Southwest Airlines, US8447411088

Die Southwest-Airlines-Aktie bleibt vom starken US-Reiseverkehr gestĂŒtzt

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 04:27 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Die Southwest-Airlines-Aktie reflektiert den anhaltend hohen Reiseverkehr in den USA. Der Low-Cost-Carrier mit der ISIN US8447411088 profitiert von einer robusten Nachfrage im Inlandsflugmarkt und einem dichten Streckennetz.

Southwest Airlines, US8447411088, Illustration mit AI erstellt.
Southwest Airlines, US8447411088, Illustration mit AI erstellt.

Die Southwest-Airlines-Aktie des US-Discounters Southwest Airlines Co. (ISIN US8447411088) steht fĂŒr viele Privatanleger als Hebel auf den US-Inlandsflugverkehr, der von einer hohen ReisetĂ€tigkeit und einem breiten Streckennetz getragen wird. Der Konzern ist an der New Yorker Börse gelistet und spiegelt als Airline-Wert sowohl operative Flugnachfrage als auch Kostenfaktoren wie Kerosinpreise und Löhne wider. FĂŒr Anleger ist entscheidend, wie stabil die Ertragslage im intensiven Wettbewerb des US-Luftverkehrs bleibt.

GeschÀftsmodell im US-Inlandsmarkt

Southwest Airlines Co. mit Sitz in Dallas, Texas, gilt als einer der grĂ¶ĂŸten Low-Cost-Carrier im US-Markt und fokussiert sich traditionell stark auf den Inlandsverkehr. Das Unternehmen betreibt ein Punkt-zu-Punkt-Netz mit kurzen bis mittleren Strecken, das viele grĂ¶ĂŸere und mittelgroße StĂ€dte direkt verbindet. Im Unterschied zu klassischen Netzwerkfluggesellschaften mit Drehkreuzen setzt Southwest auf einfache Routings, um Umsteigezeiten zu reduzieren und Flugzeuge möglichst effizient auszulasten.

Das GeschĂ€ftsmodell basiert auf einer schlanken Kostenstruktur, standardisierten Flugzeugtypen und einem klaren Fokus auf Serviceelemente, die fĂŒr breite Kundenschichten attraktiv sind. Die Flotte besteht ĂŒberwiegend aus Maschinen eines einzigen Herstellers und Typs, was Wartung, Schulung und Ersatzteilhaltung vereinfacht. Eine hohe FlottenhomogenitĂ€t senkt operative KomplexitĂ€t und ist ein struktureller Kostenvorteil gegenĂŒber Wettbewerbern mit stĂ€rker gemischten Flotten.

Kostenstruktur und Margen im Wettbewerb

FĂŒr die ProfitabilitĂ€t einer Airline wie Southwest Airlines sind die Entwicklung der Treibstoffpreise, die Auslastung der Flugzeuge und die Personalkosten zentral. Der Konzern finanziert seine Flotte ĂŒber eine Mischung aus Eigenmitteln, Schulden und LeasingvertrĂ€gen, wobei die Kapitalkosten unmittelbar auf die Ergebnisrechnung durchschlagen. Steigen die Kerosinpreise, wirkt sich das direkt auf die operativen Kosten aus und kann bei unverĂ€nderten Ticketpreisen die Marge belasten.

Im intensiven Wettbewerb des US-Luftverkehrs muss Southwest MitarbeitervergĂŒtungen und Sozialleistungen mit der Notwendigkeit einer niedrigen Kostenbasis austarieren. Gewerkschaftliche Verhandlungen und tarifliche Vereinbarungen prĂ€gen die langfristige Kostenstruktur. TarifabschlĂŒsse mit höheren Löhnen können die Kostenbasis erhöhen, werden aber hĂ€ufig durch ProduktivitĂ€tssteigerungen, Effizienzprogramme oder moderate Ticketpreisanpassungen teilweise kompensiert.

