Heidelberg Materials, DE0006047004

Die Heidelberg-Materials-Aktie bleibt vom starken Baustoffgeschäft gestützt

Veröffentlicht am: 12.07.2026 um 13:08 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Heidelberg-Materials-Aktie steht als DAX-Wert für einen global aufgestellten Baustoffkonzern, dessen Zement- und Betonaktivitäten von langfristigen Infrastruktur- und Wohnungsbauprojekten getragen werden. Für Anleger sind Margen, Schulden und Investitionen in CO2-arme Technologien zentral.

Heidelberg Materials, DE0006047004, Illustration mit AI erstellt.
Heidelberg Materials, DE0006047004, Illustration mit AI erstellt.

Die Heidelberg Materials-Aktie (ISIN DE0006047004) steht für einen der weltweit größten Baustoffkonzerne mit Schwerpunkt Zement, Beton und Zuschlagstoffe und ist im DAX gelistet, was ihr eine prominente Stellung am deutschen Kapitalmarkt sichert. Der Konzern profitiert von anhaltenden Infrastruktur- und Wohnungsbauprojekten, die eine stabile Nachfrage nach Zement und Beton schaffen und das Geschäftsmodell nachhaltig stützen. Für Anleger zählen dabei vor allem operative Marge, Cashflow und die finanzielle Flexibilität bei gleichzeitig hohen Investitionen in klimafreundliche Technologien.

Globaler Baustoffkonzern mit DAX-Verankerung

Heidelberg Materials ist als multinationaler Baustoffproduzent in zahlreichen Ländern tätig und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Zementproduktion über Transportbeton bis hin zu Gesteinskörnungen ab. Die Aufnahme in den DAX unterstreicht die Bedeutung des Unternehmens für den deutschen Aktienmarkt und signalisiert eine hohe Marktkapitalisierung sowie eine breite Anlegerbasis. Dadurch ist die Heidelberg-Materials-Aktie für viele institutionelle und private Investoren ein Kernwert im deutschen Industrie- und Baustoffsektor. Die Präsenz in einem Leitindex erhöht zugleich die Sichtbarkeit in passiven Anlagevehikeln wie Indexfonds und ETFs, was das Handelsvolumen und die Marktliquidität fördert.

Mit Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika, Asien und anderen Regionen verteilt Heidelberg Materials seine Nachfragebasis auf verschiedene konjunkturelle Zyklen und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Diese geografische Diversifikation hilft, regionale Schwächen auszugleichen und erlaubt es, von Wachstumsphasen in aufstrebenden Volkswirtschaften zu profitieren. Für die Heidelberg-Materials-Aktie bedeutet dies, dass Umsatz- und Ergebnisströme nicht nur von einem heimischen Markt abhängen, sondern von einer globalen Nachfrage nach Baustoffen geprägt werden.

Schwerpunkt Zement, Beton und Zuschlagstoffe

Das Geschäftsmodell von Heidelberg Materials ist stark auf die Produktion von Zement, Transportbeton und Gesteinskörnungen fokussiert, die als Grundpfeiler moderner Infrastruktur gelten. Zement bildet dabei die Basis für Beton, der in nahezu allen Hoch- und Tiefbauprojekten eingesetzt wird. Die Heidelberg-Materials-Aktie spiegelt somit die Entwicklung der weltweiten Bauaktivität wider, insbesondere im Bereich öffentlicher Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Tunnel und Energieprojekte, aber auch beim Wohnungsbau. Langfristig angelegte Projekte führen häufig zu mehrjährigen Lieferverträgen, die eine gewisse Planbarkeit von Volumen und Kapazitätsauslastung schaffen.

Im Zementgeschäft ist die Kapazitätsauslastung der Werke entscheidend für die Profitabilität, da hohe Fixkosten anfallen und die Margen stark von der Auslastung der Produktion abhängen. Für Anleger, die die Heidelberg-Materials-Aktie beobachten, ist daher die Entwicklung der Auslastung und der Absatzmengen ein wesentlicher Indikator. Steigende Absatzvolumina bei stabilen oder verbesserten Preisen können zu einer Ausweitung der Marge führen, während schwächelnde Nachfrage insbesondere in zyklischen Abschwüngen die Rentabilität dämpfen kann. Die Fähigkeit des Konzerns, in unterschiedlichen Marktphasen Preisdisziplin zu wahren, wirkt sich direkt auf das Ergebnis je Aktie aus.

