Ingersoll Rand, US45687V1061

Die Ingersoll-Rand-Aktie profitiert von solider Nachfrage und frischen Quartalszahlen

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 14:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Ingersoll-Rand-Aktie spiegelt eine robuste Nachfrage nach Druckluft- und Vakuumtechnik wider. Nach frischen Quartalszahlen und einem stabilen Ausblick bleibt der Industriekonzern im S&P-500-Umfeld ein verlässlicher Wert für Anleger, die auf kontinuierliches Wachstum setzen.

Extreme Makro-Detailaufnahme präzisionsgefertigter Schraubenrotoren aus poliertem Stahl
Ingersoll Rand US45687V1061 extreme Makro Detailaufnahme von präzisionsgefertigten Schraubenrotoren aus poliertem Stahl Maschinenbau, Illustration mit AI erstellt.

Die Ingersoll-Rand-Aktie (ISIN US45687V1061) steht im Zeichen eines soliden Wachstumskurses, der sich in den jüngsten Quartalszahlen und einem stabilen Ausblick des US-Industriekonzerns widerspiegelt. Laut veröffentlichten Unternehmensdaten für das jüngste berichtete Quartal des Geschäftsjahres 2025 erzielte Ingersoll Rand einen Umsatz im Milliardenbereich und steigerte diesen im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich im zweistelligen Prozentbereich, was die anhaltend starke Nachfrage nach industrieller Druckluft- und Vakuumtechnik unterstreicht. Für Anleger bildet dieser operative Rückenwind die Grundlage dafür, die Aktie als langfristigen Industriewert im S&P-500-Umfeld einzuordnen.

Aktuelle Quartalszahlen und Ausblick

Im jüngsten Quartal des Geschäftsjahres 2025 meldete Ingersoll Rand einen Umsatz, der im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich zulegte und damit den Wachstumstrend der letzten Jahre fortsetzte. Die operative Ertragskraft zeigte sich ebenfalls robust: Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten lag über dem Niveau des Vorjahresquartals und spiegelte eine konsequente Kostenkontrolle sowie Effizienzsteigerungen in den Produktionsprozessen wider. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Konzern im selben Zeitraum seine operative Marge stabil halten oder sogar leicht verbessern konnte, was in einem kapitalintensiven Industriegütergeschäft nicht selbstverständlich ist.

Auf der Grundlage dieser Zahlen bestätigte das Management für das laufende Geschäftsjahr 2025 eine Guidance, die weiteres organisches Wachstum und eine kontinuierliche Ergebnissteigerung in Aussicht stellt. Die Prognose umfasst eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich und eine Zunahme des bereinigten Ergebnisses je Aktie, wobei die Bandbreiten so gewählt sind, dass sie sowohl die zyklische Natur des Anlagegütergeschäfts als auch den laufenden Ausbau des Service- und Aftermarket-Geschäfts berücksichtigen. Für Anleger sind diese Spannen deshalb wichtig, weil sie einen klaren Rahmen dafür bieten, wie sich Umsatz und Ergebnis in einem Umfeld moderater weltweiter Industrienachfrage entwickeln können.

Marktbewertung und Analystenkonsens

Die Marktbewertung von Ingersoll Rand spiegelt das Vertrauen wider, das Investoren dem Geschäftsmodell und der strategischen Ausrichtung entgegenbringen. Die Marktkapitalisierung liegt, gemessen am zuletzt verfügbaren Handelstag, im zweistelligen Milliardenbereich in US-Dollar und ordnet den Konzern damit eindeutig in die Gruppe der größeren Industriewerte des S&P 500 ein. Im Vergleich zu kleineren Spezialanbietern im Bereich Kompressoren und Vakuumtechnik verschafft diese Größenordnung dem Unternehmen bessere Finanzierungsmöglichkeiten, eine breitere Investorenbasis und mehr Spielraum für Akquisitionen, um das Produkt- und Serviceportfolio zu erweitern.

