Aktien Europa: Friedenshoffnung und Tech-Hype treiben EuroStoxx auf Rekordhoch
12.06.2026 - 11:42:47 | dpa.deIn Europa erreichte der EuroStoxx 50 EU0009658145 am Vormittag mit ĂŒber 6.200 Punkten ein Rekordhoch. Zuletzt gewann der Leitindex der Euroregion 2,1 Prozent auf 6.185 Punkte.
AuĂerhalb des Euroraums stieg der Schweizer SMI CH0009980894 um 1,5 Prozent auf 13.737 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 legte um 1,3 Prozent auf 10.438 ZĂ€hler zu.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt. Auch der Iran sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Die Ălpreise gingen daraufhin zurĂŒck. Der heiĂgelaufene Techsektor bekam nach dem zeitweisen Ausverkauf in den vergangenen Tagen durch die neu entfachte Risikoneigung der Anleger wieder RĂŒckenwind.
Die RĂŒckkehr des Risikoappetits fĂŒr Wachstumsaktien durch die Hoffnungen auf ein Ende des Irankriegs begĂŒnstige auch einen erfolgreichen ersten Handelstag der Weltraumfirma SpaceX US84615Q1031 von Elon Musk, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Diese bringt der Tech-MilliardĂ€r an diesem Freitag in einer Mega-Aktienplatzierung an die Börse.
Im europĂ€ischen Stoxx-600 Branchentableau verzeichnete vor dem Wochenende der Sektor fĂŒr Reise- und Freizeitwerte CH0019112744 die stĂ€rksten AufschlĂ€ge mit plus 5 Prozent. Aktien aus dem Luftfahrtsektor legten deutlich zu, beflĂŒgelt von den Friedenshoffnungen im Iran und den sinkenden Ălpreisen. Im EuroStoxx gewannen die Titel des Zulieferers Safran FR0000073272 unter den besten Werten ĂŒber 5 Prozent.
Auch Banken EU0009658806 und Luxuswerte waren sehr fest. Die mit einem möglichen Ende des Iran-Kriegs verbundene Chance auf eine Konjunkturbelebung half. Deutsche Bank DE0005140008 setzten sich im EuroStoxx mit plus 6,3 Prozent an die Spitze. Die Luxus-Aktien Hermes FR0000052292 und LVMH FR0000121014 zogen um jeweils mehr als 5 Prozent an.
Einzige Branche im roten Bereich war der Ălsektor EU0009658780 mit minus 3 Prozent angesichts der fallenden Ălpreise. Totalenergies FR0000120271 und Eni IT0003132476 lagen im EuroStoxx hinten mit AbschlĂ€gen von bis zu 4 Prozent.
Adyen NL0012969182 profitierten mit einem Plus von 5 Prozent von der Ăbernahme des US-Startups Orb. Damit erhalte der niederlĂ€ndische Zahlungsabwickler Zugriff auf eine Plattform fĂŒr nutzungsbasierte Abrechnungen, kommentierte Experte Hannes Leitner vom Analysehaus Jefferies. Dahin gehe der Trend - weg vom klassischen Abo-Modell.
