabei besonders auf die Marge und die Nachfrage nach den Sportwagen des italienischen Luxusautobauers.

Modernes Automobilwerk-Headquarter mit Glasfassade und Reflexionsteich, Ferrari N.V. Architektur-Render
Ferrari N.V. NL0011585146: Architektur-Render des modernen Luxussportwagen-Hauptquartiers mit Glasfassade, Teich und Bergen, Illustration mit AI erstellt.

Ferrari (ISIN NL0011585146) meldete fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 5,97 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von etwa 1,25 Milliarden Euro, was die Ferrari-Aktie fĂŒr viele Anleger als profitablen Luxuswert erscheinen lĂ€sst. Laut Unternehmensangaben fĂŒr das Jahr 2023 stieg der Umsatz im Vergleich zu 2022 im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich, wĂ€hrend der Nettogewinn deutlich zulegte und die operative Marge im Bereich von rund 24 bis 25 Prozent lag. FĂŒr Anleger zĂ€hlt dabei vor allem, dass Ferrari seine hohe ProfitabilitĂ€t trotz begrenzter StĂŒckzahlen und exklusiver Positionierung behauptet.

Wachstum mit hoher Marge

Im GeschĂ€ftsjahr 2023 erzielte Ferrari einen Umsatz von etwa 5,97 Milliarden Euro, nachdem der Wert im Jahr 2022 noch bei rund 5,1 Milliarden Euro gelegen hatte. Damit ergibt sich ein Zuwachs von grob 15 bis 17 Prozent, was die Dynamik des Luxus-Sportwagensegments unterstreicht. Der Nettogewinn erhöhte sich im gleichen Zeitraum von rund 0,94 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf ungefĂ€hr 1,25 Milliarden Euro im Jahr 2023, wodurch der Gewinn prozentual um grob ein Drittel anstieg und die ProfitabilitĂ€t weiter ausgebaut wurde. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge lag im Jahr 2023 im Bereich von mehr als 13.000 Einheiten und damit klar ĂŒber dem Niveau von 2022, sodass Ferrari den Wachstumskurs sowohl ĂŒber höhere Preise als auch ĂŒber leicht steigende StĂŒckzahlen untermauern konnte.

Die operative Marge im Jahr 2023 bewegte sich nach den veröffentlichten Zahlen im mittleren Zwanziger-Prozentbereich, was im Vergleich zu vielen klassischen Volumenherstellern weiterhin ein sehr hoher Wert ist. WĂ€hrend Massenhersteller oft Margen im einstelligen Bereich erzielen, liegt Ferrari damit um mehrere Zehn Prozentpunkte darĂŒber. Auch im zurĂŒckliegenden Jahr 2022 hatte der Konzern bereits eine operative Marge in einer Ă€hnlichen GrĂ¶ĂŸenordnung ausgewiesen, doch der zusĂ€tzliche Umsatz- und Gewinnanstieg 2023 zeigt, dass Ferrari seine Luxusposition im Markt behaupten und gleichzeitig den Ertrag je Fahrzeug steigern kann.

Ausblick und Investorenfokus

FĂŒr die kommenden Jahre orientiert sich Ferrari an mittelfristigen Zielen, die ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis bei stabil hoher Marge vorsehen. In den kommunizierten PlĂ€nen bis Mitte des Jahrzehnts zielt das Management darauf ab, die jĂ€hrlichen Auslieferungen moderat zu erhöhen und zugleich neue Modellgenerationen sowie elektrifizierte Varianten einzufĂŒhren. Dabei soll der Anteil besonders hochpreisiger Modelle und Sondereditionen dazu beitragen, den durchschnittlichen Erlös pro Fahrzeug weiter anzuschieben. FĂŒr Anleger sind diese Vorgaben deshalb wichtig, weil sie eine BrĂŒcke zwischen aktueller GeschĂ€ftsdynamik und der EinschĂ€tzung kĂŒnftiger ErtrĂ€ge schlagen.

Im Kapitalmarktumfeld wird hĂ€ufig hervorgehoben, dass Ferrari seine ProfitabilitĂ€t auch dann relativ stabil halten konnte, wenn der allgemeine Automarkt unter Konjunktursorgen oder Lieferkettenproblemen litt. WĂ€hrend sich andere Hersteller phasenweise mit schwankenden Margen konfrontiert sahen, profitierte Ferrari von der Tatsache, dass die Kundschaft fĂŒr exklusive Sportwagen in der Regel finanzstark ist und weniger sensibel auf konjunkturelle AusschlĂ€ge reagiert. Zudem trĂ€gt der hohe Auftragsbestand dazu bei, dass Ferrari eine gute VisibilitĂ€t ĂŒber einige Quartale hinweg hat, da viele Fahrzeuge lange im Voraus bestellt werden.

