New York Schluss: Zinshoffnungen treiben die Tech-Werte an
24.11.2025 - 22:28:00 | dpa.deAls Auslöser galten entsprechende ĂuĂerungen von Notenbankern. Sowohl der Fed-Gouverneur Christopher Waller als auch die PrĂ€sidentin der Fed von San Francisco, Mary Daly, hatten UnterstĂŒtzung fĂŒr eine Zinssenkung im Dezember signalisiert. Bereits am Freitag hatte der New Yorker Fed-Offiziellen John Williams angedeutet, dass angesichts der SchwĂ€che des Arbeitsmarktes eine kurzfristige Zinssenkung weiterhin möglich sei.
Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 gewann 2,61 Prozent auf 24.871,46 ZĂ€hler. Technologieaktien waren in der Vorwoche unter Druck geraten, nachdem sich Sorgen vor hohen Bewertungen breit gemacht hatten. Belastend hatten auch Zweifel gewirkt, ob sich die teils schuldenfinanzierten Investitionen in KĂŒnstliche Intelligenz (KI) langfristig rentieren.
FĂŒr den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es am Montag um 1,55 Prozent auf 6.705,12 Punkte nach oben. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 legte um 0,44 Prozent auf 46.448,27 ZĂ€hler zu.
Alle drei Indizes liegen seit Monatsbeginn gerechnet in Minus. Nach Ansicht der Berenberg Bank handelt es sich dabei um einen gesunden RĂŒcksetzer: "Eine Korrektur war aus unserer Sicht ĂŒberfĂ€llig und rein technischer Natur." Nun richte sich die Aufmerksamkeit wieder auf den umstrittenen 28-Punkte-Plan von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr die Ukraine. Vertreter der USA und der Ukraine haben bei GesprĂ€chen in Genf einen verbesserten Entwurf fĂŒr einen Friedensplan erstellt.
Stark im Fokus blieb das Wettrennen zwischen den Vereinigten Staaten und China im Bereich der KĂŒnstlichen Intelligenz. Die in New York notierten Aktien des chinesischen Internetkonzerns Alibaba KYG017191142 kletterten um 5,1 Prozent nach oben. Das umbenannte KI-Tool "Qwen" des Konzers hatte in der ersten Woche nach seiner Veröffentlichung zehn Millionen Downloads erreicht.
Die Papiere des Google-Mutterkonzerns Alphabet US02079K3059 gingen nach der Pause am Freitag wieder auf Rekordjagd und zogen um 6,3 Prozent an. BegrĂŒndet wurde dies mit anhaltendem Optimismus hinsichtlich der neuesten Version seines KI-Modells Gemini.
Auch Pharmaaktien waren stark gefragt. So gewannen Bristol Myers Squibb US1101221083 3,3 Prozent, nachdem der deutsche Wettbewerber Bayer DE000BAY0017 positive Studienergebnisse fĂŒr ein Medikament zur SchlaganfallprĂ€vention bekannt gegeben hatte. Analysten sehen darin positive Signale auch fĂŒr Bristols PrĂŒfprĂ€parat Milvexian.
An der Dow-Spitze legten die Anteilscheine von Merck & Co US58933Y1055 um 2,7 Prozent zu. Sie profitierten von einer Hochstufung durch die Bank Wells Fargo. Analyst Mohit Bansal sieht fĂŒr das Unternehmen eine Zukunft, die ĂŒber sein Blockbuster-Krebsmedikament Keytruda hinausgeht./la/he
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
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