Der Analystenkonsens zu Ingersoll Rand spiegelt diese Sichtweise wider: Die Mehrheit der beobachtenden Analysten rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2025 mit einem weiteren Anstieg des Umsatzes sowie des bereinigten Ergebnisses je Aktie. Viele der Schätzungen liegen für die Wachstumsraten im oberen einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich, was nahe bei der Unternehmens-Guidance liegt. Für Anleger ist dabei entscheidend, dass die Konsensschätzungen nicht übermäßig optimistisch erscheinen, sondern mit den vom Management veröffentlichten Rahmendaten korrespondieren. Dies reduziert das Risiko deutlicher Enttäuschungen, falls die Nachfrage in einzelnen Regionen oder Segmenten hinter den Erwartungen zurückbleiben sollte.

Vertiefen und einordnen

Weitere Hintergründe zur Ingersoll-Rand-Aktie

Wer sich tiefer mit der Ingersoll-Rand-Aktie beschäftigen möchte, kann sowohl aktuelle Kennzahlen als auch historische Entwicklungen anhand der gebündelten Unternehmens- und Börsendaten nachvollziehen.

Industriedruckluft als Kern des Geschäftsmodells

Das Geschäftsmodell von Ingersoll Rand basiert im Kern auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Kompressoren, Gebläsen, Vakuumpumpen und verwandten Systemen, die in einer Vielzahl industrieller Anwendungen zum Einsatz kommen. Dieser Fokus auf Druckluft- und Vakuumtechnik ist deshalb attraktiv, weil es sich um eine Querschnittstechnologie handelt, die in zahlreichen Branchen benötigt wird: von der allgemeinen Fertigungsindustrie über die Chemie und Lebensmittelproduktion bis hin zur Medizintechnik und der Energieversorgung. Die Produkte werden typischerweise nicht nur einmalig verkauft, sondern sind die Grundlage für langlaufende Service- und Wartungsverträge, was dem Konzern eine kontinuierliche Einnahmequelle erschließt.

Ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells ist dabei das Aftermarket-Geschäft, also die Versorgung mit Ersatzteilen, die Durchführung von Wartungsarbeiten und die Erbringung von Dienstleistungen rund um die Optimierung der Anlagen. Dieses Segment weist in der Regel höhere Margen auf als das Erstgeschäft mit neuen Maschinen und Anlagen. Deshalb ist es für Ingersoll Rand strategisch relevant, den Anteil der wiederkehrenden Erlöse am Gesamtumsatz schrittweise zu erhöhen. In der Praxis bedeutet dies, dass bei jeder Neuinstallation die Auslegung der Serviceverträge und die Integration digitaler Monitoring-Lösungen mitgedacht werden, um Kunden dauerhaft an das Unternehmen zu binden.

Regionale Aufstellung und Wettbewerbsumfeld

Geografisch ist Ingersoll Rand breit aufgestellt: Der Konzern generiert einen wesentlichen Teil seines Umsatzes in Nordamerika, ist aber auch in Europa, Asien und anderen Weltregionen präsent. Diese Diversifikation dient dazu, konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Märkten zu glätten. Wenn beispielsweise Investitionsausgaben in einer Region temporär zurückgehen, kann dies durch robustere Nachfrage in anderen Regionen teilweise kompensiert werden. Für Anleger bedeutet dies, dass sie es nicht mit einem regional stark konzentrierten Risiko zu tun haben, sondern mit einem Industriewert, der seine Marktpräsenz bewusst über verschiedene Wirtschaftszyklen hinweg diversifiziert.

Im Wettbewerbsumfeld tritt Ingersoll Rand gegen andere große Anbieter von Druckluft- und Vakuumsystemen sowie zahlreiche kleinere Spezialisten an. Der Wettbewerb ist intensiv, da technische Innovationen und Energieeffizienzverbesserungen regelmäßig neue Produkte hervorbringen, mit denen sich Anbieter voneinander absetzen möchten. Ingersoll Rand setzt in diesem Umfeld auf kontinuierliche Produktverbesserungen, die Integration digitaler Steuerungs- und Überwachungstechnik sowie auf den Ausbau des Servicegeschäfts. Für Anleger ist die Fähigkeit zur Differenzierung in einem solchen Markt deshalb zentral, weil sie Aufschluss darüber gibt, ob das Unternehmen langfristig höhere Margen als seine Wettbewerber erzielen kann.

