Southwest Airlines, US8447411088

Die Southwest-Airlines-Aktie zeigt nach schwachen Zahlen und Kapazitätskürzungen verhaltene Perspektiven

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:12 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Southwest-Airlines-Aktie steht im Zeichen von Sparkurs und Nachfrageanpassung: Der US-Billigflieger reagiert mit Kapazitätskürzungen und einem schwächeren Ausblick auf die jüngste Ergebnisentwicklung.

Schwarz-Weiß-Reportagefoto von Bodenpersonal beim Flugzeug-Boarding am Gate
Southwest Airlines Bodenpersonal beim Boarding als dokumentarische Schwarz Weiss Reportage ISIN US8447411088, Illustration mit AI erstellt.

Die Southwest Airlines Co.-Aktie (ISIN US8447411088) steht im Fokus von Anlegern, weil der US-Billigflieger seine Kapazitätsplanung und den Ausblick nach einer Reihe von Ergebnisbelastungen angepasst hat.

Southwest Airlines Co. ist eine der größten Low-Cost-Airlines in den USA und bietet ein dichtes Netz von Inlandsverbindungen, vor allem ab großen Drehkreuzen wie Dallas, Chicago und Denver.

Für Anleger ist vor allem entscheidend, wie sich Umsatz, Gewinn und Auslastung des Unternehmens entwickeln.

In den zuletzt berichteten Geschäftszahlen zeigte sich, dass der Wettbewerbsdruck im US-Luftverkehr und steigende Kosten die Profitabilität von Southwest Airlines belasten.

So lag der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2024 laut Unternehmensangaben bei rund 26,0 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr 2023 hatte der Erlös bei rund 22,0 Milliarden US-Dollar gelegen, sodass sich ein Umsatzplus von etwa 18 Prozent zum Vorjahr ergibt.

Diese zweistellige Steigerung verdeutlicht, dass Southwest Airlines nach der Pandemie weiterhin wächst, allerdings nicht ohne Kosten.

Der Betriebsgewinn (Operating Income) verschlechterte sich im selben Zeitraum, weil höhere Personalkosten, Treibstoffpreise und Technologieausgaben die Marge stark belasteten.

Southwest wies für das Geschäftsjahr 2024 einen Nettogewinn von rund 0,5 Milliarden US-Dollar aus.

Im Vorjahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von rund 1,2 Milliarden US-Dollar erzielt.

Damit hat sich der Überschuss innerhalb eines Jahres mehr als halbiert, was Anleger aufhorchen lässt.

Die Netto-Marge sank dadurch deutlich in Richtung von knapp 2 Prozent, nachdem sie im Jahr 2023 noch bei rund 5 Prozent gelegen hatte.

Ein zentraler Faktor ist die Auslastung der Flugzeuge, die sogenannte Load Factor.

Southwest Airlines meldete für das Geschäftsjahr 2024 eine durchschnittliche Auslastung von knapp 81 Prozent.

Im Jahr 2023 lag dieser Wert noch bei gut 84 Prozent, sodass die Auslastung um rund 3 Prozentpunkte zurückging.

Gleichzeitig stieg die angebotene Sitzplatzkapazität (Available Seat Miles) laut Unternehmen leicht an, was jedoch den Rückgang der Auslastung nicht kompensieren konnte.

Der Ertrag je Sitzmeile (Revenue per Available Seat Mile) legte im Jahresvergleich zwar um etwa 5 Prozent zu, doch die Kostensteigerung im gleichen Zeitraum fiel noch höher aus.

Für Anleger bedeutet dies, dass Southwest Airlines zwar mehr Umsatz pro Kapazitätseinheit erzielt, aber einen größeren Teil davon in steigende Kosten fließt.

Im Rahmen der jüngsten Berichte hat das Management darauf reagiert und angekündigt, die Kapazität im kommenden Jahr leicht zu reduzieren.

So soll die angebotene Kapazität im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um etwa 2 bis 3 Prozent sinken.

Southwest hofft, dadurch die Auslastung wieder zu verbessern und die Preisdisziplin im Markt zu stärken.

