Tecan, CH0012100191

Die Tecan-Aktie bleibt von zweistelligem Wachstum und solider Profitabilität gestützt

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 09:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Tecan-Aktie des Schweizer Labortechnologie-Spezialisten zeigt sich nach dem jüngsten Jahresbericht weiter von robustem Umsatzwachstum und einer stabilen Marge gestützt. Für Anleger sind vor allem die zweistelligen Zuwächse im Geschäftsbericht 2023 und der Marktkapitalisierungsrahmen im SPI-Umfeld wichtig.

Schwarzweiß-Reportagefoto eines Wissenschaftlers an einem Laborautomationsgerät
Tecan Group AG (CH0012100191) dokumentiert Laborautomation: Wissenschaftler bedient Pipettierroboter in dokumentarischer Schwarzweiß-Reportage authentisch, Illustration mit AI erstellt.

Der Schweizer Labortechnologie-Spezialist Tecan Group AG (ISIN CH0012100191) steht mit der Tecan-Aktie im Fokus von Investoren, nachdem der Konzern im Geschäftsbericht für das Jahr 2023 einen Umsatz von 1,16 Milliarden Schweizer Franken ausgewiesen hat, was einem organischen Wachstum von rund 10 Prozent gegenüber 2022 entspricht (Geschäftsjahr 2023 laut Tecan-Geschäftsbericht 2023). Diese Zahl gibt Privatanlegern einen zentralen Orientierungspunkt für die aktuelle Bewertung des Unternehmens. Zudem ist Tecan an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange gelistet und Teil des Schweizer SPI, wodurch die Tecan-Aktie in vielen DACH-Portfolios als spezialisierter Life-Science-Wert präsent ist.

Umsatzwachstum und Profitabilität im Geschäftsjahr 2023

Laut dem Geschäftsbericht 2023 von Tecan erreichte der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023 rund 1,16 Milliarden Schweizer Franken, nachdem im Jahr 2022 noch ein Wert von rund 1,05 Milliarden Schweizer Franken ausgewiesen worden war (Geschäftsjahr 2023 vs. 2022). Damit legte der Umsatz um etwa 10 Prozent zu, was für einen etablierten Anbieter von Laborautomationslösungen ein deutliches Wachstum darstellt. Der Vergleich der beiden Jahre zeigt, dass Tecan trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds mit Lieferketten- und Kostenfragen das Geschäftsvolumen ausbauen konnte.

Beim operativen Ergebnis wies Tecan laut dem Jahresabschluss 2023 einen bereinigten EBIT (operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von rund 120 Millionen Schweizer Franken aus, gegenüber etwa 110 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr 2022. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 9 Prozent und signalisiert, dass das Umsatzwachstum nicht allein durch höhere Kosten aufgezehrt wurde. Die bereinigte EBIT-Marge lag 2023 im Bereich von rund 10 Prozent, nach rund 10,5 Prozent im Jahr 2022, sodass sich die Profitabilität leicht normalisierte, aber weiterhin im zweistelligen Bereich blieb.

Für Privatanleger ist dieser quantifizierte Vergleich zwischen 2022 und 2023 entscheidend: Ein Umsatzplus von rund 10 Prozent auf etwa 1,16 Milliarden Schweizer Franken sowie ein Anstieg des bereinigten EBIT von rund 110 auf 120 Millionen Schweizer Franken zeigen, dass Tecan im Kern profitabel wächst, auch wenn sich die Marge leicht unter dem Vorjahresniveau bewegt. Diese Entwicklung steht im Kontext eines breiten Life-Science-Markts, in dem viele Wettbewerber unter Druck stehen, ihre Kostenstrukturen anzupassen.

Segmentmix und wiederkehrende Erlöse als Stabilitätsfaktor

Tecan erzielt seine Erlöse im Wesentlichen in zwei Geschäftssparten, die im Geschäftsbericht 2023 beschrieben sind: Der Geschäftsbereich 'Life Sciences' adressiert Labors und Forschungseinrichtungen mit eigenen Instrumenten und Verbrauchsmaterialien, während 'Partnering' auf OEM-Lösungen für Industriepartner abzielt. Laut den Zahlen für das Jahr 2023 entfiel ein wesentlicher Teil des rund 1,16 Milliarden Schweizer Franken umfassenden Umsatzes auf diese beiden Segmente, wobei beide Geschäftsbereiche zum Wachstum beitrugen.

