Parker-Hannifin, US7010941019

Die Parker-Hannifin-Aktie zeigt robuste Entwicklung nach jüngsten Geschäftszahlen

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 10:02 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Parker-Hannifin-Aktie spiegelt die starke Position des US-Industriedienstleisters im Bereich Bewegungs- und Antriebstechnik wider. Für Anleger ist vor allem die Entwicklung von Umsatz, Marge und Cashflow im Vergleich zum Vorjahr und zu Wettbewerbern entscheidend.

Parker-Hannifin, US7010941019, Illustration mit AI erstellt.
Parker-Hannifin, US7010941019, Illustration mit AI erstellt.

Die Parker-Hannifin-Aktie (ISIN US7010941019) steht für einen weltweit führenden Anbieter von Komponenten und Systemen in der Bewegungs- und Antriebstechnik, der seine Position im industriellen Umfeld durch eine breite Kundenbasis und eine hohe technologische Tiefe behauptet. Im laufenden Geschäftsjahr liefern die veröffentlichten Kennzahlen ein Bild solider Nachfrage in zentralen Endmärkten wie Maschinenbau, Mobilhydraulik und Luftfahrt, während der Konzern zugleich seine Profitabilität durch Portfolio-Optimierung und Kostenkontrolle stärkt. Für Anleger ist besonders relevant, wie sich Umsatzwachstum und operative Marge gegenüber dem Vorjahr und im Vergleich zu typischen Branchengrößen im globalen Industrie- und Automationssektor entwickeln.

Industriekonzern mit globaler Präsenz

Parker-Hannifin Inc. ist ein US-amerikanischer Industriekonzern mit Schwerpunkt auf Komponenten und Lösungen für Hydraulik, Pneumatik, Filtration, Dichtungstechnik und andere Formen der Bewegungs- und Antriebstechnik. Das Unternehmen adressiert eine große Bandbreite an Kunden aus Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Prozessindustrie und Luft- und Raumfahrt und bedient sowohl Erstausrüster als auch Betreiber im Ersatzteil- und Servicegeschäft. Die breite Aufstellung über zahlreiche Regionen und Anwendungen hinweg wirkt wie ein Risikopuffer, weil Schwächen in einzelnen Segmenten durch Stärken in anderen Bereichen aufgefangen werden können. Im zurückliegenden Geschäftsjahr lag der Konzernumsatz im zweistelligen Milliardenbereich, während vergleichbare Industrieunternehmen häufig im Bereich eines mittleren bis hohen einstelligen Milliardenvolumens agieren, was die Größenordnung und Marktbedeutung von Parker-Hannifin unterstreicht.

Aus Anlegersicht ist die Kombination aus zyklischer Industrieexponierung und strukturellem Bedarf nach Effizienz, Automatisierung und Zuverlässigkeit ein zentraler Treiber für die Ertragslage. Wenn Investitionen in Maschinen, Anlagen und Infrastruktur zulegen, profitieren Anbieter von Hydraulik- und Pneumatikkomponenten üblicherweise überproportional, weil viele Projekte ein hohes Volumen an Bewegungs- und Steuerungstechnik benötigen. In Phasen schwächerer Investitionstätigkeit gewinnt das Ersatzteil- und Servicegeschäft an Bedeutung. Für Parker-Hannifin ist diese Balance aus Neugeschäft und Aftermarket eine wichtige Grundlage für stabile Cashflows und die Fähigkeit, Dividenden und Aktienrückkäufe zu finanzieren.

Profitabilität und Marge im Branchenvergleich

Ein wesentliches Kriterium für die Bewertung der Parker-Hannifin-Aktie ist die operative Marge, also der Anteil des operativen Ergebnisses am Umsatz. In der Industrie- und Automationsbranche gelten operative Margen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich als üblich, je nach Spezialisierungsgrad und Anteil höherwertiger Systemlösungen. Parker-Hannifin bewegt sich mit seinen berichteten Zahlen typischerweise im oberen Bereich dieses Spektrums, was auf eine Kombination aus technologisch anspruchsvollen Produkten, Skalenvorteilen in der Fertigung und einer konsequenten Kostenkontrolle schließen lässt. Damit liegt der Konzern bei der Profitabilität häufig einige Prozentpunkte über weniger spezialisierten Komponentenherstellern, die stärker standardisierte Produkte mit intensiverem Preiswettbewerb anbieten.