Vertiefen und einordnen

Weitere Informationen zu Ferrari und der Aktie

Investoren, die sich detailliert mit der Entwicklung von Umsatz, Gewinn und Margen von Ferrari befassen möchten, finden in den offiziellen Investor-Relations-Unterlagen vertiefende Kennzahlen, PrÀsentationen und Termine.

Sportwagen und Luxus als Ertragsquelle

Ferrari erzielt den Großteil seines Umsatzes mit dem Verkauf von Sportwagen und Supersportwagen im Hochpreissegment. Charakteristisch ist, dass der Hersteller bewusst weniger Fahrzeuge produziert, als potenziell nachgefragt wĂŒrden, um die ExklusivitĂ€t der Marke zu schĂŒtzen. Damit entsteht eine kĂŒnstliche Knappheit, die dazu beitrĂ€gt, dass Preise und Margen hoch bleiben. Neben den Serienmodellen spielen streng limitierte Sondermodelle und maßgeschneiderte Fahrzeuge fĂŒr besonders zahlungskrĂ€ftige Kunden eine entscheidende Rolle, weil sie ĂŒberdurchschnittliche Erlöse pro Einheit generieren.

ErgĂ€nzend zum FahrzeuggeschĂ€ft trĂ€gt Ferrari auch mit Merchandising, Lizenzprodukten und AktivitĂ€ten im Motorsport zur MarkenstĂ€rke bei, wobei die direkten finanziellen BeitrĂ€ge aus diesen Bereichen im Vergleich zu den Fahrzeugen geringer sind. Dennoch haben sie einen indirekten ökonomischen Wert, da das Formel-1-Engagement und die PrĂ€senz im Motorsport allgemein das Markenprofil schĂ€rfen und damit langfristig die Zahlungsbereitschaft der Kundschaft fĂŒr die Straßenfahrzeuge stĂŒtzen können. FĂŒr Anleger ist relevant, dass Ferrari dieses Ökosystem nutzt, um seine Luxusposition nicht nur ĂŒber Technik und Design, sondern auch ĂŒber emotionale Faktoren zu festigen.

Ferrari-Aktie und Markteinordnung

Die Ferrari-Aktie ist international gelistet und gehört damit zu den wenigen reinen Luxus-Automobilwerten im globalen Aktienuniversum. Die Marktkapitalisierung lag zuletzt im Bereich mehrerer Dutzend Milliarden Euro, was Ferrari in die Liga großer, etablierter Unternehmen einordnet und fĂŒr institutionelle Investoren attraktiv macht. Die Bewertung spiegelt wider, dass der Markt dem Unternehmen langfristig weiteres Wachstum und eine anhaltend hohe ProfitabilitĂ€t zutraut. Gleichzeitig schwingt in der Bewertung ein Aufschlag mit, der der starken Marke und dem Luxusprofil geschuldet ist.

FĂŒr Investoren spielen bei der Beurteilung der Ferrari-Aktie vor allem drei KenngrĂ¶ĂŸen eine Rolle: die Entwicklung von Umsatz und Gewinn, die StabilitĂ€t der Marge und der Auslieferungen sowie die strategische Ausrichtung bei Themen wie Elektrifizierung und neue Modellgenerationen. Die Kombination aus begrenzter StĂŒckzahl, hoher Preissetzungsmacht und exklusiver Positionierung unterscheidet Ferrari von vielen anderen Automobilwerten, die stĂ€rker vom Wettbewerbsdruck und von Konjunkturschwankungen beeinflusst werden.

Ferrari-Aktie: Stammdaten und Kennzahlen

  • Unternehmen: Ferrari N.V.
  • ISIN: NL0011585146
  • Ticker: RACE
  • Handelsplatz: NYSE
  • Marktkapitalisierung: mehrere Dutzend Milliarden Euro (Stand GeschĂ€ftsjahr 2023)
  • Sektor / Branche: Automobile, LuxusgĂŒter
  • Indexzugehörigkeit: Bestandteil ausgewĂ€hlter internationaler Indizes
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: gemĂ€ĂŸ Unternehmenskalender terminiert

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