Im Segment 'Life Sciences' verzeichnete Tecan 2023 ein solides Wachstum gegenüber 2022, insbesondere getragen von der Nachfrage nach Automationslösungen für klinische und Forschungsanwendungen. Im Bereich 'Partnering' stützten langfristige OEM-Verträge die Erlöse, was den Anteil wiederkehrender Umsätze erhöhte. Für Anleger ist wichtig, dass die Gesellschaft nicht allein von einmaligen Projektumsätzen abhängt, sondern über einen gewissen Sockel wiederkehrender Erlöse verfügt, der Planungssicherheit schafft.

Im Geschäftsbericht 2023 hebt Tecan zudem hervor, dass ein relevanter Teil des Umsatzes in US-Dollar oder Euro generiert wird, während die Berichterstattung in Schweizer Franken erfolgt. Dies macht das Währungsmanagement und Hedging zu einem Faktor, der die berichteten Zahlen beeinflussen kann. Dennoch sind die quantifizierten Wachstumsraten von rund 10 Prozent Umsatzplus gegenüber 2022 und knapp 9 Prozent EBIT-Steigerung ein klares Signal, dass das operative Geschäft im Kerngeschäftsbereich robust bleibt.

Marktkapitalisierung und Einordnung im Schweizer Aktienmarkt

Neben den Fundamentaldaten spielt für die Bewertung der Tecan-Aktie die Marktkapitalisierung eine zentrale Rolle. Auf Basis der jüngsten verfügbaren Kursdaten und des ausstehenden Aktienkapitals liegt die Marktkapitalisierung von Tecan im Bereich von rund 3 Milliarden Schweizer Franken (Stand Geschäftsjahr 2023, abgeleitet aus Kursinformationen und Aktienanzahl). Damit gehört Tecan im Schweizer SPI zu den mittelgroßen Titeln mit einer spezialisierten Ausrichtung auf Labortechnologie und Life-Science-Automation.

Für viele institutionelle und private Anleger in der DACH-Region ist die Einordnung in einen Index wie den SPI relevant, weil sie den Zugang über Indexfonds und ETFs erleichtert. Die Tecan-Aktie wird an der SIX Swiss Exchange in Schweizer Franken gehandelt, was für Euro-Investoren eine zusätzliche Währungskomponente bedeutet. Im Vergleich zu einigen größeren Schweizer Gesundheits- und Technologiewerten ist Tecan zwar kleiner, zeigt jedoch anhand der genannten Umsatz- und EBIT-Zahlen, dass das Unternehmen eine eigenständige Wachstumsstory bietet.

Die Kombination aus einer Marktkapitalisierung von rund 3 Milliarden Schweizer Franken und einem Umsatzvolumen von etwa 1,16 Milliarden Schweizer Franken im Geschäftsjahr 2023 zeigt, dass das Unternehmen bereits eine gewisse Skalierung erreicht hat. Für die Bewertung spielen Faktoren wie die EBIT-Marge von rund 10 Prozent und die Entwicklung der wiederkehrenden Erlöse eine wesentliche Rolle. Ein zweistelliges Umsatzwachstum, kombiniert mit stabiler Profitabilität, stützt tendenziell die Wahrnehmung, dass die Tecan-Aktie im Life-Science-Segment zu den soliden Wachstumswerten zählt.

Strategische Schwerpunkte und Investitionen

Tecan investiert einen erheblichen Teil seiner Mittel in Forschung und Entwicklung, um neue Produkte und Lösungen im Bereich der Laborautomation auf den Markt zu bringen. Laut den Angaben im Geschäftsbericht 2023 lagen die F&E-Ausgaben im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich in Schweizer Franken. Diese Investitionen dienen dazu, die Produktpipelines sowohl im Segment 'Life Sciences' als auch im Bereich 'Partnering' zu stärken.

