Heidelberg Materials, DE0006047004

Die Heidelberg-Materials-Aktie bleibt vom Baustoffgeschäft gestützt

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 07:49 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Heidelberg-Materials-Aktie steht für einen der weltweit größten Baustoffkonzerne. Der Fokus liegt auf Zement, Beton und Zuschlagstoffen für Infrastruktur- und Wohnbauprojekte, was dem Unternehmen eine breite Basis im globalen Baumarkt verschafft.

Heidelberg Materials, DE0006047004, Illustration mit AI erstellt.
Heidelberg Materials, DE0006047004, Illustration mit AI erstellt.

Die Heidelberg-Materials-Aktie verkörpert einen der zentralen Baustoffwerte im europäischen Markt und steht für ein breit diversifiziertes Geschäft mit Zement, Transportbeton und Zuschlagstoffen. Der Konzern mit der ISIN DE0006047004 ist weltweit aktiv und profitiert von anhaltenden Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsbau in vielen Regionen. Für Anleger ist entscheidend, dass Heidelberg Materials trotz konjunktureller Schwankungen über ein robustes Netzwerk aus Standorten und Kundenbeziehungen verfügt, die das Geschäftsmodell stützen.

Geschäftsmodell und globale Präsenz

Heidelberg Materials betreibt Zementwerke, Mahlwerke, Kies- und Sandgruben sowie Transportbetonwerke in zahlreichen Ländern und zählt damit zu den größten Baustoffproduzenten der Welt. Das Unternehmen ist in Europa, Nordamerika, Asien und weiteren Regionen präsent und liefert Baustoffe für öffentliche Infrastrukturprojekte, Gewerbebauten und Wohnimmobilien. Durch diese geografische Streuung ist der Konzern weniger abhängig von der Entwicklung einzelner nationaler Märkte und kann Nachfrageschwächen in einer Region durch Stärke in anderen Märkten ausgleichen.

Ein Kern des Geschäftsmodells ist die vertikale Integration entlang der Wertschöpfungskette: Vom Abbau mineralischer Rohstoffe über die Zementproduktion bis hin zum Transportbeton deckt Heidelberg Materials große Teile der Prozesskette ab. Diese Struktur ermöglicht Größenvorteile und eine bessere Kontrolle über Kosten und Qualität. Für Anleger ergibt sich daraus ein klarer Industriecharakter mit einer Kombination aus konjunktursensitiver Nachfrage und langfristig stabilen Infrastrukturbedarfen.

Schwerpunkt Baustoffe und Infrastrukturbedarf

Die Nachfrage nach Zement und Beton hängt wesentlich von Infrastrukturprogrammen, öffentlicher Bautätigkeit und privatem Wohnungsbau ab. In vielen Ländern werden Straßen, Brücken, Schienenwege, Energieanlagen und Wasserinfrastruktur über Jahre geplant und umgesetzt, wodurch sich für Baustoffkonzerne wie Heidelberg Materials längerfristige Volumeneffekte ergeben. Diese Projekte sorgen oft über mehrere Jahre für konstanten Bedarf an Zement und Beton und bieten damit eine gewisse Visibilität für die Auslastung der Werke.

Gleichzeitig ist das Unternehmen in Märkten aktiv, in denen urbanes Wachstum und Bevölkerungszuwachs zusätzlichen Druck auf die Wohnungsversorgung ausüben. Neue Wohnquartiere, industrielle Zonen und öffentliche Einrichtungen erfordern große Mengen an Baustoffen. Heidelberg Materials kann hier auf sein breites Produktportfolio und seine lokale Präsenz zurückgreifen. Die Kombination aus Infrastruktur und Wohnbau schafft eine doppelte Nachfragebasis, die zyklische Schwankungen zwar nicht aufhebt, aber abfedern kann.

