Die HPQ-Aktie hält sich nach solider Nachfrage im PC-Geschäft stabil
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 07:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
HP Inc. (ISIN US42824C1099) hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 53,7 Milliarden US-Dollar erzielt und damit zwar weniger als im Vorjahr, aber weiterhin eine beachtliche Größenordnung im PC- und Druckermarkt erreicht. Laut den veröffentlichten Jahreszahlen für das per 31.10.2023 beendete Geschäftsjahr lag der ausgewiesene Gewinn bei etwa 3,3 Milliarden US-Dollar, was den Fokus des Konzerns auf Profitabilität und Free Cashflow unterstreicht. Für die HPQ-Aktie sind diese Kennzahlen zentral, weil sie die Grundlage für Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe bilden, die auf US-Plattformen als wesentliche Renditekomponenten hervorgehoben werden.
HPQ-Aktie: Umsatzmix aus PCs und Druckern
HP Inc. erzielt einen großen Teil seiner Erlöse im Segment Personal Systems, also mit Notebooks, Desktop-PCs und Workstations, während der Rest aus dem Druckergeschäft stammt. Für das Geschäftsjahr 2023 wird in Finanzportalen berichtet, dass der PC-nahe Bereich bei rund zwei Dritteln des Konzernumsatzes liegt und damit mehr als 30 Milliarden US-Dollar beiträgt. Das Druckergeschäft steuert demnach etwas weniger als ein Drittel bei, was in der Größenordnung von gut 15 Milliarden US-Dollar Umsatz per Geschäftsjahr 2023 liegt und die Bedeutung von Tinten- und Toner-Verbrauchsmaterialien für wiederkehrende Erträge betont. Im Vorjahr 2022 lag der Konzernumsatz nach diesen Angaben deutlich über 60 Milliarden US-Dollar, sodass sich 2023 ein Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ergab, der vor allem auf eine Normalisierung der PC-Nachfrage nach dem Pandemie-Boom zurückgeführt wird.
Die Profitabilität ist für HP Inc. ein wichtiger Steuerungsparameter. In den veröffentlichten Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 wird eine operative Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich genannt, während der Free Cashflow im Milliardenbereich lag. Damit unterstreicht das Management, dass trotz des Umsatzrückgangs im Vergleich zu 2022 weiterhin ausreichend Mittel für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen. Anleger achten dabei besonders auf das Verhältnis von freiem Cashflow zum Gewinn, weil dies ein Indikator für die Qualität der Erträge der HPQ-Aktie ist.
Gewinn je Aktie und Vergleich zum Vorjahr
Beim Gewinn je Aktie (Earnings per Share, EPS) werden für das Geschäftsjahr 2023 in den Berichtsunterlagen von HP Inc. bereinigte Werte (Non-GAAP) im Bereich von rund 3,30 bis 3,40 US-Dollar genannt. Im vorherigen Geschäftsjahr 2022 lag der vergleichbare bereinigte EPS-Wert nach Angaben aus Analystenkommentaren im Bereich von knapp 4,10 US-Dollar, sodass sich ein Rückgang um grob 0,70 bis 0,80 US-Dollar je Aktie ergab. Dieser prozentuale Rückgang im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich spiegelt die schwächere PC-Nachfrage und den erhöhten Kosten- und Wettbewerbsdruck wider. Gleichwohl lagen die 2023 erzielten Werte innerhalb der vom Unternehmen ausgegebenen Zielspanne für das Gesamtjahr, was am Markt als Zeichen für eine konservative und belastbare Prognosepolitik gewertet wurde.
Der Blick auf die Dividende ergänzt das Bild. Laut öffentlich zugänglichen Dividendendaten hat HP Inc. im Geschäftsjahr 2023 eine jährliche Ausschüttung von knapp 1,10 US-Dollar je Aktie vorgenommen. Damit ergibt sich, bezogen auf Kursniveaus im Bereich von etwas über 30 US-Dollar, eine Dividendenrendite im Bereich von rund 3 bis 4 Prozent. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ist die Dividende damit leicht erhöht worden, was ein positives Signal zur Ausschüttungskontinuität der HPQ-Aktie darstellt. Zusammen mit laufenden Aktienrückkäufen wird der Anteil der an Aktionäre zurückgeführten Mittel weiter gestärkt, was viele institutionelle Investoren als wichtigen Bestandteil der Gesamtrendite betrachten.
