Sanktionen, Russland

Ölpreise wenig verĂ€ndert - Sanktionen gegen Russland stĂŒtzen

22.01.2025 - 15:55:41 | dpa.de

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre AbwĂ€rtsbewegung der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt.

Nach leichten Verlusten am Morgen drehten sie im Tagesverlauf zeitweise ins Plus und zeigten sich zuletzt wenig verĂ€ndert. Der Preis fĂŒr ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im MĂ€rz fiel um elf Cent auf 79,18 US-Dollar. FĂŒr ein Barrel der US-Sorte WTI wurden zuletzt 75,69 Dollar gezahlt und damit 14 Cent weniger als am Vortag.

Zur Wochenmitte richtete sich die Aufmerksamkeit auf die gegen russisches Öl erhobenen US-Sanktionen, was die Preise stĂŒtzte. US-PrĂ€sident Donald Trump kĂŒndigte zuletzt weitere Sanktionen gegen Russland an, sollte Kreml-Chef Wladimir Putin nicht bereit sein, ĂŒber ein Ende des Ukraine-Kriegs zu verhandeln.

Außerdem wurden die Ölpreise nach EinschĂ€tzung von Marktbeobachtern von vergleichsweise niedrigen Temperaturen in den USA gestĂŒtzt, die fĂŒr einen stĂ€rkeren Verbrauch an Heizöl sorgen: Ein historischer Wintersturm in den Vereinigten Staaten brachte klirrende KĂ€lte von Texas bis North Carolina.

Zuvor waren die Ölpreise mehrere Tage wegen möglicher Folgen neuer Zölle durch die US-Regierung belastet gewesen. Brent-Öl aus der Nordsee war in den vergangenen fĂŒnf Handelstagen um etwa drei Dollar billiger gewordne. Wie schon im Wahlkampf droht Trump seit seiner AmtseinfĂŒhrung weiterhin mit Importzöllen auf Waren aus anderen LĂ€ndern. ZunĂ€chst richteten sich diese Drohungen gegen Kanada und Mexiko, nun aber auch gegen die EuropĂ€ische Union und gegen China. Wegen Trumps Drohungen hatte etwa Kanada damit begonnen, große Mengen an Öl in die USA zu schicken, um so möglichen Abgaben zu entgehen.

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