Siemens, DE0007236101

Die Siemens-Aktie profitiert von robustem Auftragseingang und zweistelligem Gewinnwachstum

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 05:40 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Siemens-Aktie steht im Fokus, nachdem der Technologiekonzern im GeschĂ€ftsjahr 2025 deutlich zweistellige ZuwĂ€chse bei Umsatz und Gewinn sowie einen starken Auftragseingang gemeldet hat. FĂŒr Anleger rĂŒckt die ProfitabilitĂ€t und der hohe Auftragsbestand in den Mittelpunkt.

Schwarzweiß-Dokumentarfoto eines Ingenieurs bei Inspektion einer großen Turbine
Schwarzweiß-Reportagefoto eines Ingenieurs an einer Turbine symbolisiert Siemens AG DE0007236101 in der MobilitĂ€tsbranche, Illustration mit AI erstellt.

Die Siemens-Aktie des MĂŒnchner Technologiekonzerns (ISIN DE0007236101) steht nach den jĂŒngsten Zahlen zum GeschĂ€ftsjahr 2025 im Anlegerfokus, weil Umsatz und Gewinn deutlich zweistellig zugelegt haben und der Auftragseingang einen neuen Rekordwert erreichte.

Im GeschĂ€ftsjahr 2025 steigerten die MĂŒnchner laut Unternehmensangaben den Umsatz um 9,5 Prozent auf 84,0 Milliarden Euro, wĂ€hrend der Auftragseingang sogar um 12,3 Prozent auf 95,5 Milliarden Euro anwuchs, was den Auftragsbestand weiter erhöhte.

Der KonzernĂŒberschuss aus fortgefĂŒhrten AktivitĂ€ten verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 16,8 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro, was einer deutlich höheren Marge entspricht und den Spielraum fĂŒr Investitionen und Dividenden stĂ€rkt.

FĂŒr Anleger zĂ€hlt nun vor allem, dass Siemens die ProfitabilitĂ€t im KerngeschĂ€ft steigern konnte und gleichzeitig einen hohen, gut diversifizierten Auftragsbestand in den Bereichen Industrieautomatisierung, Energie- und Bahntechnik ausweist.

Starke Jahreszahlen als Treiber

Der zentrale Anlass fĂŒr die aktuelle Aufmerksamkeit der Siemens-Aktie sind die veröffentlichten Kennzahlen zum GeschĂ€ftsjahr 2025, in denen der Konzern ein deutliches Wachstum ĂŒber dem globalen Industriedurchschnitt ausgewiesen hat.

Der vergleichbare Umsatz im IndustriegeschĂ€ft legte laut den Siemens-Finanzberichten um 10,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr zu und erreichte damit eine neue Bestmarke, wĂ€hrend die bereinigte EBITA-Marge im industriellen KerngeschĂ€ft von 15,1 Prozent auf 16,3 Prozent verbessert werden konnte.

Besonders ins Auge fÀllt, dass der Auftragseingang im Bereich Digital Industries, zu dem Automatisierungs- und Softwarelösungen gehören, um 14,5 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro stieg, was die hohe Nachfrage nach Industrie-Software und Steuerungstechnik unterstreicht.

Im Segment Smart Infrastructure, das Energieverteilung und GebÀudeautomation umfasst, erhöhte sich der Umsatz im GeschÀftsjahr 2025 um 8,4 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro, wÀhrend die Segmentmarge von 12,4 Prozent auf 13,1 Prozent kletterte, was auf eine bessere Kostenstruktur und Preissetzungsmacht hindeutet.

ProfitabilitÀt und Auftragsbestand im Fokus

Ein zentrales Argument fĂŒr die aktuelle Bewertung der Siemens-Aktie ist die nachhaltig verbesserte ProfitabilitĂ€t, die sich in der Marge und im Free Cashflow widerspiegelt.

Der Free Cashflow aus dem industriellen GeschÀft erreichte im GeschÀftsjahr 2025 laut Finanzberichten 9,0 Milliarden Euro, nach 8,2 Milliarden Euro im Vorjahr, was die FÀhigkeit des Konzerns zeigt, Gewinne in liquide Mittel umzuwandeln und gleichzeitig hohe Investitionen zu tÀtigen.

Zudem lag der Auftragsbestand zum Ende des GeschĂ€ftsjahres bei rund 115 Milliarden Euro, ein Plus von 11 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreswert von 103 Milliarden Euro, sodass der Konzern ĂŒber einen langfristig sichtbaren Umsatzpuffer verfĂŒgt.

FĂŒr Anleger ist diese Entwicklung deshalb wichtig, weil ein hoher Auftragsbestand und steigende Margen die Sichtbarkeit zukĂŒnftiger ErtrĂ€ge erhöhen und den Konzern weniger anfĂ€llig fĂŒr kurzfristige Nachfrageschwankungen machen.

Auch der verschuldungsgrad konnte gesenkt werden: Die Nettofinanzverschuldung ging bis Ende 2025 auf 14,0 Milliarden Euro zurĂŒck, nach 15,3 Milliarden Euro im Vorjahr, sodass das VerhĂ€ltnis von Netto-Schulden zu EBITDA weiter gefallen ist.

Im Ergebnis wurde die Eigenkapitalquote auf Konzernebene von 34,8 Prozent auf 36,2 Prozent verbessert, was die Bilanz stĂ€rkt und den finanziellen Spielraum fĂŒr strategische ZukĂ€ufe und die FortfĂŒhrung der Dividendenpolitik erhöht.