Der Bereich Transportbeton ergänzt das Zementgeschäft und ermöglicht Heidelberg Materials, komplette Lösungen aus einer Hand anzubieten. Beton wird oftmals projektbezogen geliefert, wodurch regionale Präsenz und Logistikkompetenz zentrale Wettbewerbsvorteile darstellen. Die Heidelberg-Materials-Aktie profitiert davon, dass sich das Unternehmen in vielen Märkten mit einem dichten Netz von Betonwerken und Lieferlogistik positioniert hat. Das Zusammenspiel von Zementproduktion und Betonlieferungen stärkt die Kundenbindung, da Bauunternehmen und öffentliche Auftraggeber alle relevanten Baustoffe über einen integrierten Anbieter beziehen können.

Langfristige Nachfrage durch Infrastruktur und Wohnungsbau

Die Nachfragetreiber für Zement und Beton sind langfristige Infrastruktur- und Wohnungsbauprogramme, die häufig über Jahre oder Jahrzehnte laufen. Staatliche Investitionen in Verkehr, Energie und öffentliche Gebäude sowie private Immobilienprojekte sorgen für permanente Baustoffnachfrage. Die Heidelberg-Materials-Aktie steht stellvertretend für diesen Trend, da der Konzern in vielen Märkten ein wichtiger Lieferant für großvolumige Infrastrukturprojekte ist. Insbesondere in urbanen Räumen mit wachsender Bevölkerung steigt der Bedarf an Wohnraum, Verkehrswege und Versorgungsinfrastruktur, was den Einsatz von Beton und Zement unverzichtbar macht.

In der Einordnung des Geschäftsmodells spielt die zeitliche Entkopplung von Konjunkturschwankungen und Baustoffnachfrage eine Rolle. Große Infrastrukturprojekte werden häufig unabhängig von kurzfristigen Wirtschaftsschwankungen umgesetzt, da sie langfristige politische und gesellschaftliche Ziele adressieren. Für Anleger kann die Heidelberg-Materials-Aktie dadurch einen gewissen Puffer gegenüber konjunkturellen Ausschlägen bieten, weil die Nachfrage nicht ausschließlich vom kurzfristigen Konsumverhalten abhängt. Gleichzeitig reagiert der Wohnungsbau stärker auf Zinsen und Einkommensentwicklung, wodurch Zement- und Betonabsatz in bestimmten Segmenten sensibler gegenüber Zinszyklen sein kann.

Ein quantifizierbarer Vergleich verdeutlicht die Bedeutung von Baustoffen gegenüber anderen Industrieprodukten: In einem typischen Großstadt-Infrastrukturprojekt mit mehreren Milliarden Euro Volumen können Materialkosten für Beton und Zement einen zweistelligen Prozentanteil der Gesamtinvestition ausmachen, während spezialisierte Komponenten oft nur einen kleineren Anteil belegen. Für ein typisches Bauprojekt mit einem Volumen von einer Milliarde Euro bedeutet ein Baustoffanteil von zum Beispiel 15 bis 25 Prozent, dass 150 bis 250 Millionen Euro direkt in Baustoffe fließen. Solche Größenordnungen zeigen, warum ein umfassender Baustoffproduzent wie Heidelberg Materials als zentraler Partner in der Planung und Umsetzung komplexer Bauvorhaben fungiert.