Für Anleger ist der Vergleich mit anderen global tätigen Industrie- und Automationsunternehmen ein wichtiges Instrument, um die Attraktivität der Parker-Hannifin-Aktie einzuordnen. Wenn ein Peer-Unternehmen beispielsweise eine operative Marge von rund 10 Prozent erzielt und Parker-Hannifin im Bereich um die niedrigen bis mittleren Zehnerprozente arbeitet, ergibt sich ein Unterschied von mehreren Prozentpunkten, der sich unmittelbar in der Fähigkeit widerspiegelt, Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie Ausschüttungen aus eigener Kraft zu finanzieren. Eine Marge, die um etwa 200 bis 300 Basispunkte über dem Branchendurchschnitt liegt, gilt in der Industrie oftmals als Zeichen für eine robuste Marktposition und eine erfolgreiche Umsetzung von Effizienzprogrammen.

Neben der operativen Marge ist auch die Entwicklung des Gewinns je Aktie (EPS) relevant. Steigt der bereinigte Gewinn je Aktie im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr, deutet dies auf eine Kombination aus organischem Wachstum, Preissetzungsmacht, Margenstabilität und gegebenenfalls unterstützender Kapitalstruktur hin. Bei Parker-Hannifin ist über die vergangenen Jahre ein klarer Trend zu steigenden Ergebnissen je Aktie erkennbar, was nicht zuletzt auf konsequente Portfolioarbeit und eine differenzierte Akquisitionsstrategie zurückzuführen ist. Aus Sicht langfristig orientierter Anleger erhöht eine solche Entwicklung die Attraktivität, wenn sie mit einer verlässlichen Dividendenpolitik und einem ausgewogenen Investitionsprofil einhergeht.

Cashflow, Bilanz und Investitionen

Ein weiterer zentraler Faktor für die Beurteilung der Parker-Hannifin-Aktie ist die Erzeugung freier Cashflows, also der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft nach Abzug der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Güter. Ein Industriekonzern, der dauerhaft einen freien Cashflow im hohen dreistelligen Millionen- oder niedrigen Milliardenbereich generiert, verfügt über erheblichen Spielraum, um gleichzeitig Schulden zu reduzieren, Dividenden zu zahlen, Aktien zurückzukaufen und Wachstum durch Akquisitionen zu finanzieren. Für Parker-Hannifin ist die Fähigkeit, solche Cashflows zu erwirtschaften, eng mit der Stabilität seiner Endmärkte und der Effizienz seiner Fertigung verbunden.

Die Bilanzstruktur spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein moderates Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA gilt in der Industrie als gesund, während höhere Hebel vor allem dann akzeptiert werden, wenn ihnen stabile, langfristige Cashflows gegenüberstehen. Parker-Hannifin hat in der Vergangenheit zur Finanzierung größerer Übernahmen die Verschuldung zeitweise erhöht, diese jedoch anschließend durch operative Mittelzuflüsse und gezielte Schuldenrückführung wieder angepasst. Für Anleger ist entscheidend, ob der Konzern seine Zielspanne bei der Verschuldung einhält und damit finanzielle Flexibilität bewahrt. Eine Reduktion des Verschuldungsgrads um beispielsweise 0,5 bis 1,0 EBITDA-Umdrehungen innerhalb weniger Jahre wird im Markt häufig als positives Signal für eine disziplinierte Kapitalallokation bewertet.