KapazitÀtssteuerung und Auslastung

Die Steuerung der KapazitĂ€t ĂŒber die Anzahl der eingesetzten Flugzeuge und die Frequenz der Verbindungen ist ein Kerninstrument, mit dem Southwest Airlines auf Nachfrageschwankungen reagiert. In Phasen hoher Nachfrage, etwa in Ferienzeiten oder zu Reisepeaks, können zusĂ€tzliche Frequenzen auf wichtigen Routen die Erlöse stĂŒtzen. In schwĂ€cheren Zeiten ist ein prĂ€zises KapazitĂ€tsmanagement wichtig, um leere SitzplĂ€tze und damit unproduktive Kosten zu vermeiden.

Der sogenannte Sitzladefaktor, also die Auslastung der angebotenen SitzplĂ€tze, ist eine zentrale Kennzahl zur Beurteilung der Effizienz des Flugbetriebs. Eine steigende Auslastung bei stabilen oder moderat steigenden Ticketpreisen verbessert typischerweise die operative Marge, da Fixkosten wie Flugzeugabschreibungen und Personalkosten auf mehr zahlende Passagiere verteilt werden. Umgekehrt kann eine sinkende Auslastung schnell zu Ergebnisdruck fĂŒhren, wenn die Kosten nicht im gleichen Umfang reduziert werden können.

Ertragsquellen und Zusatzleistungen

Neben den klassischen TicketumsĂ€tzen erwirtschaftet Southwest Airlines Einnahmen aus Zusatzleistungen wie Umbuchungsoptionen, Priority-Leistungen oder BordverkĂ€ufen. Im Gegensatz zu einigen anderen Low-Cost-Carriern praktiziert Southwest traditionell ein kundenfreundliches GebĂŒhrenmodell, bei dem bestimmte Leistungen im Ticketpreis enthalten sind. Diese strategische Entscheidung soll die Marke stĂ€rken und Stammkunden binden, kann aber im Vergleich zu Airlines mit stĂ€rker ausgebautem GebĂŒhrenmodell potenzielle Zusatzerlöse begrenzen.

Die GesamtprofitabilitĂ€t hĂ€ngt davon ab, wie gut es dem Unternehmen gelingt, Erlösströme aus Basis-Tickets mit Einnahmen aus Zusatzleistungen zu verbinden. Programme fĂŒr Vielflieger und Kooperationen mit Kreditkartenanbietern oder anderen Partnern können ebenfalls zur Ertragsbasis beitragen. Eine wachsende Zahl von Passagieren, die Bonusprogramme nutzt, erhöht den Wert des Kundenstamms und schafft zusĂ€tzliche Anreize fĂŒr Wiederholungsbuchungen.

US-Marktumfeld und Wettbewerb

Der Luftverkehrsmarkt in den USA ist durch einige große Netzwerkgesellschaften und mehrere Hybrid- sowie Low-Cost-Anbieter geprĂ€gt. Southwest Airlines gehört zu den Anbietern mit klarer Low-Cost-DNA, konkurriert aber sowohl mit klassischen Voll-Service-Airlines als auch mit anderen Discountern. Regional unterschiedliche Nachfrage, saisonale Effekte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie die allgemeine Konsumlaune beeinflussen die Buchungszahlen.

Im Inlandsverkehr spielen Faktoren wie die Entwicklung der Löhne und BeschĂ€ftigungszahlen eine wichtige Rolle, weil sie direkt auf Reisebudgets wirken. Steigt die Zahl der beschĂ€ftigten Personen und verbessern sich die Haushaltseinkommen, steigt erfahrungsgemĂ€ĂŸ auch die Bereitschaft, Flugreisen zu buchen. Umgekehrt können konjunkturelle AbschwĂŒnge die Nachfrage nach InlandsflĂŒgen dĂ€mpfen, was Airlines zu strikter Kostenkontrolle zwingt.

Flotte und Standardisierung

Die Flottenpolitik von Southwest Airlines ist traditionell auf Standardisierung ausgerichtet. Ein homogener Flottenmix reduziert den Schulungsaufwand fĂŒr Piloten, Kabinenpersonal und Techniker, da primĂ€r ein Flugzeugtyp beherrscht werden muss. Dies erleichtert die Einsatzplanung der Crews und senkt die KomplexitĂ€t der Wartungsprozesse. Gleichzeitig erlaubt eine standardisierte Flotte eine engere Abstimmung von ErsatzteilbestĂ€nden und Wartungszyklen.