Rolle von Innovation und Nachhaltigkeit

Ein weiterer Baustein des Geschäftsmodells von Ingersoll Rand ist der Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit. Im Bereich der Drucklufttechnik bedeutet Nachhaltigkeit vor allem, den Energieverbrauch der Systeme zu reduzieren, da die Bereitstellung von Druckluft im industriellen Umfeld zu den energieintensiven Prozessen zählt. Moderne Kompressoren und Vakuumpumpen sind deshalb darauf ausgelegt, mit variablen Drehzahlen, intelligenten Steuerungen und optimierten Verdichtungskonzepten zu arbeiten, um Energieverluste zu minimieren. Ingersoll Rand investiert in diesem Bereich in Forschung und Entwicklung, weil Energieeffizienz zunehmend zu einem Kaufkriterium für industrielle Kunden geworden ist.

Innovation zeigt sich aber nicht nur in der technischen Ausgestaltung der Maschinen, sondern auch in neuen Geschäftsmodellen. Beispiele sind Contracting-Modelle, bei denen der Kunde nicht die Maschine selbst erwirbt, sondern die Bereitstellung von Druckluft als Service bezieht. In solchen Modellen installiert und betreibt Ingersoll Rand die Anlagen und stellt dem Kunden eine bestimmte Menge Druckluft pro Zeit zur Verfügung. Für den Konzern eröffnet dies Möglichkeiten für langfristige Verträge und eine engere Kundenbindung. Zugleich ergeben sich neue Anforderungen an die Kapazitätsplanung und das Risiko-Management, da Ausfallzeiten direkt den Servicevertrag berühren.

Finanzstruktur und Kapitalallokation

Die Finanzstruktur von Ingersoll Rand ist geprägt von einer deutlichen Größe und einer soliden Kapitalbasis, was dem Unternehmen Spielraum für organisches Wachstum und Akquisitionen bietet. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu Ergebniskennzahlen wie EBITDA, das in einem Bereich liegt, der als moderat einzustufen ist. Dies zeigt, dass der Konzern seine Expansion nicht ausschließlich über Fremdkapital finanziert, sondern eine Balance zwischen Verschuldung und Eigenkapital anstrebt. Für Anleger ist diese Balance ein wichtiger Indikator dafür, dass die Wachstumsstrategie nicht auf eine riskante Hebelung der Bilanz setzt.

In puncto Kapitalallokation verfolgt Ingersoll Rand typischerweise eine Strategie, die Investitionen in Forschung und Entwicklung, Kapazitätserweiterungen und die Stärkung des Servicegeschäfts in den Vordergrund stellt. Gleichzeitig bleibt der Konzern offen für strategische Übernahmen, mit denen er neue Technologien, Produktgruppen oder regionale Präsenz erschließen kann. Jede Akquisition wird vor dem Hintergrund der erwarteten Synergien und der Auswirkungen auf zentrale Kennzahlen wie Umsatzwachstum, Marge und Ergebnis je Aktie bewertet. Anleger achten hier insbesondere darauf, dass Übernahmen wertschaffend sind und nicht zu einer Verwässerung der Margen oder einer zu hohen Verschuldung führen.

Dividendenpolitik und Rückflüsse an Aktionäre

Als etablierter Industriekonzern mit einer Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich ist Ingersoll Rand grundsätzlich in der Lage, Aktionäre an den erwirtschafteten Erfolgen zu beteiligen. Dies kann sowohl über Dividenden als auch über Aktienrückkäufe geschehen. Die konkrete Ausgestaltung hängt von der jeweiligen strategischen Lage des Unternehmens ab: In Phasen mit hohem Investitionsbedarf für Wachstum, Forschung und Akquisitionen kann der Schwerpunkt eher auf der Reinvestition der Gewinne liegen, während in reiferen Phasen eine stärkere Ausschüttung an die Aktionäre in Form von Dividenden oder Rückkäufen im Vordergrund steht.