CO2-Reduktion als strategischer Schwerpunkt

Zementproduktion ist traditionell mit hohen CO2-Emissionen verbunden, sodass der Klimaschutz und regulatorische Vorgaben zunehmend das Geschäftsmodell prägen. Heidelberg Materials hat Klimastrategien entwickelt, um Emissionen schrittweise zu senken und CO2-ärmere Produkte auf den Markt zu bringen. Für die Heidelberg-Materials-Aktie ist die Entwicklung der CO2-Intensität je Tonne Zement ein wichtiger ESG-Indikator, da Investoren Nachhaltigkeitskennzahlen verstärkt in ihre Anlageentscheidungen einbeziehen. CO2-Kosten über Emissionshandelssysteme und nationale Klimasteuern wirken direkt auf die Produktionskosten und die Profitabilität der Werke.

Ein konkreter Vergleich verdeutlicht die Relevanz von Emissionsminderung: Wenn beispielsweise ein traditionelles Zementwerk pro Tonne Zement einen CO2-Ausstoß im Bereich von mehreren hundert Kilogramm und entsprechende Zertifikatskosten trägt, kann eine Verbesserung der Emissionsbilanz um zehn bis zwanzig Prozent zu spürbaren Einsparungen bei Emissionszertifikaten führen. Bei Produktionsmengen im hohen Millionen-Tonnen-Bereich summieren sich relativ kleine Verbesserungen je Tonne zu einem erheblichen wirtschaftlichen Effekt. Für die Heidelberg-Materials-Aktie ist dies bedeutsam, weil Investoren zunehmend auch den Beitrag zur Erreichung von Klimazielen bewerten und Unternehmen mit konsistenten Dekarbonisierungsstrategien bevorzugen.

Die Entwicklung von CO2-armen oder CO2-reduzierten Zement- und Betonprodukten erweitert zugleich das Angebotsspektrum des Konzerns. Bauherren und öffentliche Auftraggeber verlangen zunehmend Nachweise über den CO2-Fußabdruck von Bauprojekten, was zu einer Nachfrage nach zertifizierten umweltfreundlichen Baustoffen führt. Heidelberg Materials kann sich hier mit innovativen Produkten eine Differenzierung gegenüber Wettbewerbern erarbeiten. Dies hat auch eine strategische Dimension für die Heidelberg-Materials-Aktie, da Unternehmen mit glaubwürdiger Klimastrategie potenziell Zugang zu grünen Finanzierungsmitteln und nachhaltigkeitsorientierten Investorenkreisen erhalten.

Finanzkennzahlen, Verschuldung und Investitionen

Für Anleger, die die Heidelberg-Materials-Aktie bewerten, sind klassische Finanzkennzahlen wie Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Ergebnis je Aktie zentrale Orientierungsgrößen. Ebenso wichtig ist das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, das die Hebelwirkung des Unternehmens widerspiegelt. Baustoffkonzerne wie Heidelberg Materials kombinieren kapitalintensive Produktionsanlagen mit laufenden Investitionen in Wartung, Kapazitätsanpassungen und neue Technologien, was die Schuldenstruktur und die Zinslast relevant macht. Eine moderate Verschuldung im Verhältnis zum operativen Ergebnis stärkt die Widerstandsfähigkeit in konjunkturellen Schwächephasen.

Bei der Einordnung hilft eine quantifizierte Betrachtung: Liegt das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA beispielsweise bei Größenordnungen um den Bereich von zwei, signalisiert dies in der Regel einen moderaten Finanzierungseinsatz, während deutlich höhere Werte auf eine stärkere Abhängigkeit von Fremdkapital hinweisen würden. Ein Verhältnis, das im Zeitablauf reduziert wird, zeigt, dass operative Erträge genutzt werden, um Schulden abzubauen und die Bilanz zu stärken. Dies kann sich positiv auf die Wahrnehmung der Heidelberg-Materials-Aktie auswirken, weil sinkende Verschuldungsspielräume mehr Investitionsfreiheit und höhere finanzielle Stabilität bedeuten.

Parallel dazu sind Investitionen in Sachanlagen und Technologien ein wesentlicher Bestandteil der langfristigen Strategie. Heidelberg Materials muss kontinuierlich in neue Produktionsverfahren, effizientere Ofentechnik, alternative Brennstoffe und digitale Steuerungssysteme investieren, um Kosten zu senken und Emissionen zu reduzieren. Für die Aktie ist relevant, wie sich Investitionsvolumen, Abschreibungen und operative Cashflows zueinander verhalten. Ein nachhaltiger freier Cashflow nach Investitionen ist die Grundlage für Dividendenzahlungen und mögliche Aktienrückkäufe, die den Shareholder-Return prägen.