Ausblick und nächste Berichtstermine im Fokus
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat HP Inc. in seinen Prognosen eine Spanne für den bereinigten Gewinn je Aktie genannt, die sich grob im Bereich des Vorjahreswertes bewegt. Analystenkommentare verweisen darauf, dass das Management ein EPS-Zielband im niedrigen einstelligen Wachstum gegenüber 2023 anstrebt, also einen Zuwachs um wenige Prozentpunkte. Entscheidend ist dabei, wie stark die Nachfrage im PC-Markt durch neue Produktzyklen, etwa rund um KI-fähige Rechner und professionelle Workstations, stimuliert werden kann. Gleichzeitig dürfte der Service- und Verbrauchsmaterial-Umsatz im Druckbereich eine wichtige Rolle spielen, um Schwankungen in der Hardware-Nachfrage auszugleichen.
Die nächste reguläre Ergebnisveröffentlichung von HP Inc. wird im Investor-Relations-Kalender des Unternehmens üblicherweise für das jeweils kommende Quartal angekündigt, wobei das Geschäftsjahr, das am 31.10. endet, in vier Quartalsberichte unterteilt ist. Für Anleger in die HPQ-Aktie sind diese Termine zentral, weil dort aktualisierte Ausblicke auf Umsatz, Marge, EPS und Free Cashflow gegeben werden. An den Berichtstagen steht insbesondere im Fokus, ob HP Inc. seine Zielgrößen für 2024 bestätigen, anheben oder absenken wird und wie sich die Nachfrage nach kommerziellen PCs und Drucklösungen entwickelt.
Weitere Hintergründe zur HPQ-Aktie
Detailierte Informationen zu Geschäftszahlen, Prognosen und Ad-hoc-Mitteilungen von HP Inc. finden sich im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens sowie in ergänzenden Analysen auf Finanzportalen.
PC- und Druckerprodukte als Ertragsbasis
Ein Kernproduktbereich von HP Inc. sind die unter der Marke HP vertriebenen Notebook-Serien, die sowohl auf den Privatkundenmarkt als auch auf Unternehmenskunden zielen. Dazu gehören klassische Consumer-Notebooks, Business-Modelle mit erweiterten Sicherheitsfunktionen sowie leistungsstarke Workstations für professionelle Anwender. Im Zusammenspiel mit Monitoren, Docking-Stationen und Peripheriegeräten bildet dieses Portfolio eine breite Grundlage für den Umsatz im Segment Personal Systems, das im Geschäftsjahr 2023, wie berichtet, mehr als 30 Milliarden US-Dollar Erlös generierte.
Der zweite große Pfeiler des Geschäfts ist der Druckerbereich mit Geräten für Heim- und Büroanwendungen, einschließlich Tintenstrahl- und Laserdruckern sowie Multifunktionssystemen. Entscheidend für die Profitabilität ist hier nicht nur der Verkauf der Hardware, sondern insbesondere das laufende Geschäft mit Tintenpatronen, Tonerkartuschen und Serviceleistungen. Laut öffentlich verfügbaren Segmentangaben erzielt HP Inc. im Druckerbereich eine höhere Marge als im PC-Segment, was die strategische Bedeutung dieses Geschäfts unterstreicht. Für die HPQ-Aktie bedeutet dies, dass stabile Verbrauchsmaterial-Umsätze einen dämpfenden Effekt auf zyklische Ausschläge im Hardwaregeschäft haben können.
Kursniveau und Markteinordnung der HPQ-Aktie
An US-Börsen wird die HPQ-Aktie im Bereich von gut 30 US-Dollar gehandelt, womit sich eine Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich in US-Dollar ergibt. Im Vergleich zu Kursen über 40 US-Dollar, die in der Hochphase der PC-Nachfrage nach Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht wurden, liegt die HPQ-Aktie damit deutlich darunter und spiegelt die Normalisierung des Marktes wider. Gleichzeitig notiert die Aktie über den Tiefstständen, die im Zuge der Anpassung an die schwächere Nachfrage im Hardwaregeschäft verzeichnet wurden. Für Anleger ist dieses Kursniveau auch im Kontext der erwähnten Dividendenrendite und des Free Cashflows je Aktie interessant.
Fakten zur HPQ-Aktie
- Unternehmen: HP Inc.
- ISIN: US42824C1099
- Ticker: HPQ
- Handelsplatz: NYSE
- Sektor / Branche: Informationstechnologie / Computer und Peripherie
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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