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Produkte und Lösungen im Baustoffportfolio

Das Produktportfolio von Heidelberg Materials reicht von klassischem Portlandzement über Spezialzemente bis hin zu Transportbeton und weiteren Baustofflösungen. Zement dient als Bindemittel in Beton und Mörtel und ist damit ein Grundbaustein für nahezu alle Bauprojekte. Transportbeton wird direkt zur Baustelle geliefert und ist auf die jeweiligen technischen Anforderungen abgestimmt, etwa hinsichtlich Festigkeit, Verarbeitung und Dauerhaftigkeit. Zusätzlich bietet der Konzern mineralische Baustoffe wie Sand und Kies an, die in Betonmischungen und als Grundlage für Straßen- und Wegebau dienen.

In den vergangenen Jahren ist der Anteil von Produkten gestiegen, die auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Dazu zählen Zementtypen mit reduziertem Klinkeranteil, optimierte Rezepturen für langlebigere Betone und Lösungen, die auf einen geringeren CO2-Fußabdruck abzielen. Solche Produkte sind insbesondere in Märkten gefragt, in denen regulatorische Rahmenbedingungen und Bauvergaben zunehmend auf Umweltkriterien achten. Für Anleger ist relevant, dass die Produktpolitik des Unternehmens sich an diese Trends anpasst und damit die Chancen in einem sich wandelnden Markt nutzt.

Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung als strategischer Schwerpunkt

Ein zentrales Thema für Zement- und Betonhersteller ist die Reduktion von CO2-Emissionen. Die Produktion von Klinker im Zementofen verursacht pro Tonne Zement traditionell hohe Emissionen, sowohl durch den Energieeinsatz als auch durch den chemischen Prozess der Kalksteinentsäuerung. Heidelberg Materials arbeitet wie andere große Baustoffkonzerne an Technologien, um diesen Fußabdruck zu verkleinern. Dazu gehören der Einsatz alternativer Brennstoffe, die Nutzung von Abwärme, die Optimierung der Produktionsprozesse und die Entwicklung von Zementrezepturen mit niedrigerem Klinkeranteil.

Darüber hinaus werden Konzepte für Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilisation (CCU) diskutiert und in Pilotprojekten erprobt. Ziel ist es, einen Teil der Prozess-Emissionen abzuscheiden und entweder zu speichern oder in anderen Anwendungen zu nutzen. Für einen Konzern mit der Größe von Heidelberg Materials können solche Projekte langfristig erheblichen Einfluss auf die Emissionsbilanz haben. Gleichzeitig erfordert diese Transformation hohe Investitionen in Technik und Infrastruktur. Für Anleger besteht ein wichtiger Vergleich darin, wie stark der Konzern seine Emissionen im Verhältnis zu früheren Jahren reduziert und welche Fortschritte bei der Einführung neuer Technologien erzielt werden.

Marktumfeld für Baustoffe in Europa und weltweit

Das Marktumfeld für Baustoffe ist stark von regionalen Konjunkturzyklen, Zinsentwicklung und staatlichen Investitionsprogrammen geprägt. In Europa wirkt sich die Entwicklung der Bauwirtschaft unmittelbar auf die Absatzmengen von Zement und Beton aus. Steigende Zinsen können die private Bautätigkeit bremsen, zugleich bleiben viele Infrastrukturprojekte über langen Zeitraum finanziert und umgesetzt. Ein Konzern wie Heidelberg Materials muss sein Werknetz und die Kapazitätsauslastung laufend an die regionale Nachfrage anpassen, um die Profitabilität zu sichern.

International ist der Wettbewerb mit anderen großen Baustoffproduzenten relevant. In Nordamerika, Asien und Teilen des Nahen Ostens treten weitere internationale und lokale Anbieter auf, die um Marktanteile ringen. Für Heidelberg Materials bedeutet dies, dass Preisdisziplin, Effizienz und die Fähigkeit zur Differenzierung über Qualität und Service entscheidend sind. Eine wichtige Kennzahl ist häufig die operative Marge im Vergleich zu anderen Branchenunternehmen: Erzielt ein Konzern über längere Zeit eine höhere Marge als ein regionaler Wettbewerber, deutet dies auf eine effizientere Kostenstruktur oder stärkere Marktposition hin.