Für Anleger ist deshalb weniger die absolute Höhe einer einzelnen Dividende entscheidend als die Klarheit und Verlässlichkeit der Ausschüttungspolitik. Eine konsistente Dividendenpolitik, die eine ganze Serie von Geschäftsjahren umfasst, gibt Investoren Sicherheit darüber, wie das Management die Balance zwischen Wachstum und Ausschüttung interpretiert. Im Fall von Ingersoll Rand wird diese Balance vor dem Hintergrund des industriellen Zyklus und der Investitionsmöglichkeiten bewertet, sodass die Ausschüttungen in ein langfristiges Konzept der Wertschöpfung eingebettet sind.

Langfristige Wachstumstreiber

Auf einer längeren Zeitskala hängen die Wachstumsperspektiven von Ingersoll Rand von mehreren strukturellen Trends ab. Dazu gehört die kontinuierliche Industrialisierung in Schwellenländern, die Nachfrage nach modernen, effizienten Druckluft- und Vakuumsystemen erhöht. Wenn neue Produktionsstandorte entstehen oder bestehende Standorte modernisiert werden, ist dies potenziell mit Investitionen in entsprechende Anlagen verbunden. Ingersoll Rand kann hiervon profitieren, wenn es gelingt, seine Marktposition in diesen Regionen durch lokale Präsenz, Serviceangebote und angepasste Produkte zu stärken.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist die Digitalisierung industrieller Prozesse. In diesem Kontext werden Druckluft- und Vakuumsysteme zunehmend in umfassende digitale Steuerungs- und Monitoringlösungen eingebunden. Für Ingersoll Rand bedeutet dies, dass neben der reinen Hardware-Komponente auch Software, Sensorik und Datenanalyse eine Rolle spielen. Dies eröffnet neuen Raum für differenzierende Angebote, bei denen die Effizienz der Systeme nicht nur durch physische Komponenten, sondern auch durch intelligente Steuerungen optimiert wird. Anleger sehen hier Chancen für zusätzliche margenstarke Geschäftsmodelle, wenn Daten und Dienstleistungen verstärkt in das Angebot integriert werden.

Nachhaltigkeitsanforderungen und Regulierung

Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsanforderungen wirkt sich unmittelbar auf die Produkte und Strategien von Ingersoll Rand aus. Da Druckluft- und Vakuumsysteme oft einen gewichtigen Anteil am Energieverbrauch eines Betriebs haben, rücken Energieeffizienzanforderungen der Regulatoren und der Kunden in den Fokus. In vielen Industrieländern existieren Förderprogramme für energieeffiziente Anlagen oder regulatorische Vorgaben, die bestimmte Effizienzstandards verlangen. Ingersoll Rand kann diesen Rahmen nutzen, indem es Produkte anbietet, die diese Standards erfüllen oder übertreffen.

Langfristig kann dies dazu führen, dass ältere, weniger effiziente Anlagen durch neue, effizientere Systeme ersetzt werden. Für Ingersoll Rand ergibt sich daraus ein Basiselement für Ersatzinvestitionen, das unabhängig von der Neugründungsdynamik neuer Industriebetriebe besteht. Für Anleger ist wichtig, dass das Unternehmen diese Anforderungen nicht nur als Pflicht, sondern als Chance begreift, sich als Anbieter moderner, nachhaltiger Technologien zu positionieren. Ein glaubwürdiger Umgang mit Nachhaltigkeitsfragen trägt zudem zur Reputation des Unternehmens bei und kann die Attraktivität für Kunden und Investoren erhöhen.

Risiken im industriellen Umfeld

Wie jeder Industriekonzern ist auch Ingersoll Rand Risiken ausgesetzt, die aus der Konjunktur, der Wettbewerbssituation und der Kostenstruktur resultieren. Konjunkturelle Abschwünge können dazu führen, dass Kunden Investitionsentscheidungen verschieben oder reduzieren, was kurzfristig Auswirkungen auf Auftragseingang und Umsatz haben kann. In solchen Phasen zeigt sich, wie belastbar die Service- und Aftermarket-Umsätze des Unternehmens sind, da diese typischerweise weniger stark schwanken als das Neumaschinengeschäft. Für Anleger ist deshalb die Stabilität dieses wiederkehrenden Geschäfts ein wichtiger Risikopuffer.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Wettbewerber technologische Innovationen schneller zur Marktreife bringen oder aggressivere Preisstrategien verfolgen. In einer Branche, in der Energieeffizienz und Zuverlässigkeit entscheidende Faktoren sind, kann ein technischer Vorsprung eines Wettbewerbers eine Herausforderung darstellen. Ingersoll Rand begegnet diesem Risiko durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie durch das Sammeln und Auswerten von Betriebsdaten der installierten Systeme, um weitere Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Management und Unternehmensführung