Dividendenpolitik und Renditeperspektive

Dividenden spielen im Baustoffsektor traditionell eine wichtige Rolle, da reife Geschäftsmodelle mit relativ stabilen Cashflows häufig regelmäßige Ausschüttungen erlauben. Auch bei der Heidelberg-Materials-Aktie ist die Dividendenpolitik für einkommensorientierte Anleger von Bedeutung. Ein stetiges oder moderat wachsendes Dividendenniveau signalisiert Vertrauen des Managements in die Ertragskraft und die Planbarkeit der Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig müssen Ausschüttungen mit den Anforderungen an Investitionen und Schuldenabbau ausbalanciert werden.

Eine quantifizierte Perspektive ergibt sich aus der Dividendenrendite, die das Verhältnis der jährlichen Dividende zum Aktienkurs misst. Liegt diese Rendite etwa im Bereich mehrerer Prozent, kann dies für Anleger eine attraktive laufende Ertragskomponente darstellen, insbesondere im Vergleich zu verzinslichen Anlagen mit niedrigen Nominalzinsen. Die Heidelberg-Materials-Aktie bewegt sich typischerweise in einem Renditeband, das im Baustoffsektor üblich ist, wobei die konkrete Höhe von Gewinnsituation, Ausschüttungsquote und Kursniveau abhängt. Für Investoren ist dabei entscheidend, dass die Dividende durch operative Ergebnisse gedeckt ist und nicht aus einmaligen Effekten finanziert wird.

Die Ausschüttungsquote, also der Anteil des Gewinns, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird, bildet eine weitere Kennzahl zur Einordnung der Dividendenpolitik. Eine moderate Quote lässt Raum für Reinvestitionen und Schuldenabbau, während sehr hohe Quoten die Flexibilität des Unternehmens einschränken könnten. Heidelberg Materials befindet sich als kapitalintensives Unternehmen in einem Spannungsfeld zwischen Ausschüttungen und Investitionsbedarf, was die Gestaltung der Dividendenpolitik zu einer strategischen Entscheidung macht, die direkte Auswirkungen auf den Wert der Heidelberg-Materials-Aktie hat.

Wettbewerbsumfeld und Peer-Vergleich

Heidelberg Materials agiert in einem globalen Wettbewerb mit anderen großen Baustoffproduzenten, die ebenfalls Zement, Beton und Gesteinskörnungen anbieten. Aus Anlegerperspektive wird die Heidelberg-Materials-Aktie häufig im Kontext internationaler Peers betrachtet, die ähnliche Geschäftsmodelle verfolgen. Im Vergleich zu Wettbewerbern kommt es darauf an, wie effizient Werke betrieben werden, wie stark regionale Marktpositionen ausgeprägt sind und welche Fortschritte bei der Dekarbonisierung erzielt werden. Margen, Cashflows und Kapitalrenditen bilden zentrale Kennzahlen, an denen sich die Wettbewerbsfähigkeit ablesen lässt.

Ein quantitativer Peer-Vergleich kann zum Beispiel Kennzahlen wie das Verhältnis von EBIT-Marge und Kapitalrendite gegenüber dem Durchschnitt eines Baustoffsektors heranziehen. Liegt die EBIT-Marge von Heidelberg Materials im Bereich oder über dem sektoralen Mittelwert, deutet dies auf eine konkurrenzfähige Kostenstruktur und Preisgestaltung hin. Weicht sie deutlich nach unten ab, müssen Anleger prüfen, ob strukturelle Faktoren, temporäre Belastungen oder besondere Investitionsphasen vorliegen. Die Heidelberg-Materials-Aktie wird damit zum Spiegel der operativen Stärke und der Fähigkeit, im Wettbewerb langfristig profitabel zu agieren.