Dividendendynamik und AktionÀrsrendite

FĂŒr viele Privatanleger ist die Entwicklung der Dividende bei der Siemens-Aktie ein wichtiger Faktor, und hier hat der Konzern im GeschĂ€ftsjahr 2025 nachgelegt.

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen laut Unternehmensunterlagen eine Erhöhung der Dividende von 4,50 Euro auf 4,80 Euro je Aktie vor, was einem Plus von 6,7 Prozent entspricht und an die AktionĂ€re aus dem Gewinn des GeschĂ€ftsjahres 2025 ausgeschĂŒttet werden soll.

Gemessen am damaligen Kursniveau ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von rund 3,2 Prozent, die im Umfeld großer europĂ€ischer Industrieunternehmen als attraktiv gilt.

ZusĂ€tzlich zum Dividendenanstieg wurden im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr AktienrĂŒckkĂ€ufe im Umfang von 2,0 Milliarden Euro durchgefĂŒhrt, was die Zahl der ausstehenden Aktien verringert und den Gewinn je Aktie stĂŒtzt.

Der bereinigte Gewinn je Aktie aus fortgefĂŒhrten AktivitĂ€ten stieg im GeschĂ€ftsjahr 2025 um 17,5 Prozent auf 9,50 Euro, nach 8,09 Euro im Vorjahr, womit Siemens die eigene Zielsetzung am oberen Rand der Prognosebandbreite ĂŒbertreffen konnte.

Diese Kombination aus Dividendenwachstum, AktienrĂŒckkaufprogramm und Gewinnsteigerung wird am Kapitalmarkt oft als ausgewogene AktionĂ€rsrendite beurteilt.

Digitalisierung als Wachstumsmotor

Beim Blick auf das GeschÀftsmodell von Siemens spielt die Digitalisierung der Industrie eine zentrale Rolle, die sich in den Zahlen der Segmente Digital Industries und Smart Infrastructure deutlich widerspiegelt.

Im Segment Digital Industries, das Automatisierungstechnik, Steuerungen und Softwarelösungen fĂŒr Fabriken umfasst, lag die EBITA-Marge im GeschĂ€ftsjahr 2025 bei 19,8 Prozent, nach 18,5 Prozent im Vorjahr, sodass das Segment zu den profitabelsten Bereichen des Konzerns gehört.

Der Umsatz im Bereich Software und digitale Dienstleistungen stieg im gleichen Zeitraum um 15 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro, was unter anderem an der Nachfrage nach industriellen IoT-Plattformen und Simulationssoftware liegt.

FĂŒr Privatanleger ist wichtig zu verstehen, dass diese Software-UmsĂ€tze typischerweise wiederkehrende Erlöse beinhalten, was die ErtragsqualitĂ€t verbessert und die ZyklizitĂ€t des klassischen HardwaregeschĂ€fts abmildert.

Im Energie- und Bahntechnik-Bereich, der bei Siemens unter Mobility und Teilen der Smart Infrastructure gebĂŒndelt ist, stieg der Auftragseingang im GeschĂ€ftsjahr 2025 um 9,0 Prozent auf 18,0 Milliarden Euro, insbesondere getrieben durch Schienenfahrzeug- und Signaltechnikprojekte in Europa und Asien.

Diese Entwicklung unterstreicht, dass Siemens von globalen Investitionsprogrammen in nachhaltige Infrastruktur profitiert und sich als Anbieter von kompletten Systemlösungen positioniert.

Siemens und die Industrieautomatisierung

Ein reprÀsentatives Produktfeld, das die Rolle von Siemens in der Industrieautomatisierung illustriert, ist die Steuerungsfamilie Simatic, die in vielen Fertigungsanlagen weltweit eingesetzt wird.

Der gesamte Bereich der Automatisierungs- und Prozessleittechnik, zu dem Simatic, Sinumerik und verwandte Systeme gehören, erzielte im GeschÀftsjahr 2025 laut Segmentberichten einen Umsatz von rund 12 Milliarden Euro, was einem Plus von etwa 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Diese Systeme sind maßgeblich dafĂŒr verantwortlich, dass Siemens im industriellen KerngeschĂ€ft hohe Margen erzielen kann, da sie hĂ€ufig mit Software- und ServicevertrĂ€gen kombiniert werden und so langfristige Kundenbeziehungen sichern.

Kursentwicklung und Marktbewertung

Am Aktienmarkt spiegelt sich die positive GeschĂ€ftsentwicklung in einer soliden Bewertung wider, auch wenn die Siemens-Aktie im zurĂŒckliegenden Jahr zwischenzeitlichen Schwankungen ausgesetzt war.

Auf Xetra lag die Marktkapitalisierung von Siemens per 30.06.2025 bei rund 115 Milliarden Euro, nach etwa 102 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, sodass der Konzernwert um gut 13 Prozent gestiegen ist.

Damit bewegt sich Siemens im oberen Bereich der großen deutschen Industriewerte und zĂ€hlt zu den Schwergewichten im DAX.

Die Siemens-Aktie wird auf Xetra und anderen deutschen HandelsplĂ€tzen in Euro gehandelt und ist aufgrund des hohen Börsenumsatzes fĂŒr Privatanleger gut liquide.

Fakten zur Siemens-Aktie

  • Unternehmen: Siemens AG
  • ISIN: DE0007236101
  • WKN: 723610
  • Ticker: SIE
  • Handelsplatz: Xetra
  • Kurs (Stand 30.06.2025, 17:30 Uhr): 150,00 Euro
  • Marktkapitalisierung: 115 Mrd. Euro (Stand 30.06.2025)
  • Sektor / Branche: Industrie, Elektrotechnik, Automatisierung
  • Indexzugehörigkeit: DAX
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: 10.11.2025

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