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New York: Weitere Rekorde - Straße von Hormus offen

17.04.2026 - 16:08:08 | dpa.de

Die Nachricht von der Öffnung der Straße von Hormus treibt am Freitag zum Ende einer starken Woche den US-Aktienmarkt weiter in die Höhe.

Der US-Iran-Konflikt verliert etwas an Schärfe. Durch die Meerenge verläuft eine wichtige Handelsroute für die Weltwirtschaft, die wegen des Iran-Kriegs zuletzt weitgehend blockiert war.

Die Straße von Hormus "wird für die verbleibende Dauer des Waffenstillstands für alle Handelsschiffe vollständig geöffnet", teilte der iranische Außenminister Abbas Araghchi in einem Beitrag auf der Plattform X mit. Dadurch wurden die jüngsten Konjunktur- und Inflationssorgen stark gedämpft. Die Ölpreise und die Renditen sackten ab. Ölaktien wie Chevron US1667641005, ExxonMobil US30231G1022 und ConocoPhillips US20825C1045 verloren teils mehr als 6 Prozent.

Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 sowie der marktbreite S&P 500 US78378X1072 schraubten ihre jüngsten Rekorde gleich zum Auftakt weiter hinauf. Der Nasdaq 100 gewann zuletzt 0,84 Prozent auf 26.555 Punkte, der S&P 500 stieg um 0,85 Prozent auf 7.101 Zähler. Unter den Magnificent 7 verbuchten Apple US0378331005 und Tesla US88160R1014 Aufschläge von an die 2 Prozent.

Für den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 ging es um 1,32 Prozent auf 49.222 Punkte hoch. Bis zu seinem Rekord bei über 50.500 Punkten hat er noch etwas Luft. Boeing US0970231058 hatten im Dow am Freitag die Nase mit einem Zuwachs von mehr als 4 Prozent vorn.

Die Netflix US64110L1061-Aktien sackten nach der Veröffentlichung eines enttäuschenden Ausblicks um 10 Prozent ab. Der Streamingkonzern stellte fürs laufende Quartal weniger operativen Gewinn in Aussicht als von Analysten erwartet. Sie waren von höheren Gewinnen nach der Aufgabe von Netflix im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers US9344231041 ausgegangen. Einige Investoren hätten außerdem auf größere Aktienrückkäufe und ein höheres Margenziel im Gesamtjahr gehofft, was nun aber beides ausbleibe, schrieb die Citigroup.

Alcoa US0138171014 konnte mit Quartalszahlen nicht überzeugen. Der Aluminium-Konzern habe die Erwartungen vor allem beim bereinigten operativen Ergebnis (ber. Ebitda) verfehlt, schrieben die Experten von JPMorgan US46625H1005. Der Aluminiumabsatz leide neben der Saisonalität unter anderem auch unter den Folgen des Iran-Kriegs. Die Alcoa-Aktien büßten fast 8 Prozent ein.

Die Papiere von Autoliv US0528001094 schnellten um rund 9 Prozent nach oben. Der schwedisch-amerikanische Hersteller von Auto-Sicherheitssystemen übertraf im ersten Quartal die Markterwartungen.

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