Darüber hinaus spielt die regionale Mix-Strategie eine Rolle, bei der der Konzern seine Präsenz in Märkten mit unterschiedlichen Wachstumsprofilen ausbalanciert. Während reife Märkte in Europa und Nordamerika eher moderate Wachstumsraten aufweisen, können aufstrebende Volkswirtschaften höhere Zuwächse bei Zement- und Betonverbrauch verzeichnen. Die Heidelberg-Materials-Aktie reflektiert diese Mischung, da der Konzern seine Kapazitäten und Investitionsschwerpunkte im Zeitverlauf an die geographischen Nachfragechancen und regulatorischen Rahmenbedingungen anpasst.

Digitalisierung und Effizienzprogramme

Neben klassischen Faktoren wie Kapazitätsauslastung und Energieeffizienz gewinnt Digitalisierung im Baustoffsektor an Gewicht. Heidelberg Materials setzt digitale Systeme und Datenanalysen ein, um Produktionsabläufe, Wartungszyklen und Logistikketten zu optimieren. Für die Heidelberg-Materials-Aktie ist die Umsetzung solcher Effizienzprogramme wichtig, weil sie dazu beitragen kann, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Digitalisierte Steuerungen in Zementwerken, vorausschauende Wartung und optimierte Transportplanung führen zu geringeren Ausfallzeiten und effizientem Ressourceneinsatz.

Ein quantifizierbares Beispiel: Werden durch digitale Optimierung und vorausschauende Wartung Stillstandszeiten und Energieverbrauch in Produktionsanlagen um einige Prozent reduziert, kann dies im Zusammenspiel mit hohen Produktionsvolumina eine messbare Einsparung bei Betriebskosten und Energieaufwand bewirken. Die Hebelwirkung entsteht dadurch, dass Zementproduktion energieintensiv ist und selbst kleine Effizienzgewinne bei großen Mengen einen erheblichen Effekt haben. Für Anleger signalisiert die Heidelberg-Materials-Aktie mit einer klaren Digitalisierungsstrategie, dass der Konzern aktiv an der Verbesserung seiner Kostenstruktur arbeitet.

Digitale Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten, etwa bei der Bestellung von Betonlieferungen oder der Planung von Baustellenlogistik, erhöhen zudem die Servicequalität und können die Kundenbindung stärken. Wenn Bauunternehmen über digitale Plattformen Zement und Beton disponieren und Lieferstatus in Echtzeit verfolgen, wird die Zusammenarbeit effizienter und transparenter. Die Fähigkeit von Heidelberg Materials, solche digitalen Angebote bereitzustellen, fließt mittelbar in die Bewertung der Heidelberg-Materials-Aktie ein, da moderne, kundenorientierte Prozesse im Markt zunehmend erwartet werden.

Nachhaltige Finanzierung und ESG-Relevanz

Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) sind für viele Investoren fester Bestandteil der Anlageentscheidung. Die Heidelberg-Materials-Aktie wird daher nicht nur nach klassischen Finanzkennzahlen, sondern auch nach Umwelt- und Sozialaspekten betrachtet. Der Konzern ist in einem Sektor tätig, in dem Umweltbelastungen traditionell hoch sind, weshalb glaubwürdige Strategien zur Emissionsreduktion und Ressourcenschonung besonders aufmerksam verfolgt werden. Dazu gehören Investitionen in alternative Brennstoffe, die Nutzung von Recyclingmaterialien und die Entwicklung von CO2-optimierten Produkten.

Finanzierungsinstrumente wie grüne Anleihen oder nachhaltigkeitsgebundene Kredite können Heidelberg Materials zusätzliche Spielräume eröffnen, wenn definierte Emissions- oder Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. Für die Heidelberg-Materials-Aktie ist dies insofern relevant, als günstige Finanzierungskonditionen bei Erfüllung von ESG-Kennzahlen den finanziellen Spielraum erweitern und Investitionsprojekte erleichtern können. Eine konsequente ESG-Ausrichtung kann zudem die Attraktivität für institutionelle Investoren erhöhen, die ihre Portfolios entlang nachhaltiger Kriterien ausrichten.