Die Wahl eines einzelnen Flugzeugtyps ist allerdings auch ein Konzentrationsrisiko: Technische Probleme oder regulatorische BeschrĂ€nkungen fĂŒr den gewĂ€hlten Typ können direkt große Teile der Flotte betreffen. In solchen Situationen hĂ€ngt die StabilitĂ€t des Flugbetriebs davon ab, wie schnell Lösungen gefunden und alternative KapazitĂ€ten bereitgestellt werden können. Eine gute Kooperation mit dem Flugzeughersteller und eine vorausschauende Wartungsplanung sind deshalb fĂŒr die Betriebssicherheit und Planbarkeit der KapazitĂ€t entscheidend.

Digitalisierung und Buchungsprozesse

Ein wesentlicher Bestandteil des GeschĂ€ftsmodells von Southwest Airlines ist der Direktvertrieb ĂŒber die eigene Website und die mobilen Anwendungen. Durch digitale Buchungsprozesse lassen sich DrittanbietergebĂŒhren begrenzen, und das Unternehmen behĂ€lt direkten Kontakt zu den Kunden. Benutzerfreundliche OberflĂ€chen, transparente Preisstrukturen und klare Kommunikationsprozesse sind entscheidend, um Buchungen zu erleichtern und Abbruchraten im Buchungsprozess zu senken.

Die Digitalisierung des Kundenerlebnisses umfasst neben der Buchung auch die Verwaltung von Reservierungen, Check-in-Prozesse und Informationsdienste rund um Flugstatus und Änderungen. Ein reibungsloses digitales Erlebnis trĂ€gt dazu bei, Kosten im Kundenservice zu senken, da weniger telefonische oder persönliche UnterstĂŒtzung notwendig ist. Gleichzeitig stĂ€rkt eine bestĂ€ndige und verlĂ€ssliche digitale Interaktion das Vertrauen der Kunden in die Marke.

Finanzprofil und Bilanzstruktur

Das Finanzprofil von Southwest Airlines ist durch eine Mischung aus kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten, Eigenkapital und operativ erwirtschafteten MittelzuflĂŒssen geprĂ€gt. Die Airline muss fortlaufend entscheiden, in welchem Tempo Investitionen in neue Flugzeuge, Wartungsprojekte, Modernisierungen und digitale Infrastruktur erfolgen. Ziel ist, die Flotte wirtschaftlich jung zu halten, ohne die Bilanz ĂŒbermĂ€ĂŸig zu belasten.

Die Verschuldungsquote und der Zinsaufwand beeinflussen direkt die Nettomarge des Unternehmens. Steigende Zinsen verteuern die Refinanzierung und können die Ergebnisdynamik schwĂ€chen, wenn die operative Ertragskraft nicht im gleichen Maße zunimmt. Umgekehrt ermöglicht ein moderates Zinsniveau in Verbindung mit soliden operativen Cashflows eine komfortablere Finanzierung von Investitionsprogrammen.

LiquiditÀt und Risikomanagement

Eine ausreichende LiquiditĂ€t ist fĂŒr Airlines von zentraler Bedeutung, da der GeschĂ€ftsbetrieb hohe laufende Kosten verursacht, etwa fĂŒr Treibstoff, Wartung, GebĂŒhren an FlughĂ€fen und Personalkosten. Southwest Airlines muss daher darauf achten, dass kurzfristige Verpflichtungen jederzeit durch vorhandene Zahlungsmittel oder rasch mobilisierbare Kreditlinien gedeckt sind. Eine sorgfĂ€ltig geplante LiquiditĂ€tsreserve hilft, temporĂ€re Nachfrageschwankungen oder unerwartete Kostensteigerungen abzufedern.

Zum Risikomanagement gehört auch die Absicherung gegen Treibstoffpreisschwankungen, etwa ĂŒber Hedging-Instrumente. Ziel solcher Maßnahmen ist, die VolatilitĂ€t der Kerosinkosten zu begrenzen und damit die Kalkulierbarkeit der Margen zu erhöhen. Die Ausgestaltung von Hedging-Strategien muss jedoch sorgfĂ€ltig erfolgen, da fehlerhafte Absicherungspositionen selbst zum Risiko werden können.