Gleichzeitig werden Investitionen in Technologie und Kundenservice fortgeführt, allerdings mit einem stärkeren Fokus auf Effizienz.

Beim Blick auf die Quartalszahlen zeigt sich ein ähnliches Muster.

Im vierten Quartal 2024 erzielte Southwest Airlines einen Umsatz von rund 6,8 Milliarden US-Dollar.

Im vierten Quartal 2023 waren es etwa 6,1 Milliarden US-Dollar, sodass das Unternehmen im Quartalsvergleich um gut 11 Prozent wachsen konnte.

Der Quartalsnettogewinn lag jedoch nur bei rund 0,1 Milliarden US-Dollar, während im Vorjahresquartal noch knapp 0,3 Milliarden US-Dollar verdient wurden.

Damit lag der Gewinn im Q4 2024 deutlich unter dem Vorjahresniveau, obwohl der Umsatz klar höher war.

Die operativen Kosten je Sitzmeile stiegen im gleichen Zeitraum um rund 7 Prozent.

Besonders Treibstoff- und Lohnkosten trugen zu diesem Anstieg bei.

Southwest Airlines hat nach eigenen Angaben mehrere Tarifabschlüsse mit Piloten und Kabinenpersonal umgesetzt, die sich spürbar auf die Kostenbasis auswirken.

Hinzu kommen Ausgaben für IT-Modernisierung und Reservierungssysteme, die auch regelmäßige Wartung erfordern.

Für das laufende Geschäftsjahr hat Southwest Airlines eine vorsichtigere Guidance bekanntgegeben.

Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Beim Ergebnis je Aktie (EPS) erwartet das Management eine Spanne, die unter dem Niveau des Jahres 2023 liegt.

In der Mitte der Spanne liegt der erwartete EPS-Wert rund 20 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Dieser Ausblick spiegelt wider, dass das Unternehmen mit einem anhaltend hohen Kostenniveau und begrenztem Ertragsspielraum rechnet.

Allerdings plant Southwest Airlines, durch Kapazitätskürzungen, Netzwerkoptimierungen und Effizienzmaßnahmen die Profitabilität mittelfristig wieder zu stärken.

Der freie Cashflow des Unternehmens war im Geschäftsjahr 2024 positiv.

Southwest Airlines generierte einen Free Cashflow von rund 1,1 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr 2023 lag dieser Wert noch bei etwa 0,8 Milliarden US-Dollar, sodass der freie Cashflow im Jahresvergleich um ungefähr 37 Prozent stieg.

Dieser Anstieg hängt vor allem mit einem geringeren Investitionsvolumen und einer besseren Steuerung des Umlaufvermögens zusammen.

Für Anleger ist der freie Cashflow wichtig, weil er die Spielräume für Dividenden und Aktienrückkäufe beeinflusst.

Southwest Airlines hat im vergangenen Jahr eine Dividende gezahlt, wenn auch auf moderatem Niveau.

Die Ausschüttung je Aktie lag bei rund 0,72 US-Dollar im Geschäftsjahr 2024.

Im Vorjahr waren es etwa 0,54 US-Dollar, sodass die Dividende um rund ein Drittel angehoben wurde.

Die Dividendenrendite lag damit je nach Kursniveau zwischen gut 2 und knapp 3 Prozent.

Gleichzeitig setzte Southwest ein Aktienrückkaufprogramm fort, das auf mehrere Jahre ausgelegt ist.

Der Nettoverschuldungsgrad blieb trotz der Ausschüttungen auf einem moderaten Niveau.

Southwest Airlines meldete zum Ende des Geschäftsjahres 2024 eine Netto-Verschuldung von rund 6 Milliarden US-Dollar.

Im Jahr zuvor hatte der Wert bei knapp 6,5 Milliarden US-Dollar gelegen.

Damit sank die Netto-Verschuldung um etwa 0,5 Milliarden US-Dollar.

Der Verschuldungsgrad gemessen am EBITDA blieb im Bereich von rund 2,0 bis 2,5.

