Schlechte Stimmung in der Metall- und Elektroindustrie NRW
02.01.2026 - 11:45:00 | dpa.deViele Betriebe schauen pessimistisch auf 2026, wie Verband Metall NRW mitteilte.
Nur 14 Prozent der Unternehmen bewerten ihre aktuelle GeschĂ€ftslage als gut, lediglich 10 Prozent erwarten in den nĂ€chsten sechs Monaten eine Besserung. An der Befragung zum Jahreswechsel nahmen laut Verband 354 Unternehmen mit knapp 95.000 BeschĂ€ftigten teil. Bei einer zum Jahreswechsel 2024/2025 durchgefĂŒhrten Umfrage waren die Ergebnisse Ă€hnlich schlecht ausgefallen.
Auch bei der BeschÀftigung lÀsst sich die Unsicherheit ablesen. Nur 15 Prozent der Unternehmen planen im ersten Halbjahr Neueinstellungen. Jeder vierte Betrieb will laut Umfrage Stellen abbauen, knapp 30 Prozent haben dies in den vergangenen sechs Monaten bereits getan. Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit ist mit 28 Prozent weiterhin hoch. Seit Juni 2024 gehen in der Branche laut Verband monatlich bereits rund 2.100 ArbeitsplÀtze verloren. Die Produktion liegt demnach 23 Prozent unter dem Niveau von 2018.
Verband sieht gravierende StandortschwÀche
PrĂ€sident Arndt Kirchhoff wertet die Ergebnisse als "Ausdruck einer tiefen WettbewerbsfĂ€higkeitskrise und gravierenden StandortschwĂ€che", die durch geopolitische Unsicherheiten verschĂ€rft werde. Bei Unternehmern verstĂ€rke sich der Eindruck, dass Teile der Politik die wirtschaftlichen RealitĂ€ten nicht ausreichend wahrnehmen wĂŒrden. Mit Blick auf politische Entscheidungen in BrĂŒssel und Berlin begegne ihm eine groĂe Unruhe und Verunsicherung.
"Um das Ruder wirklich herumzureiĂen, braucht Deutschland jetzt einen wirtschafts- und sozialpolitischen Befreiungsschlag", so Kirchhoff. Er forderte unter anderem eine VerlĂ€ngerung der Lebensarbeitszeit.
Zu dem Industriezweig zĂ€hlen unter anderem der Maschinenbau, die Elektroindustrie, der Automobilbau, Hersteller von Metallerzeugnissen, die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie GieĂereien.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
