Produktion/Absatz, Deutschland

Flughafen Leipzig/ Halle und DHL verlÀngern Vertrag bis 2053

31.07.2024 - 12:22:42 | dpa.de

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) und die Deutsche Post-Tochter DHL DE0005552004 haben ihren Vertrag fĂŒr das Frachtzentrum am Flughafen Leipzig/Halle vorzeitig bis 2053 verlĂ€ngert.

"Heute haben wir eine langfristige Perspektive fĂŒr weitere Investitionen am Logistikstandort Leipzig geschaffen", sagte Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) bei der Unterzeichnung des Vertrags am Leipziger Drehkreuz.

Die verlĂ€ngerte Partnerschaft zwischen dem Flughafen und DHL stelle sicher, dass Sachsen im zunehmenden internationalen Handel eine fĂŒhrende Rolle spielen wird. "Das DHL-Drehkreuz Leipzig steht fĂŒr die sĂ€chsische Erfolgsgeschichte, auf die wir im Freistaat stolz sind." Innerhalb von nur 16 Jahren sei der Flughafen zu einer der weltweit wichtigsten Zentren der Luftfracht gewachsen.

Wirtschaftliche TragfÀhigkeit und Arbeitsplatzsicherheit

Der DHL-Vorstandsvorsitzenden Tobias Meyer begrĂŒĂŸte die VerlĂ€ngerung des Rahmenvertrages. Er gebe Planungssicherheit, ermögliche weitere Investitionen in den Standort sowie langfristige Sicherheit fĂŒr die ArbeitsplĂ€tze. "Auch wenn wir nunmehr bereits in der Restlaufzeit des Altvertrages deutlich höhere Entgelte zahlen, ist das Ergebnis wirtschaftlich tragfĂ€hig", sagte Meyer weiter.

Bereits seit einiger Zeit fĂŒhrten der Flughafenbetreiber und die Deutsche Post-Tochter DHL GesprĂ€che ĂŒber eine vorzeitige VertragsverlĂ€ngerung, da der ursprĂŒngliche Vertrag offiziell noch bis 2038 gĂŒltig gewesen wĂ€re. Medienberichten zufolge erhielt DHL beim ursprĂŒnglichen Vertrag vor rund 20 Jahren attraktive Konditionen fĂŒr die Ansiedlung. Der neue Vertrag soll nun deutlich bessere Konditionen fĂŒr den Flughafenbetreiber bringen.

Erhöhung der Entgelte und Nachtflugkomponente

Mit dem neuen Vertrag zahle DHL kĂŒnftig rund 20 Prozent mehr als im alten Vertrag vereinbart war, erklĂ€rte Meyer. Medienberichten zufolge erhielt die MFAG bislang rund 61 Millionen Euro pro Jahr vom Logistikunternehmen. Der neue Vertrag beinhalte nach Angaben Meyers auch eine Anpassung der Nachtflugkomponente. Zu den genauen Details wollte sich keine der zustĂ€ndigen Parteien Ă€ußern.

Die sĂ€chsische Linksfraktion kritisierte die fehlende Transparenz der Staatsregierung und forderte eine Sondersitzung des Finanz- und des Wirtschaftsausschusses fĂŒr den 7. August. Die Staatsregierung solle die Vereinbarungen zu den Start- und LandegebĂŒhren, LĂ€rmzuschlĂ€gen, umweltbezogenen Entgelten und weiteren GebĂŒhren offenlegen.

Der mobilitĂ€tspolitische Sprecher der Linksfraktion, Marco Böhme, kritisierte: "Diese Einigung bringt die staatliche Flughafen-AG nicht aus den dunkelroten Zahlen: Sie schreibt seit vielen Jahren zweistellige Millionenverluste." Es sei absehbar, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler weiterhin zahlen mĂŒssen, damit DHL in Leipzig Profite machen kann.

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