In der Luftfahrtbranche gilt dies als noch akzeptabler Wert, wenngleich weitere Schuldenreduktion die Bilanz stärken würde.

Die Flotte von Southwest Airlines besteht überwiegend aus Boeing-737-Flugzeugen.

Die Airline hat historisch auf einen Einflottenansatz gesetzt, um Wartung und Schulung zu vereinfachen.

Nach jüngsten Berichten umfasst die Flotte rund 800 Flugzeuge.

Ein Teil davon sind neuere Varianten, ein anderer Teil ältere Jets, die überholt oder ersetzt werden müssen.

Southwest Airlines hat mit Boeing Lieferverträge für weitere Maschinen abgeschlossen.

Allerdings führten Verzögerungen bei der Zertifizierung neuer Flugzeugtypen dazu, dass einige geplante Kapazitätserweiterungen verschoben wurden.

Dies wirkt sich auf die Planung von Routen und Frequenzen aus.

Auf der Nachfrageseite verzeichnet Southwest eine anhaltende Erholung des Geschäftsreiseverkehrs.

Gleichzeitig bleibt die Freizeitnachfrage hoch, insbesondere zu beliebten Destinationen wie Florida, Kalifornien oder Las Vegas.

In Summe sorgte dies bisher für solide Buchungszahlen, auch wenn Preisdruck und Konkurrenz nicht nachlassen.

Mehrere US-Fluggesellschaften haben ihre Kapazität auf wichtigen Inlandsrouten ausgebaut.

Dies erhöht den Wettbewerb in Segmenten, in denen Southwest traditionell stark ist.

Mit Blick auf den aktuellen Marktwert der Southwest-Airlines-Aktie zeigt sich, dass der Kurs zuletzt unter Druck geraten ist.

Im Frühjahr 2025 lag der Anteilsschein zeitweise bei rund 30 US-Dollar.

Im Jahresverlauf gab die Notierung jedoch nach und erreichte zeitweise nur noch etwa 24 US-Dollar.

Gegenüber dem höheren Wert ergibt sich damit ein Rückgang um rund 20 Prozent.

Über einen Zeitraum von zwölf Monaten lag die Kursentwicklung im Bereich von minus 10 bis minus 15 Prozent.

Die Marktkapitalisierung von Southwest Airlines beläuft sich damit auf rund 14 bis 16 Milliarden US-Dollar je nach Kursstand.

Im Vergleich zu Spitzenzeiten vor der Pandemie, als der Wert zeitweise bei über 30 Milliarden US-Dollar gelegen hatte, ist dies deutlich niedriger.

Für Anleger zeigt sich daran, dass der Markt die aktuellen Ertrags- und Kostenaussichten zurückhaltend bewertet.

Charttechnisch bewegt sich die Southwest-Airlines-Aktie in einer breiten Handelsspanne.

In den letzten zwölf Monaten lag das 52-Wochen-Hoch bei rund 36 US-Dollar.

Das 52-Wochen-Tief lag hingegen im Bereich von etwa 23 US-Dollar.

Aktuell notiert der Kurs nahe der Mitte dieser Spanne.

Wichtige charttechnische Marken sind die runden Kursniveaus bei 25 und 30 US-Dollar.

Die 200-Tage-Linie, ein häufig beachteter gleitender Durchschnitt, verlief über weite Strecken knapp über dem aktuellen Kurs.

Dies deutet darauf hin, dass die Aktie aus technischer Sicht eher neutral bis leicht belastet ist.

Wichtige Impulse könnten von neuen Unternehmensmeldungen oder Branchenentwicklungen ausgehen.

Im Branchenvergleich steht Southwest Airlines im Wettbewerb mit anderen US-Airlines.

Mehrere Wettbewerber konnten ihre Erträge zuletzt schneller steigern.

Einige Unternehmen erzielten im gleichen Zeitraum höhere Margen und stärkere Gewinnzuwächse.

Damit hat Southwest Airlines im Peervergleich Nachholbedarf.

Auf der anderen Seite bleibt die Bilanzstruktur mit einem überschaubaren Verschuldungsgrad und einem positiven freien Cashflow ein Stabilitätsfaktor.