Investitionen in Fertigungskapazitäten, Digitalisierung und Automatisierung der eigenen Werke tragen langfristig zur Verbesserung von Produktivität und Qualität bei. In der Industrie sind Investitionsquoten im Bereich von mehreren Prozent des Umsatzes üblich. Parker-Hannifin nutzt diese Budgets, um Produktionsstandorte zu modernisieren, Supply-Chain-Prozesse zu optimieren und die Entwicklung neuer Produkte zu unterstützen. Für Anleger ist die Frage zentral, ob diese Investitionen zu einer nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit führen und damit Margen und Wachstum stützen. Eine Investitionsstrategie, die gezielt auf margenstarke Segmente und Anwendungen mit strukturellem Wachstum ausgerichtet ist, wird im Markt besonders positiv wahrgenommen.

Dividende und Aktionärsrendite

Für viele Privatanleger gehört die Dividendenpolitik zu den wichtigsten Elementen der Gesamtstrategie eines Unternehmens. Parker-Hannifin zählt zu den US-Unternehmen, die über lange Zeiträume hinweg regelmäßig Dividenden ausgeschüttet und diese tendenziell erhöht haben. Eine stetige Dividendenhistorie kann als Indikator für robuste Cashflows und einen Aktionärsfokus in der Kapitalallokation angesehen werden. Im Vergleich zu typischen Industrieunternehmen, die Dividendenrenditen im Bereich von rund 2 bis 3 Prozent bieten, bewegt sich Parker-Hannifin im ähnlichen Spektrum, wobei die exakte Rendite vom jeweiligen Aktienkurs abhängt.

Neben Dividenden spielt der Rückkauf eigener Aktien eine bedeutende Rolle für die Gesamtrendite. Wenn ein Unternehmen wie Parker-Hannifin über mehrere Jahre hinweg einen zweistelligen Milliardenbetrag für Rückkäufe einsetzt oder die Anzahl der ausstehenden Aktien spürbar reduziert, wirkt dies unterstützend auf den Gewinn je Aktie und kann den Aktienkurs langfristig stützen, sofern die Käufe zu vernünftigen Bewertungen erfolgen. Aus Sicht der Anleger entsteht so eine Mischung aus laufender Ausschüttung und kursbezogener Wertsteigerung. Entscheidend ist, dass Dividenden und Rückkäufe im Einklang mit der Ertragskraft und der Bilanzstruktur stehen und nicht zu einer übermäßigen Verschuldung führen.

Ein quantifizierbarer Vergleich kann hier zusätzliche Orientierung bieten. Wenn Parker-Hannifin etwa über einen Zeitraum von zehn Jahren die Dividende pro Aktie im Schnitt um niedrige einstellige Prozentsätze pro Jahr gesteigert hat, während der Branchendurchschnitt nur leicht zulegt, deutet dies auf eine konsequente Ausschüttungspolitik und stabile Geschäftsentwicklung hin. Anleger evaluieren solche Daten oft im Zusammenspiel mit der Gesamtrendite der Aktie, also inklusive Kursbewegungen, um zu beurteilen, welche Rolle das Unternehmen im eigenen Depot spielen kann.

Strategische Ausrichtung und Akquisitionen

Die langfristige Wertentwicklung der Parker-Hannifin-Aktie hängt maßgeblich davon ab, wie der Konzern seine Strategie an strukturelle Trends anpasst. Dazu zählen Themen wie Automatisierung, Digitalisierung, Energieeffizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Parker-Hannifin arbeitet an Lösungen, die den Energieverbrauch von Maschinen und Anlagen reduzieren, die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Bewegungsabläufen erhöhen und die Verfügbarkeit von kritischen Systemen verbessern. Diese Ausrichtung auf Effizienz und Leistung macht die Produkte und Systeme für Kunden attraktiv, die ihre eigenen Produktionsprozesse optimieren und Betriebskosten senken möchten.

Akquisitionen sind ein weiterer Baustein der Strategie. Durch den Zukauf spezialisierter Unternehmen kann Parker-Hannifin sein Portfolio an Technologien und Anwendungen verbreitern und Zugang zu neuen Kunden und Märkten gewinnen. In der Vergangenheit hat der Konzern unter anderem Anbieter aus den Bereichen Luftfahrtkomponenten, Hochleistungsdichtungstechnik und industrielle Automatisierung übernommen. Dabei ist eine sorgfältige Integration entscheidend, damit Synergien tatsächlich gehoben werden können und die Kulturen der übernommenen Unternehmen sich harmonisch in die Organisation einfügen. Anleger achten darauf, inwieweit Parker-Hannifin die mit größeren Akquisitionen verbundenen Synergien in Form von Margenverbesserungen und zusätzlichen Umsatzpotenzialen realisiert.

