Aktien Frankfurt Schluss: Dax baut Erholungsplus aus - 'Nur kurzes Aufatmen'
31.03.2026 - 17:56:08 | dpa.deZwar ging der Dax DE0008469008 am Dienstag nach Spekulationen ĂŒber ein baldiges Kriegsende in Nahost mit einem Plus von 0,52 Prozent auf 22.680,04 Punkten aus dem letzten Handelstag des Monats und baute damit sein Erholungsplus vom Montag etwas aus. Doch seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat der deutsche Leitindex dennoch letztlich etwas mehr als 10 Prozent eingebĂŒĂt, was der gröĂte Verlust seit Juni 2022 ist. FĂŒr das erste Quartal steht ein Minus von 7,4 Prozent zu Buche.
"Der Dax atmet kurz auf, mehr ist es noch nicht", resĂŒmierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Er glaubt noch nicht so recht an eine Bodenbildung im Dax - ebenso wenig wie an ein schnelles Ende des Irankriegs.
Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroĂen Unternehmen Werten stieg am Dienstag um 1,26 Prozent auf 28.150,78 ZĂ€hler, hat im MĂ€rz aber insgesamt knapp 11 Prozent verloren. Europaweit sah es nicht allzu viel anders aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 beendete den letzten Tag des Monats mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 5.569,73 Punkte. AuĂerhalb der Euroregion legten auch die Börsen in London und ZĂŒrich zu. Doch allesamt schauen fĂŒr MĂ€rz auf herbe Verluste zurĂŒck.
In den USA ging es am Dienstag zum Handelsschluss in Europa fĂŒr Dow Jones Industrial US2605661048 und Nasdaq 100 US6311011026 etwas deutlicher nach oben. Die Verluste im Monatsverlauf werden obendrein vergleichsweise geringer ausfallen, denn die USA sind weitaus weniger auf die Ăl- und Gastransporte aus Nahost angewiesen als europĂ€ische LĂ€nder.
Positive Impulse lieferte zuletzt das "Wall Street Journal". Wie die Wirtschaftszeitung berichtet, soll US-PrĂ€sident Donald Trump seinen Beratern mitgeteilt haben, er sei bereit, den MilitĂ€reinsatz im Iran zu beenden. Und das, selbst wenn die strategisch wichtige StraĂe von Hormus weiterhin weitgehend gesperrt bleibe.
Ungeachtet dessen setzte der Iran den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen fort. Vor der KĂŒste von Dubai wurde obendrein ein kuwaitischer Ăltanker getroffen. Der Brent-Ălpreis - derzeit ein wichtiger Gradmesser fĂŒr die Konjunktur- und Inflationssorgen - zeigte sich weiter auf hohem Niveau ĂŒber 100 US-Dollar. Die Auswirkungen auf die Inflation in der Eurozone sind bereits sichtbar geworden, wie der Anstieg der Verbraucherpreise im MĂ€rz zeigt.
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