Das Management von Ingersoll Rand trägt die Verantwortung dafür, die strategische Ausrichtung des Unternehmens konsequent umzusetzen und dabei die Interessen der verschiedenen Stakeholder, einschließlich der Aktionäre, zu berücksichtigen. Dazu gehört die Entwicklung und Kommunikation einer klaren langfristigen Strategie, die sowohl organisches Wachstum als auch wertschaffende Akquisitionen umfasst. Eine transparente Berichterstattung über Ziele, Fortschritte und Herausforderungen ist für Anleger entscheidend, um Vertrauen in die Führung des Unternehmens zu haben.

Unternehmensführung im Sinne von Corporate Governance spielt ebenfalls eine große Rolle. Dazu zählen eine angemessene Struktur des Vorstands und des Aufsichtsgremiums, wirksame Kontrollmechanismen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Vergütungsregelungen für das Management. Für Investoren ist wichtig, dass die Governance-Strukturen darauf ausgerichtet sind, langfristigen Unternehmenswert zu schaffen, statt kurzfristige kursbezogene Ziele in den Vordergrund zu stellen. Ingersoll Rand bewegt sich in diesem Rahmen und wird von Investoren danach beurteilt, wie konsequent es diese Standards einhält.

Relevanz für deutschsprachige Anleger

Für deutschsprachige Privatanleger ist die Ingersoll-Rand-Aktie vor allem als internationaler Industriewert interessant, der über US-Handelsplätze wie die NYSE investierbar ist. Darüber hinaus kann es je nach Anbieter auch Handel über deutsche Plattformen und außerbörsliche Systeme geben, über die US-Titel im europäischen Umfeld gehandelt werden. Wer sein Portfolio geografisch breiter aufstellen und dabei auf den Industriegütersektor setzen möchte, findet in Ingersoll Rand einen Spezialisten für Druckluft- und Vakuumtechnik, der durch seine Größe, sein Servicegeschäft und seine internationale Präsenz eine andere Risiko-Rendite-Struktur aufweist als kleinere Spezialanbieter.

Für die Einordnung der Ingersoll-Rand-Aktie im Vergleich zu europäischen Industrieunternehmen ist relevant, dass das Geschäftsmodell stärker auf die Querschnittstechnologie Druckluft und Vakuum fokussiert ist. Während einige europäische Industriewerte breite Portfolios von Automatisierungstechnik, Robotik und Energieinfrastruktur anbieten, konzentriert sich Ingersoll Rand stärker auf seine Kerntechnologien und baut die dazugehörigen Serviceangebote aus. Für Anleger kann dies eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Positionen im Industrie- und Technologiebereich darstellen.

Produktbeispiel Kompressoren und Vakuumsysteme

Ein repräsentatives Produktfeld von Ingersoll Rand sind industrielle Schraubenkompressoren, die für die Bereitstellung von Druckluft in Produktionsbetrieben eingesetzt werden. Diese Kompressoren sind darauf ausgelegt, über lange Zeiträume hinweg einen stabilen Druck zu liefern und dabei Energie effizient zu nutzen. In vielen Betrieben stellen sie eine zentrale Infrastrukturkomponente dar, da zahlreiche Maschinen und Prozesse auf die verlässliche Bereitstellung von Druckluft angewiesen sind. Die Auswahl des richtigen Kompressors hängt dabei von Faktoren wie dem benötigten Volumenstrom, dem Druckniveau und der gewünschten Effizienzklasse ab.

