ROUNDUPEckert, Ziegler

Bafin prüft wegen Pentixapharm-Abspaltung Bilanz 2024

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 11:24 Uhr | dpa.de

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat eine Prüfung des 2024er-Jahresabschlusses des Strahlen- und Medizintechnikkonzerns Eckert & Ziegler DE0005659700 eingeleitet.

Grund für die Prüfung seien unzutreffende Angaben im Kontext der Abspaltung der Pentixapharm DE000A40AEG0 im Oktober 2024, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Daher werden den Angaben zufolge der veröffentlichte Abschluss für das Jahr 2024 und der zugehörige zusammengefasste Lagebericht geprüft. Die Mitteilung setzte die Aktie nur kurz unter Druck.

Die im SDax DE0009653386 notierten Titel des Strahlentechnik-Unternehmens setzten zwar anfangs ihre jüngste Talfahrt mit einem Abschlag von bis zu 2,7 Prozent auf ein Tief seit März fort, erholten sich aber schnell wieder. Zuletzt lagen die Papiere leicht im Plus. Seit dem Zwischenhoch von Anfang Juli hat der Kurs allerdings schon um 13 Prozent nachgegeben.

Nach Angaben der Behörde gibt es konkrete Anhaltspunkte, dass die Abspaltung fälschlicherweise erfolgsneutral bilanziert wurde, da die oberste beherrschende Partei unzutreffend angegeben wurde. Die Prüfung wurde der Bafin zufolge bereits am 15. Juli eingeleitet. Das Unternehmen selbst teilte mit, dass es im engen und konstruktiven Austausch mit der Behörde stehe. Die Folgen der Prüfung hätten keinen Einfluss auf die operativen Kennziffern des Konzerns.

Eckert und Ziegler hatte im Rahmen der Pentixapharm-Abspaltung den eigenen Angaben zufolge die Vermögenswerte und Schulden der früheren Tochter erfolgsneutral ausgebucht. Möglicherweise hätte dies wegen der Beherrschungsverhältnisse erfolgswirksam erfolgen müssen. "Dies hätte zum Ausweis eines zusätzlichen Gewinns aus aufgegebenen Geschäftsbereichen im Konzernabschluss 2024 geführt, ohne weitere Kennzahlen oder die Folgejahre zu betreffen", hieß es in der Mitteilung des Unternehmens.

In den vergangenen Monaten hat die Bafin wegen möglicher Bilanzierungsfehler eine Reihe von Unternehmen unter die Lupe genommen. So untersucht die Behörde derzeit den Halbjahresabschluss 2025 des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich DE0006219934 und den Jahresabschluss 2025 des Arzneimittelherstellers Dermapharm DE000A2GS5D8. Jüngst hat sie zudem Fehler in Jahresabschlüssen des IT-Dienstleister Nagarro DE000A3H2200, der Beteiligungsgesellschaft Mutares DE000A0SMSH2 sowie des Online-Händlers Zalando DE000ZAL1111 moniert.

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