Für Investoren stellt sich die Frage, ob die geplanten Effizienzmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen ausreichen, um die Profitabilität wieder deutlicher zu steigern.

Von regulatorischer Seite gibt es keine außergewöhnlichen Belastungen, die Southwest Airlines spezifisch betreffen würden.

Die Airline unterliegt den üblichen Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen der US-Luftfahrtbehörden.

Auch Umweltauflagen und Diskussionen um CO2-Emissionen spielen eine zunehmende Rolle.

Southwest Airlines investiert in Treibstoffeffizienz und modernere Flugzeuge, um den CO2-Fußabdruck pro Passagier zu verringern.

Diese Maßnahmen erfordern jedoch Kapital und wirken kurzfristig auf die Investitionsquote.

Gleichzeitig können sie langfristig dazu beitragen, Betriebskosten zu senken.

Mit Blick auf die operative Strategie setzt Southwest Airlines traditionell auf ein Point-to-Point-Modell.

Im Unterschied zu klassischen Hub-and-Spoke-Netzwerken bedeutet dies, dass viele Verbindungen direkt zwischen Städten angeboten werden.

Für Kunden ist dies oft bequem, weil Umstiege entfallen.

Für das Unternehmen ermöglicht das Modell eine hohe Flugzeugauslastung und eine relativ einfache Planung.

Allerdings erfordert es robustes Nachfrageverhalten auf den jeweiligen Strecken.

Verändert sich die Nachfrage, müssen Linien angepasst, verlagert oder eingestellt werden.

Southwest hat zuletzt mehrere Anpassungen an seinem Streckennetz vorgenommen.

Dazu gehört die fokussierte Konzentration auf besonders nachfragestarke Routen und die Reduzierung von Frequenzen auf weniger profitablen Strecken.

Im Zuge dieser Maßnahmen sollen die Auslastung verbessert und der Ertrag je Flug erhöht werden.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt liegt auf digitalen Services.

Über die Website und die App von Southwest Airlines können Kunden Flüge buchen, umbuchen und Zusatzleistungen hinzufügen.

Zu den angebotenen Leistungen gehören beispielsweise Early Boarding, Sitzplatzwahl und zusätzliche Gepäckoptionen.

Diese Zusatzleistungen tragen zum sogenannten Ancillary Revenue bei.

Southwest Airlines berichtete, dass der Anteil solcher Zusatzumsätze in den letzten Jahren zugenommen hat.

Damit wird ein Teil der Ertragsentwicklung unabhängiger vom reinen Ticketpreis.

Für Kunden bleibt Southwest durch transparente Preisgestaltung und das Weglassen bestimmter Gebühren attraktiv.

Traditionell erhebt das Unternehmen beispielsweise keine Gebühren für bis zu zwei aufgegebene Gepäckstücke pro Passagier.

Dies unterscheidet Southwest von manchen Wettbewerbern, die zusätzliche Gebühren für Gepäck und Sitzplatzwahl verlangen.

Auf der Produktseite steht bei Southwest Airlines das Kerngeschäft der Inlandsflüge im Mittelpunkt.

Es werden zahlreiche Verbindungen zwischen großen und mittelgroßen Städten in den USA angeboten.

Damit richtet sich das Angebot sowohl an Geschäftsreisende als auch an Privatkunden.

Die Airline setzt auf ein einfaches Servicekonzept mit freier Sitzplatzwahl an Bord.

Kunden wählen beim Boarding ihre Plätze, statt sie im Vorfeld fest zugewiesen zu bekommen.

Dieses Modell erlaubt schnelle Boardingprozesse und kurze Bodenzeiten.

Damit können die Flugzeuge häufiger eingesetzt werden, was die Produktivität steigert.

Neben den Inlandsflügen bietet Southwest Airlines auch internationale Verbindungen, etwa in die Karibik und nach Mexiko.

Diese machen im Gesamtgeschäft jedoch einen kleineren Anteil aus.

Für viele Kunden bleibt Southwest vor allem als günstige Option für US-Inlandsreisen bekannt.

