Hamas, GesprÀche

Hamas bestĂ€tigt direkte GesprĂ€che mit US-Vertreter ĂŒber Gaza

16.04.2026 - 13:45:15 | dpa.de

Die islamistische Terrororganisation Hamas hat erstmals seit Beginn der Gaza-Waffenruhe vor einem halben Jahr direkte GesprĂ€che mit einem US-ReprĂ€sentanten gefĂŒhrt.

Der Hamas-UnterhÀndler Chalil al-Haja habe sich in Kairo mit dem US-Berater Aryeh Lightstone getroffen, bestÀtigten Hamas-Kreise nach einem entsprechenden Bericht des US-Senders CNN.

Treffen auch mit internationalem Gaza-Beauftragten

CNN zufolge war bei dem Treffen am Dienstagabend auch Nikolaj Mladenow zugegen, der Hohe ReprĂ€sentant fĂŒr Gaza. Der Bulgare und frĂŒhere UN-Nahost-Gesandte dient als Verbindung zwischen dem Friedensrat und der palĂ€stinensischen Übergangsverwaltung des in zwei Jahren Krieg weitgehend zerstörten Gazastreifens.

Hamas lehnt Entwaffnung weiter ab

Die Hamas besteht vor dem Übergang in die zweite Phase des Gaza-Friedensplans von US-PrĂ€sident Donald Trump darauf, dass Israel seine Angriffe in dem KĂŒstenstreifen unterlĂ€sst und die Einfuhr von mehr humanitĂ€ren HilfsgĂŒtern erlaubt.

Die in dem Plan vorgesehene Entwaffnung der Hamas lehnt die militante PalĂ€stinenserorganisation weiterhin ab. Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 760 PalĂ€stinenser in dem schmalen KĂŒstenstreifen getötet worden.

Menschen in Gaza leben weiter in Not

Israels Armee kontrolliert weiterhin etwa die HĂ€lfte des Gazastreifens, in dem Rest des Gebiets hat die Hamas ihre Kontrolle wieder gefestigt. Die zweite Phase des Friedensplans sieht einen weiteren Abzug der israelischen Truppen und das endgĂŒltige Ende des Kriegs vor, um einen Wiederaufbau der zerstörten StĂ€dte in dem PalĂ€stinensergebiet mit rund zwei Millionen Einwohnern zu ermöglichen. Auch nach einem halben Jahr Waffenruhe leben die Menschen in Not. HilfsgĂŒter kommen nur ĂŒber einen von Israel kontrollierten Übergang in das Gebiet.

Angst vor Neubeginn des Kriegs

Lightstone sei vor dem Treffen in Kairo mit dem israelischen MinisterprÀsidenten Benjamin Netanjahu zusammengekommen, um Israels Zusage zur vollstÀndigen Umsetzung seiner Verpflichtungen in der ersten Phase des Waffenstillstands zu sichern, berichtete CNN weiter. Israel habe sich bereit erklÀrt, diese Verpflichtungen umzusetzen, sofern die Hamas sich zur Entwaffnung verpflichte. Mladenov warnte den Hamas-ReprÀsentanten dem Bericht zufolge, Israel werde den Krieg wieder aufnehmen, sollte die Hamas die Waffen nicht niederlegen.

Der Friedensplan sieht die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe vor, die im Gazastreifen fĂŒr Ruhe sorgen soll. Bisher hat sich aber nur Indonesien zur Entsendung von Soldaten verpflichtet.

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