Studie: Smartphones werden lÀnger genutzt
22.02.2024 - 12:30:23 | dpa.deIn einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sagten nur noch 43 Prozent der Befragten, dass sie ein GerĂ€t besitzen, das jĂŒnger als ein Jahr ist. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 55 Prozent, 2022 sogar bei 60 Prozent. Rund ein Viertel (27 Prozent) hat das Smartphone bereits zwei Jahre oder lĂ€nger in Gebrauch. Dies bedeutet einen Anstieg gegenĂŒber den Vorjahren, als es 23 Prozent (2023) und 16 Prozent (2022) waren. Aktuell belĂ€uft sich der Bitkom-Umfrage zufolge das Durchschnittsalter eines selbst gekauften Smartphones auf 17,5 Monate.
FĂŒr die Studie wurden in den ersten drei Januar-Wochen von Bitkom Research 1007 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ.
FĂŒr den Trend einer lĂ€ngeren Smartphone-Nutzung machte Bitkom-PrĂ€sidiumsmitglied Markus Haas vor allem zwei Ursachen aus. "Die GerĂ€te sind inzwischen sehr robust und werden lĂ€nger mit Updates versorgt. Entsprechend sind sie auch lĂ€nger in Gebrauch." Das wirke sich positiv auf den CO?-FuĂabdruck der GerĂ€te aus. Immer mehr gebrauchte Smartphones kĂ€men mittlerweile als "Refurbished"-Ware generalĂŒberholt und mit Garantie versehen zurĂŒck in den Markt, sagte der CEO von TelefĂłnica Deutschland.
Der lĂ€ngere Nutzungszeitraum hat aber auch etwas mit einer Sonderkonjunktur wĂ€hrend der Corona-Pandemie zu tun. 2020 konnten die Smartphone-Hersteller besonders viele GerĂ€te verkaufen, weil sich viele Verbraucher fĂŒr die Arbeit im Home-Office und ihre persönlichen KommunikationsbedĂŒrfnisse neue Hardware angeschafft hatten. Dementsprechend sagten bei einer vergleichbaren Bitkom-Umfrage 2021 nur acht Prozent der Befragten, dass sie ein Smartphone seit zwei Jahren oder lĂ€nger nutzen. 2022 verdoppelte sich dieser Wert auf 16 Prozent, 2023 stieg er auf 23 Prozent und zuletzt auf 27 Prozent.
FĂŒr das laufende Jahr erwartet der Bitkom einen Anstieg des Smartphone-Absatzes von 20,1 Millionen GerĂ€ten auf 21,8 Millionen. Das entspricht einem Plus von knapp 8,5 Prozent. Da der Durchschnittspreis pro GerĂ€t von 567 Euro auf 523 Euro sinken werde, erwartet der Verband einen stabilen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro, so wie im Vorjahr.
Da Smartphones inzwischen nicht mehr so schnell ersetzt werden, wĂŒnschen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auch eine langfristige Software-UnterstĂŒtzung durch die Hersteller. Auf die Frage "Was ist Ihnen bei der Wahl eines privaten Smartphones wichtig?" liegen zwar Kriterien wie "robusteres Bildschirmglas" mit 98 Prozent, "BildschirmqualitĂ€t" (95 Prozent), "Akkulaufzeit" (96 Prozent) und "Speicherplatz" (92 Prozent) ganz vorn. "Langfristige Versorgung mit Updates" folgt aber mit nur geringem Absatz und liegt gleichauf mit "KameraqualitĂ€t" (87 Prozent).
Bei der Auswahl des Mobilfunkanbieters acht die Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen guten Empfang am Wohnort sowie eine möglichst hohe Netzabdeckung (jeweils 97 Prozent, noch vor einer möglichst hohen Datengeschwindigkeit (87 Prozent) und möglichst niedrigen Preisen (81 Prozent).
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