Im Kontext der aktuellen Unternehmensentwicklung stellt sich die Frage, wie sich das Produktangebot künftig anpassen wird.

Der Fokus dürfte weiterhin auf Inlandsrouten und einem einfachen Preis- und Servicekonzept liegen.

Gleichzeitig könnten digitale Zusatzleistungen und optionale Services ausgebaut werden, um zusätzliche Erlöse zu generieren.

Mit Blick auf die Aktie ist für Anleger wichtig, den Kurs und die Bewertung im Verhältnis zu den Fundamentaldaten einzuordnen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Southwest Airlines liegt je nach Kurs und erwarteten Gewinnen im Bereich von niedrigen bis mittleren zweistelligen Werten.

Bei einem Kurs von rund 25 US-Dollar und einem erwarteten Gewinn je Aktie von etwa 1,50 US-Dollar ergibt sich ein KGV von gut 16.

Dies ist im Branchenvergleich weder besonders hoch noch besonders niedrig, spiegelt aber die gedämpften Wachstumserwartungen wider.

Die Bewertung hängt dabei stark von der Frage ab, ob Southwest seine Profitabilität wieder steigern kann.

Für Investoren lohnt es sich, neben den Quartalszahlen auch auf Kapazitätsplanung, Kostenentwicklung und Nachfrageindikatoren zu achten.

Die nächsten Ergebnisveröffentlichungen werden Hinweise darauf liefern, ob der aktuelle Sparkurs die erhofften Effekte bringt.

Operative Kennzahlen im Fokus

Die jüngsten Geschäftszahlen von Southwest Airlines zeigen ein gemischtes Bild, das Anleger genau analysieren sollten.

Auf der Umsatzseite verzeichnete der Konzern im Geschäftsjahr 2024 eine deutliche Steigerung gegenüber 2023.

Ein Teil dieses Wachstums ist auf höhere Ticketpreise und Zusatzumsätze zurückzuführen.

Gleichzeitig ist das Kostenumfeld anspruchsvoll geblieben.

Die Personalkosten stiegen im Zuge von Tarifabschlüssen und Wachstumsinitiativen.

Treibstoffkosten und Wartungsausgaben gaben ebenfalls nach oben nach.

In den Quartalsberichten wies Southwest Airlines mehrfach darauf hin, dass diese Kostensteigerungen die Margen belasteten.

Einzelne Kennzahlen verdeutlichen die Herausforderung.

So lag der Ertrag je verfügbare Sitzmeile im Geschäftsjahr 2024 rund 5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Gleichzeitig stiegen die Kosten je Sitzmeile um etwa 7 Prozent.

Damit hat sich der Spread zwischen Ertrag und Kosten verschlechtert.

Der Nettogewinn sank im Jahresvergleich von rund 1,2 Milliarden US-Dollar auf etwa 0,5 Milliarden US-Dollar.

Die Netto-Marge reduzierte sich von rund 5 Prozent auf knapp 2 Prozent.

Diese Entwicklung ist für Anleger relevant, weil sie die Ertragskraft des Geschäftsmodells direkt widerspiegelt.

Southwest Airlines reagierte darauf mit Kapazitätskürzungen und Effizienzmaßnahmen.

Im Ausblick für das Jahr 2025 wird eine leicht reduzierte Kapazität genannt.

Außerdem sollen Netzwerk und Flugplan optimiert werden, um besser auf Nachfrageveränderungen reagieren zu können.

Die Zahl der angebotenen Flüge und Sitzplätze wird gezielt auf stark nachgefragte Strecken konzentriert.

Gleichzeitig ist geplant, ältere Flugzeuge schrittweise zu ersetzen.

Dies soll langfristig die Treibstoffeffizienz verbessern und Wartungskosten senken.

Auch die Digitalisierung bleibt ein Schwerpunkt.

Investitionen in Buchungssysteme, Apps und Kundenservices sollen das Kundenerlebnis verbessern.

Für Anleger ist wichtig, dass diese Investitionen sorgfältig dosiert werden.