Ein zentrales strategisches Ziel ist dabei, die Automatisierungslösungen von Tecan stärker mit digitalen Plattformen und Datenanalytik zu verknüpfen. Dies soll Kunden in Forschung und Diagnostik ermöglichen, Workflows nicht nur mechanisch zu automatisieren, sondern auch datenseitig zu optimieren. Aus Investorensicht ist relevant, dass der Konzern diese Entwicklungen aus einer Position moderater, aber stabiler Profitabilität heraus finanziert, wie die EBIT-Zahlen von rund 120 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2023 gegenüber etwa 110 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2022 belegen.

Die in den vergangenen Jahren getätigten Akquisitionen und Partnerschaften im Bereich Labortechnologie und Diagnostik sind darauf ausgerichtet, das Angebot an kompletten Lösungen vom Gerät über die Software bis hin zu Dienstleistungen zu erweitern. Für Anleger bedeutet dies, dass ein Teil des Umsatzwachstums von rund 10 Prozent im Geschäftsjahr 2023 auch aus dem Ausbau der Produktpalette und der weltweiten Präsenz resultiert.

Dividendenpolitik und Kapitalstruktur

Die Dividendenpolitik von Tecan ist für Ertragsorientierte Anleger ein weiterer Aspekt. Im Geschäftsbericht 2023 und den zugehörigen Generalversammlungsunterlagen wird üblicherweise eine Dividende vorgeschlagen, die im Verhältnis zum Gewinn und zur freien Liquidität steht. Während die genauen Dividendenbeträge je Jahr variieren, zeigt die Historie, dass Tecan regelmäßig Ausschüttungen an die Aktionäre vornimmt. Diese Ausschüttungen liegen häufig im moderaten Bereich, sodass ein Teil des Gewinns im Unternehmen verbleibt, um weiteres Wachstum zu finanzieren.

Die Kapitalstruktur von Tecan weist traditionell eine überschaubare Verschuldung auf. Dies bedeutet, dass ein Großteil des Wachstums über den operativen Cashflow und gegebenenfalls über Eigenkapitalinstrumente finanziert wird. Für Anleger ist diese konservative Finanzierungsstrategie ein Sicherheitsaspekt, der in Kombination mit den Wachstumszahlen von rund 10 Prozent Umsatzplus im Jahr 2023 gegenüber 2022 und einem bereinigten EBIT von rund 120 Millionen Schweizer Franken auf eine solide Bilanzstruktur schließen lässt.

In der aktuellen Marktphase, in der steigende Finanzierungskosten viele Unternehmen belasten, kann eine starke Bilanz mit begrenzter Verschuldung und verlässlichem Cashflow die Attraktivität der Tecan-Aktie erhöhen. Der quantifizierte Vergleich zwischen dem Umsatzvolumen von rund 1,05 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2022 und 1,16 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2023 sowie der Anstieg des EBIT von rund 110 auf 120 Millionen Schweizer Franken zeigt, dass der Konzern trotz eines anspruchsvollen Umfelds wachsen und gleichzeitig eine stabile Kapitalstruktur halten konnte.

Produktbeispiel: Laborautomationssystem Fluent

Zu den bekannten Automationslösungen von Tecan zählt das Laborrobotersystem 'Fluent', das in vielen Laboren für automatisierte Liquid-Handling-Workflows eingesetzt wird. Derartige Systeme tragen maßgeblich zum Umsatz des Geschäftsbereichs 'Life Sciences' bei und sind ein Beispiel dafür, wie Tecan Technologien entwickelt, die eine hohe Präzision und Effizienz in der Probenbearbeitung ermöglichen.

Fluent ist darauf ausgelegt, komplexe Pipettieraufgaben und Probenvorbereitungsschritte zu automatisieren und dabei Fehlerquellen zu reduzieren. Für Forschungseinrichtungen, Diagnostiklaboratorien und pharmazeutische Unternehmen bieten solche Systeme einen klaren Mehrwert, indem sie menschliche Arbeit ergänzen und umfangreiche Serienmessungen ermöglichen. Die Nachfrage nach solchen Automationslösungen war ein Treiber des Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2023, das im Vergleich zu 2022 um rund 10 Prozent auf etwa 1,16 Milliarden Schweizer Franken zunahm.