Ein sinnvoller quantifizierter Vergleich ist hier die Entwicklung von Umsatz und Marge nach größeren Übernahmen im Verhältnis zu den ursprünglichen Planannahmen. Wenn ein Zukauf beispielsweise mit erwarteten Synergien im mittleren dreistelligen Millionenbereich angekündigt wird und Parker-Hannifin diese Größenordnung nach einigen Jahren erkennbar erreicht oder übertrifft, stärkt das Vertrauen in die Fähigkeit des Managements, komplexe Transaktionen erfolgreich umzusetzen. Umgekehrt erhöht eine wiederholt verfehlte Synergienrealisierung das Risiko, dass Akquisitionen mehr Kosten als Nutzen erzeugen. Parker-Hannifin hat sich den Ruf erarbeitet, Akquisitionen mit Fokus auf technologische Ergänzung und profitable Segmente vorzunehmen, was im Markt positiv bewertet wird.

Marktumfeld und Wettbewerber

Die Parker-Hannifin-Aktie ist eingebettet in ein Wettbewerbsumfeld, in dem zahlreiche internationale Unternehmen um Marktanteile in der Bewegungs- und Antriebstechnik konkurrieren. Dazu zählen Anbieter von Hydrauliksystemen, Pneumatiklösungen, Filtrations- und Dichtungstechnik sowie komplexen Steuerungssystemen. Der Wettbewerb ist insbesondere in standardisierten Produktsegmenten intensiv, während in hochspezialisierten Anwendungen mit hohen Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit eher technologische Differenzierung im Vordergrund steht. Parker-Hannifin positioniert sich dabei mit einem breiten Portfolio und einer globalen Präsenz, was dem Konzern erlaubt, sowohl in Mainstream- als auch in Nischenanwendungen mitzuspielen.

Im globalen Kontext konkurriert die Parker-Hannifin-Aktie in der Wahrnehmung von Anlegern mit Papieren anderer Industriekonzerne, die ähnliche Schwerpunkte in der Automatisierungs- und Bewegungstechnik haben. Investoren vergleichen Kennzahlen wie Umsatzwachstum, operativer Marge, Kapitalrendite und Verschuldungsgrad, um zu entscheiden, welche Titel im Portfolio übergewichtet werden sollen. Wenn Parker-Hannifin beim Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich liegt, während einige Wettbewerber nur einen niedrigen einstelligen Zuwachs melden, signalisiert dies eine relativ stärkere Nachfrage nach den Lösungen des Konzerns. Ebenso ist eine um einige Prozentpunkte höhere Kapitalrendite ein Argument für eine effizientere Nutzung des eingesetzten Kapitals.

Der geografische Mix der Umsätze spielt ebenfalls eine Rolle. Parker-Hannifin erzielt einen bedeutenden Teil seiner Erlöse in Nordamerika, agiert aber zugleich in Europa, Asien und anderen Regionen. Diese Diversifikation trägt dazu bei, dass regionale Konjunkturschwankungen ausgeglichen werden können. Investoren betrachten dabei auch politische und regulatorische Faktoren, die sich auf Lieferketten und Investitionsbereitschaft auswirken können. Ein breites Netzwerk von Produktions- und Serviceeinheiten erhöht die Resilienz gegenüber Störungen, stellt aber auch Anforderungen an die Koordination und Steuerung der globalen Organisation.

Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit

Innovation ist für Parker-Hannifin ein zentraler Hebel, um sich im Markt zu differenzieren und die Attraktivität der eigenen Lösungen zu erhöhen. Der Konzern investiert fortlaufend in Forschung und Entwicklung, um neue Materialien, Komponenten und Systemarchitekturen zu entwickeln, die höhere Leistungsfähigkeit, längere Lebensdauer und verbesserte Energieeffizienz bieten. In der Bewegungstechnik ist beispielsweise die Optimierung von Ventilen, Pumpen und Aktuatoren entscheidend, um präzise Steuerung, geringeren Energiebedarf und reduzierte Wärmeentwicklung zu erreichen. Parker-Hannifin arbeitet an Lösungen, die es Kunden erlauben, ihre Systeme von konventioneller Hydraulik auf effizientere Technologien umzustellen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Digitalisierung. Sensorik und vernetzte Komponenten ermöglichen es, Daten zu sammeln und auszuwerten, um den Zustand von Maschinen und Anlagen in Echtzeit zu überwachen. Dadurch lassen sich Wartungsintervalle optimieren und ungeplante Stillstände reduzieren. Parker-Hannifin integriert solche Elemente in seine Produkte und bietet Kunden damit Mehrwert über die reine mechanische Funktion hinaus. Diese Entwicklung hin zu intelligenten Systemen ist ein wichtiger Trend im Bereich Industrie 4.0 und wird als langfristige Wachstumsquelle gesehen.

Nachhaltigkeit gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Unternehmen, die in ihrer Produktion und ihren Produkten Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung voranstellen, verbessern ihre Wettbewerbsposition in einem Umfeld zunehmend strengerer regulatorischer Vorgaben. Parker-Hannifin adressiert diesen Trend mit Lösungen, die etwa den Energiebedarf hydraulischer Systeme senken oder dazu beitragen, Leckagen zu verhindern und damit den Einsatz von Produkten wie Ölen und anderen Medien zu reduzieren. Für Anleger ist die Frage entscheidend, inwieweit solche Innovationen nicht nur den ökologischen Fußabdruck verbessern, sondern auch kommerziell erfolgreich sind und zusätzliche Nachfrage generieren.

Langfristige Perspektive für Anleger

Langfristig orientierte Privatanleger, die die Parker-Hannifin-Aktie betrachten, verbinden mit dem Titel typischerweise die Erwartung eines ausgewogenen Renditeprofils aus Kurswachstum und Dividenden. Das Unternehmen operiert in einem Segment, das sowohl von zyklischen Investitionszyklen als auch von strukturellen Trends wie Automatisierung und Effizienzsteigerung beeinflusst wird. Diese Mischung führt dazu, dass Parker-Hannifin in Phasen starker Investitionsbereitschaft überproportional profitieren kann, während in ruhigeren Zeiten das Ersatzteil- und Servicegeschäft eine wichtige Stütze darstellt. Die Fähigkeit, die operative Marge auf einem überdurchschnittlichen Niveau zu halten und gleichzeitig neue Wachstumsfelder zu erschließen, ist für die langfristige Wertentwicklung entscheidend.

Ein quantitativer Blick kann diese Perspektive untermauern. Wenn die Parker-Hannifin-Aktie über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren eine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich erzielt hat, einschließlich Dividenden, unterstreicht dies die langfristige Attraktivität des Titels für Anleger, die auf industrielle Wertschöpfung setzen. Im Vergleich zu breiten Marktindizes wie einem globalen Industriemix oder einem US-Leitindex entscheidet die relative Performance darüber, ob der Titel als Kernposition oder eher als Beimischung betrachtet wird. Parker-Hannifin profitiert hierbei von seiner Expertise in Nischen, die hohe technische Anforderungen stellen und damit Preissetzungsmacht ermöglichen.

Risiken bleiben dennoch präsent. Dazu zählen konjunkturelle Abschwünge, die Investitionen in Maschinen und Anlagen bremsen können, Wechselkursschwankungen, die internationale Umsätze beeinflussen, sowie Rohstoffpreisbewegungen, die auf die Kostenstruktur durchschlagen. Hinzu kommen technologische Änderungen und neue Wettbewerber, die mit innovativen Lösungen in den Markt drängen. Für Anleger ist es deshalb wichtig, die strategische Ausrichtung von Parker-Hannifin, die Entwicklung der Kennzahlen und die Position im Wettbewerb regelmäßig zu beobachten, um die Rolle der Aktie im eigenen Depot fortlaufend zu überprüfen.

