Ălpreise fallen deutlich - Notierungen unter 100 US-Dollar
14.04.2026 - 15:53:30 | dpa.deIm Tagesverlauf weiteten sie frĂŒhe Verluste weiter aus und fielen deutlicher unter die Marke vom 100 US-Dollar.
Zuletzt wurde fĂŒr ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 97,45 US-Dollar gezahlt und damit fast 2 Prozent weniger als am Vortag. Noch stĂ€rker fiel der Preis fĂŒr Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung um mehr als 3 Prozent auf 95,66 Dollar zurĂŒck.
Neue GesprĂ€che zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben nach Darstellung von US-VizeprĂ€sident JD Vance "groĂe Fortschritte" gemacht. Nun allerdings sei Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht ZugestĂ€ndnisse zu machen - nĂ€mlich deren Atomprogramm. Nach den abgebrochenen Friedensverhandlungen am Wochenende arbeitet Pakistan an einer Wiederaufnahme der GesprĂ€che. Islamabad wolle die GesprĂ€che so bald wie möglich, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Diplomatenkreisen.
Die Entwicklungen in Nahost bleiben das bestimmende Thema am Ălmarkt. Nach EinschĂ€tzung von Analysten der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba) ist aber weiter "völlig unklar, ob sich in den kommenden Tagen eine Lösung des Konflikts finden lĂ€sst".
Hinzu kommt die Blockade der US-Marine der StraĂe von Hormus, die am Montag begonnen hat. "Die US-Marineaktion wird den wirtschaftlichen Druck auf den Iran sicherlich erhöhen", kommentierten Experten des Center for Strategic and International Studies. Allerdings sei der Iran nicht der einzige Akteur, der die wirtschaftlichen Folgen zu spĂŒren bekommt. "Eine US-Blockade wird auch den Druck auf die Energiepreise verschĂ€rfen und der Weltwirtschaft weiteren Schaden zufĂŒgen", hieĂ es weiter.
Wegen des Iran-Kriegs rechnet die Internationalen Energieagentur (IEA) in diesem Jahr erstmals seit der Corona-Krise 2020 wieder mit einem RĂŒckgang der globalen Nachfrage nach Rohöl. Ein durch den Iran-Krieg verursachter Ălpreisschock habe das Wachstum der Nachfrage vorerst beendet, wie aus dem Monatsbericht der IEA hervorgeht. "Der Iran-Krieg hat die globalen Aussichten fĂŒr den Ălverbrauch grundlegend verĂ€ndert."
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