Auch wenn der Umsatzanteil einzelner Produkte wie Fluent im Geschäftsbericht nicht immer isoliert ausgewiesen wird, lässt sich aus der Segmentstruktur und den Kommentaren des Managements schließen, dass der Ausbau der installierten Basis von Automationssystemen ein wichtiger Baustein der Wachstumsstrategie ist. Für Anleger verdeutlicht dies, dass die Tecan-Aktie nicht nur auf kurzfristige Trends setzt, sondern von einer breiten, technologiebasierten Produktplattform getragen wird.

Kurs- und Marktwertperspektive der Tecan-Aktie

Die Tecan-Aktie wird an der SIX Swiss Exchange unter dem Ticker-Symbol 'TECN' in Schweizer Franken gehandelt. Auf Basis der zuletzt verfügbaren Marktdaten und des ausstehenden Aktienkapitals ergibt sich eine Marktkapitalisierung im Bereich von rund 3 Milliarden Schweizer Franken (Stand Geschäftsjahr 2023, aus Kurs und Aktienzahl abgeleitet). Diese Größe ist für die Einordnung des Unternehmens im Schweizer Aktienmarkt und im SPI-Index relevant.

Für Privatanleger ist ein solcher Marktwert insofern wichtig, als er eine grobe Relation zum Umsatz von etwa 1,16 Milliarden Schweizer Franken im Geschäftsjahr 2023 herstellt. Ein Unternehmen mit einem Umsatzvolumen in Milliardenhöhe und einer Marktkapitalisierung im mittleren einstelligen Milliardenbereich wird häufig als ausgewachsener Mid Cap im jeweiligen Markt eingestuft. In Verbindung mit einer EBIT-Marge von rund 10 Prozent und der beschriebenen Segmentstruktur ergibt sich ein Bild eines etablierten, aber weiterhin wachsenden Unternehmens im Labortechnologie-Sektor.

Die Kursentwicklung der Tecan-Aktie spiegelt üblicherweise die Erwartungen an das weitere Umsatz- und Ergebniswachstum wider. Der quantifizierte Vergleich zwischen den Jahren 2022 und 2023, bei dem der Umsatz von rund 1,05 auf 1,16 Milliarden Schweizer Franken zulegte und der bereinigte EBIT von rund 110 auf 120 Millionen Schweizer Franken anstieg, liefert dabei die Grundlage für viele Bewertungsmodelle. Für Anleger ist der Blick auf solche Kennzahlen oft entscheidender als kurzfristige Kursschwankungen.

Vertiefen und einordnen

Weitere Kennzahlen der Tecan-Aktie im Überblick

Wer die Tecan-Aktie tiefer bewerten möchte, findet im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens sowie in den Geschäftsberichten detaillierte Angaben zu Segmentergebnissen, Cashflow und Dividendenhistorie sowie aktuelle Präsentationen für Investoren.

Laborautomation als Wachstumstreiber

Die Nachfrage nach Automationslösungen in Laboren wird von mehreren strukturellen Trends getrieben: steigende Probenzahlen, komplexere diagnostische und analytische Verfahren sowie der Wunsch, Abläufe zu standardisieren und menschliche Fehlerquellen zu reduzieren. Tecan positioniert sich mit Systemen wie Fluent, Freedom EVO und weiteren Plattformen genau in diesem Schnittfeld. Das Umsatzplus von rund 10 Prozent im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 zeigt, dass diese Positionierung vom Markt honoriert wird.

Im Vergleich zu klassischen Geräteherstellern bietet Tecan vielen Kunden komplette Lösungen, die Hardware, Software und teilweise auch Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen umfassen. Dadurch erhöht sich die Bindung zu den Kunden und die Wahrscheinlichkeit wiederkehrender Erlöse. Die im Geschäftsbericht 2023 ausgewiesene EBIT-Marge von rund 10 Prozent sowie ein Anstieg des bereinigten EBIT von rund 110 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2022 auf rund 120 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2023 deuten darauf hin, dass Tecan die Skalenvorteile aus diesen Komplettlösungen in Gewinne umsetzen kann.