Operative Steuerung und Effizienzprogramme

Im Baustoffsektor spielen Effizienzprogramme eine zentrale Rolle, da Energie, Logistik und Wartung einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. Heidelberg Materials setzt auf die Optimierung von Werksnetz, Transportketten und Energieeinsatz, um die Kosten pro Tonne Zement und Beton zu senken. Durch die Bündelung von Produktion an leistungsfähigen Standorten und die Anpassung an regionale Nachfrageprofile lassen sich Auslastung und Kostenstruktur beeinflussen. Dies ist notwendiger Teil der Strategie, um in einem häufig preisintensiven Wettbewerbsumfeld stabile Margen zu erzielen.

Die Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen spielt ebenfalls eine zunehmende Rolle. Durch den Einsatz von Sensorik, Datenanalysen und automatisierten Steuerungen können Produktionsparameter besser überwacht und gesteuert werden. Störungen lassen sich früher erkennen, Wartung kann vorausschauend geplant werden, und die Qualität der Produkte bleibt konstanter. Für einen großflächig operierenden Konzern wie Heidelberg Materials bieten solche Systeme das Potenzial, mit vergleichsweise moderaten Investitionen deutliche Effizienzgewinne zu erzielen.

Finanzprofil und Kennzahlenvergleich

Das Finanzprofil von Baustoffkonzernen wird häufig anhand von Kennzahlen wie Umsatz, EBITDA, EBIT, Nettoergebnis und Free Cashflow bewertet. Für Anleger bedeutsam ist, wie sich diese Größen über mehrere Jahre entwickeln und wie sie im Vergleich zur Branche ausfallen. Ein wiederkehrender Fokus liegt auf der EBITDA-Marge, die angibt, welcher Anteil des Umsatzes vor Abschreibungen als operativer Gewinn verbleibt. Liegt diese Marge stabil im oberen Bereich der Branche, spricht dies für eine starke Stellung im Markt und eine effektiv geführte Kostenbasis.

Ebenso wichtig ist die Entwicklung des Verschuldungsgrades. Baustoffkonzerne benötigen hohe Sachinvestitionen, wodurch die Bilanz traditionell kapitalintensiv ist. Analysten betrachten daher Kennzahlen wie den Verschuldungsgrad im Verhältnis zum EBITDA, um zu beurteilen, in welchem Umfang das Unternehmen finanzielle Flexibilität besitzt. Ein moderater Verschuldungsgrad gibt dem Konzern Spielraum für Investitionen in Erweiterungen, Modernisierung und CO2-reduzierende Technologien, ohne die Bilanz unverhältnismäßig zu belasten.

Langfristige Trends: Urbanisierung und Sanierung

Abseits kurzfristiger Konjunkturschwankungen prägen langfristige Trends den Baustoffmarkt. Urbanisierung, Bevölkerungswachstum in bestimmten Regionen und der Bedarf an Erhalt und Sanierung bestehender Infrastruktur führen über Jahre zu einem stetigen Materialbedarf. Während der Neubau von Gebäuden und Infrastruktur die klassische Nachfrage nach Zement und Beton formt, gewinnt die Sanierung und Modernisierung bestehender Strukturen an Gewicht. Brücken, Straßennetze, Wasserwerke und öffentliche Gebäude müssen regelmäßig instand gehalten werden, was ebenfalls zu einem dauerhaften Bedarf an Baustoffen führt.

Heidelberg Materials kann von diesen langfristigen Trends profitieren, indem es sein Netzwerk an Standorten und sein Produktangebot auf die erwarteten Nachfragemuster ausrichtet. Die Fähigkeit, in wachsenden urbanen Regionen und an zentralen Infrastrukturachsen präsent zu sein, bietet Chancen, frühe Marktanteile zu sichern. Gleichzeitig kann der Konzern durch Spezialprodukte für Sanierung und Modernisierung zusätzliche Segmente erschließen, etwa spezielle Betone für Hochleistungsbauwerke oder Instandsetzung.