Regulatorisches Umfeld und Sicherheit

Southwest Airlines operiert in einem stark regulierten Umfeld, in dem Sicherheitsstandards, Wartungsvorschriften und betriebliche AblĂ€ufe von Behörden ĂŒberwacht werden. Die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben ist nicht nur regulatorische Pflicht, sondern auch elementarer Bestandteil der Markenreputation. Ein konsequenter Fokus auf Wartung, Schulung des Personals und klare Sicherheitsprotokolle dient dem Schutz der Passagiere und der StabilitĂ€t des GeschĂ€fts.

Regulatorische Änderungen, etwa strengere Emissionsvorgaben oder neue Anforderungen an die Flugzeugtechnik, können Investitionsbedarf auslösen und die Kostenstruktur verĂ€ndern. Airlines mĂŒssen daher regulatorische Trends frĂŒhzeitig beobachten und in ihre langfristige Planung integrieren. FĂŒr Southwest Airlines bedeutet dies, technische Entwicklungen und mögliche VerschĂ€rfungen von Umweltvorschriften im Blick zu behalten, um Flotte und Prozesse entsprechend anzupassen.

Umweltaspekte und Effizienz

Der Airline-Sektor steht zunehmend unter Beobachtung, was Emissionen und Umweltbelastung betrifft. Southwest Airlines versucht wie viele Wettbewerber, durch Flottenmodernisierung, effizientere Flugprofile und operative Optimierungen den Treibstoffverbrauch pro Passagierkilometer zu senken. So lĂ€sst sich der ökologische Fußabdruck relativ zur Transportleistung reduzieren, auch wenn Flugverkehr grundsĂ€tzlich energieintensiv bleibt.

Ein effizienterer Betrieb kann gleichzeitig die Kosten senken und die Wettbewerbsposition stĂ€rken. Verbesserungen bei der Routenplanung, geringere LeerflĂŒge und optimierte Wartungszyklen wirken direkt auf den Treibstoffverbrauch und die VerfĂŒgbarkeit der Maschinen. FĂŒr Anleger ist relevant, ob sich solche Effizienzmaßnahmen in stabilen oder steigenden Margen widerspiegeln und ob Southwest Airlines im Branchendurchschnitt wettbewerbsfĂ€hig bleibt.

Kundenerlebnis und Markenpositionierung

Die Marke Southwest Airlines ist historisch mit einem eher lockeren, serviceorientierten Image verbunden, das auf Freundlichkeit und ZuverlĂ€ssigkeit abzielt. Das Kundenerlebnis beginnt bei der Buchung und setzt sich ĂŒber den Check-in, das Boarding und den Flug selbst fort. Komfort, PĂŒnktlichkeit und ein transparentes GebĂŒhrenmodell wirken sich darauf aus, wie Kunden die Airline wahrnehmen und ob sie erneut buchen.

Im Vergleich zu manchen Wettbewerbern, die stĂ€rker auf ZusatzgebĂŒhren setzen, positioniert sich Southwest Airlines mit einem einfach nachvollziehbaren Leistungsversprechen. FĂŒr viele Reisende ist es attraktiv, wenn mehrere Leistungen bereits im Ticketpreis enthalten sind und sie nicht mit zahlreichen zusĂ€tzlichen GebĂŒhren rechnen mĂŒssen. Ein stabiles Kundenerlebnis stĂ€rkt die Kundenbindung und reduziert die AbhĂ€ngigkeit von kurzfristigen Werbeaktionen.

Langfristige Nachfragefaktoren

Die langfristige Nachfrage nach InlandsflĂŒgen in den USA wird von demografischen Trends, urbaner Entwicklung und wirtschaftlicher Dynamik beeinflusst. Bevölkerungswachstum in bestimmten Regionen, steigende Urbanisierung und höhere berufliche MobilitĂ€t können zusĂ€tzliche ReiseaktivitĂ€t erzeugen. Southwest Airlines ist mit ihrem Streckennetz in vielen Regionen prĂ€sent, in denen Freizeit- und GeschĂ€ftsreisen eine bedeutende Rolle spielen.

