SPD warnt vor zusÀtzlichen Belastungen bei Reformen
02.06.2026 - 10:00:10 | dpa.de"Viele Menschen Ă€chzen unter den steigenden Preisen, egal ob es Miete ist, Lebensmittel, MobilitĂ€t, alle merken das", sagte SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf im RTL/ntv-"FrĂŒhstart". "Dann zu sagen, wir machen jetzt zusĂ€tzliche Belastungen fĂŒr einen GroĂteil von Menschen, das ist mit uns schwer zu verhandeln."
KlĂŒssendorf verwies dabei auf geplante Ănderungen bei der Familienmitversicherung und mögliche Zuzahlungen etwa bei Zahnarztbehandlungen. "Es geht uns ganz stark darum, dass vor allen Dingen die Patientinnen und Patienten, die Versicherten, am Ende nicht die Hauptlast tragen", sagte er. Die SPD wolle deshalb im parlamentarischen Verfahren prĂŒfen, ob es bei den Vorhaben noch Ănderungen geben könnte.
Stichwort Bezahlbarkeit
GrundsĂ€tzlich sprach sich KlĂŒssendorf gegen die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung aus. "Wir wollen ein System, in dem solidarisch alle einzahlen." Allerdings habe man sich in den Verhandlungen bereits bewegt und viele Anregungen der Expertenkommission, die SparvorschlĂ€ge fĂŒr die Krankenkassen machen sollte, ĂŒbernommen. "Aber wir wollen, unter dem Stichwort der Bezahlbarkeit, jetzt das Bestmögliche noch rausholen fĂŒr die Versicherten und die Patienten."
Auch bei der anstehenden Pflegereform pocht die SPD auf Entlastungen fĂŒr Betroffene. Die Menschen brĂ€uchten Sicherheit, ob sie sich einen Pflegeplatz kĂŒnftig noch leisten könnten. VorschlĂ€ge, stĂ€rker auf private Ersparnisse zurĂŒckzugreifen, lehnte KlĂŒssendorf ab. Stattdessen mĂŒsse das System solidarisch finanziert werden. Ziel bleibe es, den Eigenanteil zu begrenzen und sich langfristig in Richtung einer Pflegevollversicherung zu bewegen.
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