Neben Schraubenkompressoren bietet Ingersoll Rand auch andere Kompressortypen und Vakuumsysteme an, die auf spezifische Anwendungen zugeschnitten sind. In der Lebensmittelindustrie kommt beispielsweise die Kombination aus hygienisch einwandfrei konstruierter Anlage und präzise kontrollierter Druckluft zum Einsatz, während in der chemischen Industrie spezielle Anforderungen an Materialien und Sicherheit bestehen. Dass Ingersoll Rand in diesen Bereichen präsent ist, zeigt die Breite des Produktportfolios. Für Anleger ist dies insofern relevant, als dass die Vielfalt der Einsatzgebiete dazu beitragen kann, Nachfrageausfälle in einzelnen Branchen zu kompensieren.

Aktuelle Einordnung der Ingersoll-Rand-Aktie

Die aktuelle Einordnung der Ingersoll-Rand-Aktie hängt maßgeblich von den zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen, der Guidance des Managements und den Erwartungen der Analysten ab. Die Kombination aus Umsatzwachstum, robuster Ertragslage und einem zunehmenden Anteil margenstarker Serviceerlöse legt nahe, dass der Konzern gut positioniert ist, um von langfristigen Trends wie Industrialisierung, Energieeffizienz und Digitalisierung zu profitieren. Für Anleger ergibt sich daraus ein Bild eines Industriewerts, der durch seine Spezialisierung auf Druckluft- und Vakuumtechnik sowie seine internationale Präsenz eine eigenständige Rolle im breiten Universum von Industrieaktien spielt.

Entscheidend ist dabei, dass die im jüngsten Quartal erzielten Kennzahlen nicht isoliert betrachtet werden, sondern in den Kontext der längerfristigen Entwicklung des Unternehmens eingeordnet werden. Solange Umsatz und Ergebnis je Aktie über mehrere Berichtsperioden hinweg zulegen und die Bilanzstruktur solide bleibt, wird der Markt dem Unternehmen tendenziell eine Bewertung zugestehen, die sein Wachstumspotenzial reflektiert. Die Ingersoll-Rand-Aktie bleibt damit ein Beispiel dafür, wie ein fokussiertes Industriegütergeschäft mit einem starken Service- und Aftermarket-Anteil im Kapitalmarkt honoriert werden kann.

Kurs und Marktdaten der Ingersoll-Rand-Aktie

Die Ingersoll-Rand-Aktie wird an einem großen US-Handelsplatz in US-Dollar gehandelt und spiegelt dort die Erwartungen der internationalen Investoren an die weitere Entwicklung des Unternehmens wider. Zum zuletzt verfügbaren Handelstag lag der Kurs im mittleren zweistelligen Dollarbereich, womit die Aktie deutlich über dem Niveau früherer Jahre notiert, in denen der Konzern noch eine geringere Marktkapitalisierung aufwies. Diese Kursniveaus sind Ausdruck der in den vergangenen Berichtsperioden erzielten Wachstumsraten und der mittlerweile etablierten Rolle des Unternehmens im S&P-500-Indexumfeld.

Ergänzend zum Kurs sind auch andere Marktdaten für die Einordnung der Aktie hilfreich. Dazu gehören das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen, das im Millionenbereich liegt und damit eine gute Handelbarkeit sicherstellt, sowie die Spanne zwischen dem 52-Wochen-Hoch und dem 52-Wochen-Tief. Liegt der aktuelle Kurs nahe am oberen Ende dieser Spanne, deutet dies darauf hin, dass die jüngsten Nachrichten und Kennzahlen vom Markt positiv aufgenommen wurden. Für Anleger, die den Einstiegspunkt in eine Aktie betrachten, spielen solche Relationen eine Rolle bei der Frage, ob sie eher in einer Phase der Stärke oder nach einer Korrektur investieren.

Steckbrief Ingersoll-Rand-Aktie

  • Unternehmen: Ingersoll Rand Inc.
  • ISIN: US45687V1061
  • Ticker: IR
  • Handelsplatz: NYSE
  • Kurs (Stand 26.07.2026, 22:00 Uhr): 75,00 USD
  • Marktkapitalisierung: 31,0 Mrd. USD (Stand 26.07.2026)
  • Sektor / Branche: Industriegüter, Maschinenbau, Druckluft- und Vakuumtechnik
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: 07.08.2026

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