Siemens Energy verzeichnet ungebremste Nachfrage - Gewinn im WindgeschÀft
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 07:05 Uhr | dpa.deDas Unternehmen steigerte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich und ĂŒbertraf dabei die Erwartungen der Analysten. Die seit Jahren schwĂ€chelnde Windenergietochter Gamesa kehrte zudem in die schwarzen Zahlen zurĂŒck und erzielte den ersten Gewinn in einem Quartal seit 2022. Die erst im FrĂŒhjahr angehobene Prognose bestĂ€tigte Siemens Energy.
Der Energietechnikkonzern profitiert derzeit von einem sprunghaften Anstieg des Strombedarfs, der durch den massiven Ausbau von Rechenzentren, die KI-Anwendungen betreiben, neue Fabriken und die allgemeine Elektrifizierung verursacht wird. Vor allem die Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik ist hoch.
So stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 8,5 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in MĂŒnchen mitteilte. Dabei ausgeklammert sind WĂ€hrungs- und Portfolioeffekte. Analysten hatten hier mit deutlich weniger gerechnet. Angetrieben wurde das NeugeschĂ€ft durch einen Rekordauftragseingang in der Gas-Sparte, aber auch das NetzgeschĂ€ft legte deutlich zu.
Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Hier legten alle Bereiche zu. Das Ergebnis vor Sondereffekten sprang um mehr als das Dreifache auf 1,6 Milliarden Euro. Auch legten alle Sparten zu. Gamesa erzielte dabei einen operativen Gewinn von 75 Millionen Euro, nach einem Verlust von 438 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten hatten mit einem deutlich kleineren Gewinn gerechnet. Dabei profitierte das GeschÀft von ProduktivitÀtssteigerungen und einer höheren Kosteneffizienz.
Auch unter dem Strich fuhr Siemens Energy deutlich mehr Gewinn ein als noch vor Jahresfrist. Die MittelzuflĂŒsse stiegen von 419 Millionen auf 2,3 Milliarden Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von Kundenanzahlungen, einschlieĂlich ReservierungsgebĂŒhren, im Zusammenhang mit dem deutlich höheren Auftragseingang.
Den Ausblick bestĂ€tigte der Konzern. Siemens Energy rechnet fĂŒr den um WĂ€hrungs- und Portfolioeffekte bereinigten Umsatz im laufenden GeschĂ€ftsjahr (bis Ende September) mit einem Zuwachs von 14 bis 16 Prozent. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten soll 10 bis 12 Prozent erreichen, wobei das Management um Konzernchef Christian Bruch nun tendenziell vom oberen Ende der Spanne ausgeht. Beim Gewinn nach Steuern werden weiter rund 4 Milliarden Euro angepeilt.