Regulatorischer Rahmen und Umweltanforderungen

Die Baustoffbranche steht zunehmend unter regulatorischem Druck, insbesondere in Bezug auf Emissionen und Umweltauflagen. In Europa wirken unter anderem Emissionshandelssysteme und spezifische Gesetzgebung zur Energieeffizienz auf Zement- und Betonhersteller ein. Heidelberg Materials muss seine Anlagen und Prozesse an diese Anforderungen anpassen und zugleich wettbewerbsfähig bleiben. Investitionen in Technologie, Filteranlagen und Emissionsminderung sind notwendige Voraussetzung, um Genehmigungen zu erhalten und langfristig im Markt aktiv zu sein.

Zusätzlich fließen Umweltaspekte in die Vergabe öffentlicher Aufträge ein. Bauprojekte werden häufiger danach bewertet, wie nachhaltig die eingesetzten Materialien sind und welchen CO2-Fußabdruck sie verursachen. In diesem Kontext kann ein Konzern Vorteile besitzen, der glaubhaft darstellt, dass seine Produkte eine geringere Emissionsbilanz aufweisen oder umfassend zertifiziert sind. Für Heidelberg Materials ist es daher strategisch bedeutsam, die eigene Positionierung in Nachhaltigkeitsratings und Zertifizierungssystemen zu stärken.

Digitalisierung im Kundenkontakt

Neben der Digitalisierung der Produktion gewinnt die digitale Vernetzung mit Kunden und Partnern an Bedeutung. Bestellportale, mobile Anwendungen und digitale Liefernachweise erleichtern die Zusammenarbeit mit Bauunternehmen und Händlern. Heidelberg Materials kann durch solche Lösungen den Bestellprozess vereinfachen, Transparenz über Lieferzeiten schaffen und Kundenbindung erhöhen. Zeitkritische Baustellen profitieren von verlässlichen und transparenten Lieferketten, was die Wettbewerbsposition eines gut digitalisierten Herstellers stärkt.

Darüber hinaus bieten Daten aus Kundeninteraktionen einen Einblick in Nachfrageverläufe und Projektstrukturen. Wenn ein Konzern erkennt, welche Produktgruppen in bestimmten Regionen verstärkt nachgefragt werden, kann er sein Angebot präziser ausrichten. Das gilt sowohl für Standardprodukte als auch für Speziallösungen mit besonderen technischen Eigenschaften. Auf diese Weise kann Heidelberg Materials nicht nur effizienter liefern, sondern auch neue Marktchancen identifizieren.

Forschung und Entwicklung im Baustoffsektor

Forschung und Entwicklung spielen im Baustoffsektor eine wichtige Rolle, auch wenn die Produkte auf den ersten Blick vergleichsweise traditionell wirken. Zement- und Betonrezepturen lassen sich technisch variieren, um bestimmte Eigenschaften zu optimieren. Dazu zählen Festigkeit, Dauerhaftigkeit, Verarbeitungseigenschaften und ökologische Aspekte wie der CO2-Fußabdruck. Heidelberg Materials investiert in die Weiterentwicklung von Bindemitteln und Betonen, um sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Umweltbilanz zu verbessern.

Innovative Produkte können dem Konzern helfen, sich im Wettbewerb zu differenzieren. Wenn beispielsweise Betone entwickelt werden, die bei geringerer Zementmenge und niedrigerem Wasserbedarf vergleichbare oder bessere Eigenschaften erzielen, steigert dies Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Solche Lösungen sind insbesondere in Märkten gefragt, in denen nachhaltiges Bauen und zertifizierte Gebäude eine wachsende Rolle spielen. Für Anleger ist interessant, dass eine aktive F&E-Strategie langfristig neue Ertragsquellen eröffnen und die Position des Konzerns stärken kann.