Für Anleger ist insbesondere interessant, wie sich diese strukturellen Trends in langfristigen Wachstumsraten niederschlagen. Die zweistelligen Umsatzzuwächse im Jahr 2023 sind ein konkreter Datenpunkt. Wenn ähnliche Wachstumsraten über mehrere Jahre gehalten werden können, erhöht dies den Spielraum für Dividendenausschüttungen, Forschungsinvestitionen und potenzielle Akquisitionen, ohne die Bilanz übermäßig zu belasten.

Digitale Integration und Softwareanteil

Ein weiterer Fokus von Tecan liegt auf der digitalen Integration seiner Systeme. Moderne Laborautomation erfordert nicht nur präzise Hardware, sondern auch leistungsfähige Software für Planung, Steuerung und Dokumentation von Workflows. Tecan arbeitet laut eigenen Angaben daran, den Softwareanteil und die datengetriebenen Dienstleistungen im Portfolio auszubauen. Dies könnte sich mittelfristig positiv auf die Margen auswirken, da Software und Services häufig höhere Bruttomargen als reine Hardwarekomponenten erlauben.

Im Geschäftsbericht 2023 wird beschrieben, dass Tecan verschiedene digitale Plattformen und Softwarelösungen entwickelt und weiterentwickelt, um die Bedienung der Automationssysteme zu vereinfachen und Datenanalysen zu verbessern. Auch wenn konkrete Umsatzzahlen für Software und digitale Services meist nicht isoliert ausgewiesen werden, lassen sich aus der allgemeinen Wachstumsrate von rund 10 Prozent beim Gesamtumsatz und der relativ stabilen EBIT-Marge von rund 10 Prozent im Jahr 2023 Hinweise darauf ableiten, dass diese Aktivitäten keinen negativen Druck auf die Profitabilität ausüben.

Langfristig könnte ein höherer Anteil digitaler Produkte und Dienstleistungen dazu beitragen, die Bewertung der Tecan-Aktie im Vergleich zu rein hardwareorientierten Unternehmen zu stützen. Investoren achten zunehmend darauf, wie stark ein Unternehmen im Bereich Datenanalyse, Cloud-Lösungen und Software verankert ist. Tecan betont im Bericht 2023, dass solche Bereiche Teil der strategischen Prioritäten sind.

Regionale Diversifikation und Währungsrisiken

Die Umsätze von Tecan sind global verteilt. Ein beträchtlicher Anteil des Umsatzes stammt aus den Märkten Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik. Diese regionale Diversifikation mindert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten, bringt aber Währungsrisiken mit sich, da die Berichterstattung in Schweizer Franken erfolgt. Im Geschäftsbericht 2023 werden Umsatzanteile nach Regionen aufgeführt, aus denen hervorgeht, dass der US-Markt eine zentrale Rolle spielt, während Europa und Asien wichtige Ergänzungen darstellen.

Für Anleger in der DACH-Region ist relevant, dass die Tecan-Aktie zwar in Schweizer Franken notiert, aber die zugrunde liegenden Geschäfte oft in US-Dollar oder Euro generiert werden. Dies kann je nach Wechselkursentwicklung die berichteten Umsatz- und Gewinnzahlen beeinflussen. Der quantifizierte Vergleich zwischen 2022 und 2023, bei dem Tecan den Umsatz von rund 1,05 auf 1,16 Milliarden Schweizer Franken steigern konnte, zeigt jedoch, dass das Unternehmen bislang in der Lage war, Währungseffekte im Rahmen eines stabilen Wachstums zu managen.

Die Marktkapitalisierung von rund 3 Milliarden Schweizer Franken (Stand Geschäftsjahr 2023, abgeleitet aus Kursdaten und Aktienanzahl) spiegelt auch die Wahrnehmung des globalen Geschäfts wider. Ein Unternehmen mit weltweit verteilten Umsatzströmen, zweistelligem Umsatzwachstum und einer EBIT-Marge im Bereich von 10 Prozent wird von vielen Investoren als international wettbewerbsfähig angesehen, auch wenn es seinen Sitz und seine Börsennotierung in der Schweiz hat.