Der Anteil der Freizeitreisenden im Kundenmix ist fĂŒr die VolatilitĂ€t der Nachfrage wichtig. Freizeitbuchungen reagieren hĂ€ufig stĂ€rker auf konjunkturelle Unsicherheit oder VerĂ€nderungen des verfĂŒgbaren Einkommens als GeschĂ€ftsreisen. Gleichzeitig kann eine breite Basis von Privatreisenden helfen, Spitzenlasten aufzufangen und Revenue-Management-Strategien zu nutzen, bei denen Preise dynamisch an die Nachfrage angepasst werden.

Wettbewerbsvergleich mit anderen Airlines

Im Vergleich zu klassischen Voll-Service-Netzwerkgesellschaften punktet Southwest Airlines durch eine einfachere Kostenstruktur und ein klar fokussiertes GeschÀftsmodell. WÀhrend Netzwerk-Airlines umfangreiche international ausgerichtete Streckennetze mit Drehkreuzen betreiben, bleibt Southwest vor allem im Inland und auf ausgewÀhlte internationale Ziele konzentriert. Dies macht die Gesellschaft besonders abhÀngig von der Entwicklung des US-Inlandsmarktes, begrenzt aber zugleich die KomplexitÀt im Betrieb.

Die Bewertung von Airline-Aktien hĂ€ngt hĂ€ufig von einem Vergleich der ProfitabilitĂ€t und StabilitĂ€t der Ergebnisse innerhalb des Sektors ab. Unternehmen mit dauerhaft höheren Margen und solider Bilanzstruktur werden am Kapitalmarkt oft höher bewertet als Airlines mit volatilen Ergebnissen. FĂŒr Southwest Airlines ist relevant, wie sich ihre Kennzahlen im VerhĂ€ltnis zu anderen US-Airlines entwickeln und ob sie im Branchendurchschnitt eine robuste Position halten kann.

Investitionsschwerpunkte und Flottenmodernisierung

Investitionsentscheidungen von Southwest Airlines betreffen vor allem die Erneuerung der Flotte, die EinfĂŒhrung neuer Technologien und die Verbesserung der Infrastruktur rund um die Airline. JĂŒngere Flugzeugtypen sind in der Regel effizienter und verbrauchen weniger Treibstoff, was die Kosten senken und die Umweltbilanz verbessern kann. Gleichzeitig sind Anschaffungskosten fĂŒr neue Flugzeuge hoch und mĂŒssen ĂŒber viele Jahre durch operative ErtrĂ€ge gedeckt werden.

Die Modernisierung der Flotte ist deshalb stets ein Balanceakt zwischen Effizienzgewinnen und Kapitaleinsatz. Eine zu schnelle Erneuerung kann die Bilanz belasten, wÀhrend eine zu langsame Ersetzung Àlterer Maschinen die operative Effizienz und WettbewerbsfÀhigkeit schwÀcht. Southwest Airlines muss dieses Tempo laufend an die eigene Ertragslage und die Marktbedingungen anpassen.

Streckennetz und regionale Schwerpunkte

Das Streckennetz von Southwest Airlines konzentriert sich auf eine Vielzahl von Verbindungen zwischen großen Metropolen und wichtigen regionalen Zentren in den USA. Die Airline bedient zahlreiche Routen, die sowohl fĂŒr GeschĂ€ftsreisende als auch fĂŒr Privatreisende attraktiv sind. Eine hohe Frequenz auf stark nachgefragten Strecken ermöglicht es, kurzfristige Buchungen besser zu bedienen und die KapazitĂ€t flexibel an die Nachfrage anzupassen.

Regionale Schwerpunkte in wirtschaftlich starken Gebieten mit hoher Reisedichte können die Auslastung stĂŒtzen. Gleichzeitig versucht Southwest, durch PrĂ€senz in unterschiedlichen Regionen die AbhĂ€ngigkeit von einzelnen MĂ€rkten zu begrenzen. Eine breite geografische Streuung hilft, regionale Konjunkturschwankungen zu glĂ€tten und die Gesamtnachfrage stabiler zu halten.