Vergleich zum Branchendurchschnitt

Die Leistung eines Konzerns wie Heidelberg Materials lässt sich durch Vergleiche mit dem Branchendurchschnitt bei verschiedenen Kennzahlen einordnen. Dazu gehört etwa die Entwicklung des Absatzvolumens im Verhältnis zur Gesamtmarktentwicklung in einzelnen Regionen. Erzielt das Unternehmen über mehrere Jahre einen höheren Nachfragezuwachs als der Gesamtmarkt, kann dies auf eine starke Marktposition oder erfolgreiche Akquisitionsstrategie hindeuten. Ebenso relevant sind Vergleichswerte bei Margen und Renditen auf das eingesetzte Kapital.

In vielen Branchenanalysen werden Kennzahlen wie die Eigenkapitalrendite und die Rendite auf das eingesetzte Kapital als Maß für die Effizienz der Kapitalnutzung herangezogen. Liegt Heidelberg Materials hier im oberen Bereich des Branchenspektrums, spricht dies für eine effektive Kombination aus operativer Stärke und disziplinierter Investitionspolitik. Umgekehrt können niedrigere Werte deutliche Hinweise geben, an welchen Punkten Kostenstrukturen, Produktmix oder geografische Ausrichtung angepasst werden müssen.

Dividendenpolitik und Kapitalrückführung

Bautoffkonzerne sind traditionell auch als Dividendenwerte im Blick von Anlegern. Die Ausschüttungspolitik hängt von der Ertragslage, den Investitionsanforderungen und der Bilanzstruktur ab. Heidelberg Materials orientiert sich daran, eine verlässliche Ausschüttung mit der notwendigen finanziellen Flexibilität für Investitionen zu verbinden. Eine konstante oder langsam wachsende Dividende kann für Anleger ein wichtiges Signal sein, dass der Konzern auf eine nachhaltige Ertragsbasis setzt und nicht kurzfristig schwankende Ergebnisse in überhöhte Ausschüttungen übersetzt.

Kapitalrückführungen über Aktienrückkäufe kommen im Baustoffsektor ebenfalls vor, sind jedoch meist abhängig von der Bilanzlage und der Einschätzung des Managements zur Bewertung der eigenen Aktie. Wenn ein Konzern Rückkäufe durchführt, kann dies aus Sicht von Anlegern ein Hinweis darauf sein, dass das Management die Bewertung als attraktiv einschätzt oder überschüssige Liquidität nicht unmittelbar in andere Projekte investieren möchte. Auch hier ist der Vergleich mit Branchenpraktiken wichtig, um die Kapitalstruktur und Ausschüttungspolitik einzuordnen.

Risikofaktoren im Baustoffgeschäft

Das Geschäftsmodell von Heidelberg Materials ist mit verschiedenen Risiken verbunden, die sich aus Konjunkturzyklen, Kostenentwicklungen und regulatorischen Rahmenbedingungen ergeben. Konjunkturelle Schwächen können die Nachfrage nach Baustoffen verringern, insbesondere im privaten Wohnungsbau oder in gewerblichen Projekten. Zudem können starke Ausschläge bei Energie- und Rohstoffpreisen die Kostenbasis beeinflussen. Zementproduktion ist energieintensiv, und Preissprünge bei Brennstoffen oder Strom wirken sich direkt auf die Margen aus.

Wechselkursrisiken sind ebenfalls relevant, da der Konzern in zahlreichen Währungsräumen aktiv ist. Veränderungen in Wechselkursen können die in Euro berichteten Ergebnisse und die bilanzielle Bewertung ausländischer Vermögenswerte beeinflussen. Hinzu kommen politische Risiken in bestimmten Regionen, in denen Infrastrukturprogramme verzögert oder Bauaktivitäten durch politische Unsicherheiten beeinträchtigt werden können. Für Anleger ist es wichtig, diese Faktoren bei der Bewertung des Risikoprofils zu berücksichtigen.

Chancen durch Transformation und Innovation

Gleichzeitig bieten die beschriebenen Entwicklungen erhebliche Chancen. Die Transformation hin zu CO2-ärmeren oder CO2-neutralen Baustoffen eröffnet neuen Märkten und kann bestehende Märkte neu strukturieren. Konzerne, die frühzeitig in entsprechende Technologien investieren und marktreife Produkte anbieten, können sich Wettbewerbsvorteile sichern. Heidelberg Materials ist in einem Umfeld tätig, in dem Bauherren, Projektentwickler und öffentliche Auftraggeber zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit legen und entsprechende Vorgaben in Ausschreibungen verankern.