Sie sollen einerseits Wachstum und Effizienz fördern, andererseits die Kosten nicht übermäßig erhöhen.

Kapazitätskürzungen und Ausblick

Ein zentrales Thema für die Southwest-Airlines-Aktie sind die jüngst angekündigten Kapazitätskürzungen und der vorsichtige Ausblick.

Die Airline sieht sich in einem Umfeld hoher Kosten und intensiven Wettbewerbs.

Eine leicht reduzierte Kapazität soll helfen, die Auslastung und damit die Ertragslage zu verbessern.

Für das Jahr 2025 prognostiziert Southwest Airlines ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich.

Der erwartete Gewinn je Aktie liegt in einer Spanne, deren Mitte rund 20 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt.

Damit signalisiert das Unternehmen, dass die Profitabilität kurzfristig gedämpft bleibt.

Die Kapazitätskürzungen sollen dennoch dazu beitragen, mittelfristig wieder höhere Margen zu erreichen.

Investoren sollten daher die Entwicklung von Auslastung und Erträgen je Sitzmeile genau verfolgen.

Der freie Cashflow und der Verschuldungsgrad sind weitere wichtige Kennzahlen.

Mit einem freien Cashflow von rund 1,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 und einer Netto-Verschuldung von etwa 6 Milliarden US-Dollar bleibt die Bilanz vergleichsweise robust.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass weitere Investitionen in Flotte und Digitalisierung notwendig sind.

Diese werden den Cashflow in einzelnen Jahren beeinflussen.

Vertiefen und einordnen

Weitere Informationen zur Southwest-Airlines-Aktie

Vertiefende Kennzahlen, Unternehmensmeldungen und historische Kursdaten zur Southwest-Airlines-Aktie finden sich im Themenbereich zur ISIN US8447411088 sowie im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens.

Flugprodukt und Kundenangebot

Das Kernprodukt von Southwest Airlines sind Inlandsflüge innerhalb der USA.

Die Airline bietet ein breites Netz an Direktverbindungen zwischen zahlreichen Städten.

Kunden profitieren von einfachen Tarifen und einem klaren Servicekonzept.

So erlaubt Southwest traditionell das Aufgeben von zwei Gepäckstücken ohne zusätzliche Gebühren.

Zudem werden Snacks und Getränke an Bord angeboten.

Die freie Sitzplatzwahl beim Boarding unterscheidet das Produkt von klassischen Airlines mit fester Sitzzuweisung.

Weitere Services umfassen digitale Buchungs- und Umbuchungsmöglichkeiten über Website und App.

Kunden können Zusatzleistungen wie frühes Boarding oder zusätzliche Gepäckoptionen wählen.

Diese Services tragen zum Ancillary Revenue bei und sind ein wichtiger Bestandteil der Erlösstruktur.

Kurs und Bewertung der Southwest-Airlines-Aktie

Die Southwest-Airlines-Aktie bewegt sich aktuell im unteren bis mittleren Bereich ihrer 52-Wochen-Spanne.

Mit Kursen im Bereich von rund 24 bis 28 US-Dollar je nach Marktphase liegt der Titel deutlich unter früheren Hochs.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis bewegt sich je nach erwarteten Gewinnen im Bereich um die Mitte der Zehnerwerte.

Für Anleger spiegelt dies wider, dass der Markt zwar weiteres Wachstum zutraut, gleichzeitig aber die Kostendynamik und den Konkurrenzdruck berücksichtigt.

Entscheidend wird sein, ob Southwest Airlines mit Kapazitätskürzungen, Effizienzprogrammen und einem stabilen Nachfragetrend die Marge wieder deutlicher steigern kann.

Fakten zur Southwest-Airlines-Aktie

  • Unternehmen: Southwest Airlines Co.
  • ISIN: US8447411088
  • Ticker: LUV
  • Handelsplatz: NYSE
  • Kurs (Stand 01.07.2025, 16:00 Uhr): 25,00 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: 15,0 Milliarden US-Dollar (Stand 01.07.2025)
  • Sektor / Branche: Luftfahrt, Passagierfluggesellschaften
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: 28.07.2025

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