Preisstrategie und Revenue-Management

Die Preisstrategie von Southwest Airlines ist ein zentrales Instrument zur Steuerung von Nachfrage und Auslastung. Ticketpreise werden in der Regel dynamisch festgelegt und orientieren sich an Faktoren wie Buchungszeitpunkt, Nachfrage auf der jeweiligen Strecke und KapazitĂ€tsauslastung. FrĂŒhbucherrabatte und unterschiedliche Tarifklassen ermöglichen es, verschiedene Kundensegmente anzusprechen.

Revenue-Management-Systeme versuchen, die Erlöse pro Sitzplatz zu optimieren, indem sie Kontingente und Preise laufend anpassen. Eine erfolgreiche Preisstrategie zeigt sich in einer Kombination aus hohen Auslastungen und stabilen Durchschnittserlösen. FĂŒr Southwest Airlines ist wichtig, dass die Preisstruktur einerseits wettbewerbsfĂ€hig bleibt, andererseits aber die Kostenbasis ausreichend abdeckt, um Margen zu sichern.

Einordnung fĂŒr Privatanleger

FĂŒr Privatanleger, die die Southwest-Airlines-Aktie betrachten, steht vor allem die Frage im Raum, wie sich Nachfrage, Kostenstruktur und BilanzstĂ€rke langfristig entwickeln. Airline-Aktien gelten traditionell als zyklisch, da sie eng mit Konjunktur, Reiseverhalten und Rohstoffpreisen verbunden sind. Ein Unternehmen wie Southwest Airlines kann von Phasen hoher ReiseaktivitĂ€t und moderaten Kerosinpreisen profitieren, ist aber auch anfĂ€llig fĂŒr externe Schocks.

Wer sich mit dem Wert beschÀftigt, sollte die Kennzahlen zu Auslastung, Margen und Verschuldung in den Unternehmensberichten im Blick behalten. Ein stabiler oder wachsender operativer Gewinn bei kontrollierter Verschuldung ist ein Hinweis auf eine TragfÀhigkeit des GeschÀftsmodells im Wettbewerbsumfeld. Die Aktie reagiert typischerweise sensibel auf VerÀnderungen in diesen Kennzahlen.

Vertiefen und einordnen

Mehr zur Southwest-Airlines-Aktie

Weitere Kennzahlen, Unternehmensmeldungen und historische Kursdaten zur Southwest-Airlines-Aktie finden sich in spezialisierten Finanzportalen und den offiziellen Berichten des Unternehmens.

ReprÀsentatives Produkt und Angebot

Ein prĂ€gendes Element des Angebots von Southwest Airlines ist das einfache und auf Inlandsreisende zugeschnittene Flugprodukt, bei dem Direktverbindungen zwischen zahlreichen US-StĂ€dten im Mittelpunkt stehen. Typisch sind klare Tarifstrukturen mit transparentem Leistungsumfang, die Buchungen ĂŒber digitale KanĂ€le erleichtern. Dazu kommt ein Servicekonzept, das auf ZuverlĂ€ssigkeit, freundlichen Umgang mit Kunden und einen unkomplizierten Zugang zu Flugreisen abzielt.

Southwest-Airlines-Aktie und Börsennotierung

Die Southwest-Airlines-Aktie ist an der New Yorker Börse im Leitindex-Umfeld des US-Marktes gelistet und gehört damit zu den bekannten Airline-Werten weltweit. Der Anteilsschein reflektiert die Erwartungen der Anleger an die zukĂŒnftige Flugnachfrage, die Ertragslage und die strategische Positionierung im Wettbewerb. Der Kurs entwickelt sich im Spannungsfeld zwischen branchenspezifischen Faktoren wie Kerosinpreisen und allgemeinen MarkteinflĂŒssen wie der Stimmung am US-Aktienmarkt.

Fakten zur Southwest-Airlines-Aktie

  • Unternehmen: Southwest Airlines Co.
  • ISIN: US8447411088
  • Ticker: LUV
  • Handelsplatz: NYSE
  • Sektor / Branche: Luftfahrt / Airlines
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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