Innovation in Produkten, Prozessen und Dienstleistungen kann somit nicht nur bestehende Geschäftsbereiche stabilisieren, sondern auch neue Wachstumsfelder erschließen. Dazu zählen beispielsweise spezielle Betone für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte, Lösungen für energieeffizientes Bauen oder Dienstleistungen rund um die Optimierung von Bauprozessen. Wenn es gelingt, solche Angebote erfolgreich im Markt zu platzieren, können sie über die Zeit einen wachsenden Anteil am Gesamtumsatz einnehmen.

Relevanz der Heidelberg-Materials-Aktie im europäischen Markt

Die Heidelberg-Materials-Aktie ist im europäischen Börsenumfeld ein bedeutender Industriewert, der den Baustoffsektor repräsentiert. Anleger, die auf Infrastruktur, Wohnungsbau und industrielle Bauaktivität setzen, berücksichtigen den Titel häufig in ihren Portfolios. Die Aktie reflektiert zugleich die Kombination aus traditionellen Industrieprozessen und moderner Transformationsagenda hin zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Diese Mischung macht den Wert für langfristig orientierte Anleger besonders interessant.

In der Gesamtsicht steht Heidelberg Materials für ein Unternehmen, das in einem etablierten, aber sich wandelnden Markt agiert. Die nachhaltige Positionierung, die Arbeit an Emissionsreduktion und die Weiterentwicklung des Produktportfolios sind zentrale Aspekte, die über die Jahre an Bedeutung gewonnen haben. Für Anleger ist es entscheidend zu beobachten, wie gut der Konzern seine strategischen Projekte umsetzt und gleichzeitig seine finanzielle Stabilität bewahrt.

Zement als Kernprodukt von Heidelberg Materials

Zement ist das zentrale Produkt im Portfolio von Heidelberg Materials. Als Bindemittel in Beton und Mörtel bildet Zement die Grundlage für eine enorme Bandbreite an Bauprojekten. Das Unternehmen produziert verschiedene Zementtypen, die sich in Zusammensetzung und Eigenschaften unterscheiden. Diese Vielfalt erlaubt es, unterschiedliche Anforderungen von Bauprojekten zu bedienen, von Standardbauwerken bis hin zu spezialisierten Anwendungen im Hoch- und Tiefbau.

Im Zementgeschäft sind technologische und chemische Optimierungen entscheidend, um Leistung und Umweltbilanz zu verbessern. Heidelberg Materials arbeitet kontinuierlich daran, Rezepturen anzupassen, neue Zusatzstoffe zu nutzen und den Klinkeranteil zu reduzieren. Die Entwicklung von Zementen mit niedrigerem CO2-Ausstoß steht dabei im Fokus. Dieser Produktbereich ist für den Konzern nicht nur durch Volumen, sondern auch durch die Rolle bei der Dekarbonisierung des Bauens von zentraler Bedeutung.

Die Heidelberg-Materials-Aktie im Überblick

Die Heidelberg-Materials-Aktie ist ein klassischer Industriewert mit Bezug zum Baustoffsektor und spiegelt die Mischung aus konjunktursensitiver Nachfrage und langfristigen Infrastrukturtrends wider. Für Anleger bietet der Titel Einblick in die Entwicklung eines globalen Baustoffkonzerns, der sich an neue Umweltstandards und Marktanforderungen anpasst. Die langfristige Perspektive ist geprägt von urbanem Wachstum, Sanierungsbedarf und der Transformation hin zu nachhaltigeren Baumaterialien.

Heidelberg Materials - Stammdaten zur Aktie

  • Unternehmen: Heidelberg Materials AG
  • ISIN: DE0006047004
  • Ticker: HEI
  • Handelsplatz: Xetra
  • Sektor / Branche: Baustoffe / Zement und Beton
  • Indexzugehörigkeit: DAX
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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