Ein quantifizierter Vergleich zeigt die wachsende Bedeutung von ESG: Verschiedene nachhaltigkeitsorientierte Fonds legen Mindestanforderungen an CO2-Intensität, Governance-Strukturen oder Arbeitssicherheit fest, bevor sie Aktien eines Unternehmens aufnehmen. Erfüllt Heidelberg Materials definierte Schwellenwerte, kann die Heidelberg-Materials-Aktie Zugang zu einer zusätzlichen Gruppe von Investoren erhalten, was langfristig die Nachfrage nach der Aktie stützen und die Marktbreite erhöhen könnte.

Repräsentatives Produkt: Zement von Heidelberg Materials

Zement als Kernprodukt von Heidelberg Materials ist ein feinkörniger Baustoff, der mit Wasser zu einem Bindemittel reagiert und zusammen mit Zuschlagstoffen wie Sand und Kies Beton bildet. Zementprodukte des Konzerns kommen in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz, darunter Hochhäuser, Brücken, Straßen, Tunnel, Wasserbauwerke und industrielle Anlagen. Die Leistungsfähigkeit des Zements, seine Festigkeitseigenschaften und die Verarbeitbarkeit auf der Baustelle sind zentrale Kriterien, nach denen Bauunternehmen und Auftraggeber entscheiden.

Heidelberg Materials bietet unterschiedliche Zementsorten an, die auf verschiedene Einsatzbereiche und klimatische Bedingungen abgestimmt sind. Dazu zählen Standardzement für typische Betonbauwerke, Spezialzement mit hoher Frühfestigkeit für Projekte mit kurzen Bauzeiten oder spezielle Bindemittel für anspruchsvolle Anwendungen im Ingenieurbau. Die Produktpalette wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Anforderungen an Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Umweltverträglichkeit zu erfüllen. Zementprodukte stehen damit im Zentrum der Wertschöpfung, und ihre Leistungsfähigkeit prägt die Wettbewerbsposition des Konzerns im Baustoffmarkt.

Die Heidelberg-Materials-Aktie als Industriewert

Als DAX-Mitglied und globaler Baustoffproduzent nimmt Heidelberg Materials eine wichtige Rolle im deutschen Industriebereich ein. Die Heidelberg-Materials-Aktie wird häufig im Rahmen industrieller und zyklischer Anlagestrategien betrachtet, da Baustoffnachfrage eng mit Bauaktivität und Infrastrukturinvestitionen verbunden ist. Die Kombination aus globaler Präsenz, kapitalintensivem Geschäft und langfristigen Infrastrukturtrends macht die Aktie für Anleger interessant, die Industrie- und Sachwertorientierung suchen.

Der Kurs der Heidelberg-Materials-Aktie spiegelt jeweils die Erwartungen des Marktes an zukünftige Gewinne, Investitionsprogramme und Emissionsstrategien wider. Bewegungen im Kurs entstehen aus einem Zusammenspiel von Fundamentaldaten, Marktstimmung und sektorspezifischen Faktoren wie Energiepreisen oder Emissionskosten. Die Notierung erfolgt unter anderem an Xetra in Euro; für die Marktkapitalisierung sind die Anzahl ausstehender Aktien und der aktuelle Kurs entscheidend. Da Baustoffunternehmen häufig hohe Sachanlagen besitzen, wird die Bewertung auch im Verhältnis zu Buchwerten, Kapitalrenditen und erwarteten Cashflows betrachtet.

Fakten zur Heidelberg-Materials-Aktie

  • Unternehmen: Heidelberg Materials AG
  • ISIN: DE0006047004
  • WKN: 604700
  • Ticker: HEI
  • Handelsplatz: Xetra
  • Kurs (Stand 12.07.2026, 11:00 Uhr): 80,00 EUR
  • Marktkapitalisierung: 15,0 Mrd. EUR (Stand 12.07.2026)
  • Sektor / Branche: Baustoffe / Zement, Beton, Zuschlagstoffe
  • Indexzugehörigkeit: DAX
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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