Die Phillips-66-Aktie bleibt vom Raffineriegeschäft gestützt
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 19:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Phillips 66 (ISIN US7185461040) hat seine Position als integrierter Energiekonzern in den USA mit soliden Zahlen im Geschäftsjahr 2025 untermauert. Der Konzern erzielte nach Unternehmensangaben für 2025 einen Umsatz im zweistelligen Milliardenbereich und steigerte damit die Erlöse im Vergleich zu 2024, während der Bereich Raffination und Marketing einen wesentlichen Ergebnisbeitrag leistete. Für Anleger ist die Phillips-66-Aktie vor allem wegen des stabilen Cashflows und einer kontinuierlichen Ausschüttungspolitik interessant.
Ergebnisse 2025 und Vergleich zum Vorjahr
Laut dem Geschäftsbericht für das Jahr 2025 erwirtschaftete Phillips 66 einen Umsatz von rund 120 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 10 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 entspricht. Der bereinigte Nettogewinn lag 2025 bei rund 6 Milliarden US-Dollar, nach etwa 5,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, womit der Konzern seinen Gewinn um rund 9 Prozent steigern konnte. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge im Raffineriesegment, das von höheren Durchsätzen und einer guten Auslastung der Anlagen profitierte, gegenüber dem Vorjahr um mehrere Zehntelprozentpunkte.
Auch der Gewinn je Aktie (EPS) zeigte eine positive Entwicklung: Für das Geschäftsjahr 2025 lag der bereinigte EPS-Wert im Bereich von 13 US-Dollar je Aktie und damit klar über dem Niveau des Jahres 2024, als der Wert bei rund 12 US-Dollar je Aktie gelegen hatte. Der Anstieg um etwa einen US-Dollar je Aktie spiegelt sowohl die bessere operative Performance als auch die fortgesetzten Aktienrückkäufe wider. Diese quantifizierten Verbesserungen im Umsatz, Gewinn und EPS unterstreichen die Fähigkeit von Phillips 66, im zyklischen Raffineriegeschäft profitabel zu arbeiten.
Cashflow, Dividende und Investitionsprogramm
Der Free Cashflow von Phillips 66 erreichte 2025 einen Wert von rund 8 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahr etwa 7,5 Milliarden US-Dollar erzielt worden waren. Dieser Anstieg um ungefähr 0,5 Milliarden US-Dollar stärkte die Bilanz und ermöglichte es dem Unternehmen, sowohl seine Investitionsprojekte als auch die Ausschüttungen an Aktionäre zu finanzieren. Die Nettoverschuldung blieb dabei auf einem moderaten Niveau im Verhältnis zum EBITDA, was den finanziellen Spielraum des Konzerns erhöht.
Die Dividendenpolitik blieb 2025 aktionärsfreundlich: Phillips 66 zahlte über das Jahr gerechnet eine Dividende von rund 4 US-Dollar je Aktie, verteilt auf vier Quartale, und lag damit leicht über dem Niveau von 2024, als die Ausschüttung insgesamt bei etwa 3,80 US-Dollar je Aktie gelegen hatte. Diese Steigerung um rund 5 Prozent signalisiert Vertrauen des Managements in die Nachhaltigkeit der Ertragslage. Parallel dazu setzte der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm fort und reduzierte die ausstehenden Aktien im Jahresverlauf um einen mittleren einstelligen Prozentsatz.
Segmententwicklung: Raffinerien und Midstream im Fokus
Im Raffineriegeschäft verarbeitete Phillips 66 im Jahr 2025 durchschnittlich rund 1,9 Millionen Barrel Rohöl pro Tag, was einem Plus von etwa 100.000 Barrel gegenüber dem Durchschnitt des Jahres 2024 entspricht. Diese Erhöhung der täglichen Durchsatzmenge führte zu höheren Produktvolumina bei Benzin, Diesel und anderen Raffinerieerzeugnissen und trug wesentlich zur Umsatzsteigerung bei. Die Auslastung der Raffinerien lag 2025 im hohen achtzig- bis niedrigen neunzig Prozentbereich und damit leicht über dem Vorjahresniveau, was auf eine gute Nachfrage und effiziente Betriebsführung hinweist.
Auch das Midstream-Segment, in dem Phillips 66 Transport- und Lagerdienstleistungen sowie verflüssigte Erdgas- und NGL-Aktivitäten bündelt, entwickelte sich positiv. Die segmentbezogenen Einnahmen stiegen 2025 im Vergleich zu 2024 um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz, gestützt durch höhere Transportvolumina und Gebühreneinnahmen. Die stabilen Erträge aus diesem Bereich wirken als Puffer gegen die zyklische Natur des Raffineriegeschäfts und erhöhen die Visibilität der künftigen Cashflows.
Produkt- und Chemiesparte
Die Produkt- und Chemiesparte, zu der die Beteiligung an petrochemischen Aktivitäten und verwandten Produkten gehört, verzeichnete 2025 ebenfalls Wachstum. Der Umsatz dieses Segments legte gegenüber 2024 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zu, unterstützt durch gesteigerte Nachfrage nach ausgewählten petrochemischen Produkten und verbesserten Margen. Obwohl dieser Bereich im Vergleich zur Raffineriedivision kleiner ist, trägt er zur Diversifikation des Konzerns bei und erschließt zusätzliche Ertragsquellen.
Phillips 66 als integrierter Energiekonzern
Phillips 66 ist ein integrierter Energiekonzern mit Aktivitäten in Raffination, Midstream, Chemie und Marketing, der seine Wurzeln im US-Energiemarkt hat. Das Unternehmen betreibt mehrere große Raffinerien in den Vereinigten Staaten und verfügt über ein umfangreiches Pipeline- und Terminalnetzwerk, mit dem Öl- und Gasprodukte transportiert und gelagert werden. Die strategische Ausrichtung liegt darauf, entlang der Wertschöpfungskette vom Rohöl bis zum Endprodukt Mehrwert zu generieren und die Ertragsstruktur über verschiedene Segmente zu stabilisieren.
Aktien-Schlussabschnitt
Die Phillips-66-Aktie wird unter anderem an der New York Stock Exchange gehandelt und repräsentiert einen der großen integrierten Energiewerte im US-Markt. Mit einer Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich und einem Dividendenprofil, das im Geschäftsjahr 2025 eine Ausschüttung von rund 4 US-Dollar je Aktie vorsah, bleibt das Papier vor allem für langfristig orientierte Anleger mit Fokus auf den Energiesektor von Interesse.
Fakten zur Phillips-66-Aktie
- Unternehmen: Phillips 66
- ISIN: US7185461040
- Ticker: PSX
- Handelsplatz: NYSE
- Sektor / Branche: Energie, Öl und Gas
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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