Kartellamt, Rheinische

Kartellamt: 'Rheinische Post' darf westfĂ€lische Zeitungen ĂŒbernehmen

16.04.2026 - 10:28:43 | dpa.de

Die geplante Übernahme der WestfĂ€lische Medien Holding AG ("WestfĂ€lische Nachrichten", "Westfalen-Blatt") durch die Rheinische Post Mediengruppe in DĂŒsseldorf ist freigegeben.

Das Vorhaben sei aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich, da sich die Verbreitungsgebiete der beteiligten Verlage nicht ĂŒberschneiden wĂŒrden, sagte der PrĂ€sident des Bundeskartellamtes Andreas Mundt laut einer Mitteilung. "Die Unternehmen stehen daher weder auf den Lesenden- noch auf den relevanten AnzeigenmĂ€rkten in direktem Wettbewerb."

Mit dem Kauf will die "Rheinische Post" zur auflagenstĂ€rksten Tageszeitungs-Verlagsgruppe im Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen aufsteigen. Die beteiligten Unternehmen hatten ihre PlĂ€ne Anfang MĂ€rz bekanntgegeben. Demnach erhalten die DĂŒsseldorfer sĂ€mtliche Aktien der WestfĂ€lischen Medien Holding AG (WMH). Über Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Die "WestfĂ€lischen Nachrichten" mit Sitz in MĂŒnster und das "Westfalen-Blatt" in Bielefeld hatten sich 2019 zusammengeschlossen und ihre MedienaktivitĂ€ten im MĂŒnsterland und in Ostwestfalen unter dem gemeinsamen Dach der WMH gebĂŒndelt. Die WMH gibt auch die "MĂŒnstersche Zeitung", das "WestfĂ€lische Volksblatt" und die "Allgemeine Zeitung Coesfeld" heraus.

Wachstumspotenzial im DigitalgeschÀft

Vor allem im Digitalbereich biete der grĂ¶ĂŸere Verbund zusĂ€tzliche Wachstumspotenziale, hieß es Anfang MĂ€rz in einer gemeinsamen Mitteilung. "Alle hinzukommenden Titel und Angebote werden auch nach dem Wechsel [...] ihre starke lokale Verankerung beibehalten."

Die Rheinische Post Mediengruppe gehört nach eigenen Angaben zu den auflagenstÀrksten regionalen Zeitungsverlagen Deutschlands mit derzeit etwa 2.800 BeschÀftigten. Sie verlegt in NRW auch den Bonner "General-Anzeiger".

Zudem ist das Unternehmen mehrheitlich an der SaarbrĂŒcker Zeitungsgruppe ("SaarbrĂŒcker Zeitung", "Trierischer Volksfreund" und "PfĂ€lzischer Merkur") beteiligt. Der Umsatz der Mediengruppe lag nach Verlagsangaben 2024 bei rund 470 Millionen Euro.

NRW-Medienminister Nathanael Liminski (CDU) hatte nach dem Bekanntwerden der PlÀne vor einem Verlust an Medienvielfalt gewarnt. Gewerkschaften mahnten, die ArbeitsplÀtze in der Region zu erhalten.

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