Vertiefen und einordnen

Mehr Hintergründe zur Parker-Hannifin-Aktie

Weitere Informationen zu Kennzahlen, Strategie und Investor-Relations-Unterlagen finden sich in spezialisierten Finanzportalen und im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens.

Hydrauliklösungen als Kernprodukt

Zu den zentralen Produktfeldern von Parker-Hannifin zählen Hydrauliklösungen, die in einer Vielzahl industrieller und mobiler Anwendungen eingesetzt werden. Dazu gehören Pumpen, Ventile, Zylinder, Filter und komplette Hydrauliksysteme, die Bewegungen mit hoher Kraft und Präzision ermöglichen. Ein typisches Beispiel sind Hydraulikkomponenten für Baumaschinen, Landmaschinen oder industrielle Pressen, in denen hohe Kräfte bei begrenztem Bauraum benötigt werden. Parker-Hannifin entwickelt und fertigt solche Komponenten mit dem Ziel, hohe Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer und gute Wartungsfreundlichkeit zu bieten. Die Systemsicht spielt dabei eine wichtige Rolle: Komponenten werden so gestaltet, dass sie optimal miteinander harmonieren und in der Anwendung ein effizientes Zusammenspiel von Druck, Durchfluss und Steuerung ermöglichen.

Die Bedeutung dieser Produkte für die Kunden ist groß, denn Ausfälle oder ineffiziente Systeme können zu Produktionsunterbrechungen und höheren Betriebskosten führen. Hydrauliklösungen von Parker-Hannifin sind daher häufig in Anwendungen zu finden, in denen Verfügbarkeit und Sicherheit besonders wichtig sind. Kunden schätzen zudem die weltweite Service- und Ersatzteilstruktur des Konzerns, die es ermöglicht, Komponenten schnell zu beschaffen und Instandhaltungsarbeiten zügig durchzuführen. Für den Konzern selbst sind Hydraulikprodukte eine Quelle stabiler Umsätze, da sowohl Neuprojekte als auch laufender Ersatzbedarf entsprechende Nachfrage generieren.

Die Parker-Hannifin-Aktie im Fokus von Privatanlegern

Die Parker-Hannifin-Aktie ist an einer großen US-Börse notiert und spiegelt die finanzielle Entwicklung des Konzerns im Kapitalmarkt wider. Der Kursverlauf wird von Faktoren wie konjunkturellen Erwartungen, unternehmensspezifischen Nachrichten, Veränderungen im Zinsumfeld und der allgemeinen Stimmung gegenüber Industrie- und Zyklikerwerten beeinflusst. Im langfristigen Betrachtungszeitraum hat die Aktie einen deutlichen Wertzuwachs verzeichnet, der durch steigende Gewinne, Dividendenzahlungen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens getragen wurde. Kurzfristig kann es dagegen zu Schwankungen kommen, wenn Marktteilnehmer ihre Erwartungen anpassen oder externe Ereignisse die Einschätzung von Risiken und Chancen verändern.

Für Privatanleger, die sich mit der Parker-Hannifin-Aktie beschäftigen, sind neben dem aktuellen Kurs und der historischen Performance insbesondere Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Dividendenrendite relevant. Sie dienen als Orientierungsgrößen, um die Bewertung der Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern und zu breiten Marktindizes einzuschätzen. Liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis beispielsweise leicht unter dem Branchendurchschnitt, während Wachstums- und Margenprofil mindestens gleichwertig sind, kann dies auf eine relativ attraktive Bewertung hindeuten. Umgekehrt können hohe Bewertungskennzahlen bei moderatem Wachstum Signale dafür sein, dass hohe Erwartungen im Markt eingepreist sind.

Fakten zur Parker-Hannifin-Aktie

  • Unternehmen: Parker-Hannifin Inc.
  • ISIN: US7010941019
  • Ticker: PH
  • Handelsplatz: NYSE
  • Sektor / Branche: Industrie - Maschinenbau / Antriebstechnik
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

Weitere Informationen und Diskussionen zur Parker-Hannifin-Aktie

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