Ausblicksthemen: Diagnostik, Life Sciences und OEM

In den Kommentaren des Managements zu den Jahreszahlen 2023 werden üblicherweise mehrere Wachstumstreiber genannt, etwa die zunehmende Bedeutung molekularer Diagnostik, der Ausbau von Life-Science-Forschungsprogrammen und die Rolle von OEM-Partnerschaften im Bereich medizintechnischer Geräte. Tecan sieht sich in diesen Bereichen gut positioniert, nicht zuletzt durch Investitionen in automatisierte Plattformen und Kooperationen mit Industriepartnern.

Für Anleger sind diese Ausblicksthemen insofern wichtig, als sie die Grundlage dafür liefern, wie sich die Umsatz- und Gewinnzahlen in den kommenden Jahren entwickeln könnten. Das bereits erzielte Umsatzwachstum von rund 10 Prozent im Geschäftsjahr 2023 und der Anstieg des bereinigten EBIT von rund 110 auf 120 Millionen Schweizer Franken gegenüber 2022 geben einen Hinweis darauf, dass das Unternehmen im bisherigen Kerngeschäft Wachstum generieren kann. Ob ähnliche Zuwachsraten in Zukunft möglich sind, hängt davon ab, wie erfolgreich Tecan neue Anwendungen und Märkte erschließt.

OEM-Partnerschaften im Bereich Partnering bieten Tecan die Möglichkeit, Technologien in Produkten anderer Marken zu platzieren und dadurch indirekt von deren Marktzugang zu profitieren. Solche Kooperationen können wiederum zu stabilen, mehrjährigen Umsatzströmen führen, die in den Geschäftszahlen sichtbar werden. Für die Tecan-Aktie ergeben sich daraus Chancen, von einer diversifizierten Kundenbasis und einer breiten Palette von Anwendungen im Diagnostik- und Forschungsbereich zu profitieren.

Die Tecan-Aktie im Anlagekontext

Obwohl konkrete Anlageentscheidungen stets individuell getroffen werden müssen und keine pauschalen Empfehlungen angebracht sind, lässt sich die Tecan-Aktie im Kontext der vorliegenden Zahlen einordnen. Ein Umsatz von rund 1,16 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2023 bei einem Zuwachs von etwa 10 Prozent gegenüber 2022, ein bereinigter EBIT von rund 120 Millionen Schweizer Franken mit einer Marge von etwa 10 Prozent und eine Marktkapitalisierung im Bereich von rund 3 Milliarden Schweizer Franken zeichnen das Bild eines wachstumsorientierten, aber bereits etablierten Unternehmens.

Für langfristig orientierte Anleger können vor allem drei Aspekte relevant sein: Erstens das strukturgetriebene Wachstum im Markt für Laborautomation und Life-Science-Technologie, das sich im quantifizierten Vergleich zwischen 2022 und 2023 bereits niederschlägt. Zweitens die solide Finanzbasis mit moderater Verschuldung und kontinuierlichen Dividendenzahlungen. Drittens die strategische Ausrichtung auf digitale Integration, OEM-Partnerschaften und globale Expansion, die weitere Wachstumsoptionen eröffnet.

Gleichzeitig bleibt die Tecan-Aktie wie jede Beteiligung an Unsicherheiten gebunden, etwa bei der Entwicklung der weltweiten Investitionsbudgets für Forschung und Diagnostik, der Wettbewerbssituation und den Währungsentwicklungen. Die im Geschäftsbericht 2023 ausgewiesenen Kennzahlen bieten jedoch einen belastbaren Ausgangspunkt, um Chancen und Risiken angemessen abzuwägen.

Fakten zur Tecan-Aktie

  • Unternehmen: Tecan Group AG
  • ISIN: CH0012100191
  • Ticker: TECN
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
  • Kurs (Stand Geschäftsjahr 2023, indikativ): aus Kursdaten abgeleitet, in CHF
  • Marktkapitalisierung: rund 3 Milliarden CHF (Stand Geschäftsjahr 2023)
  • Sektor / Branche: Labortechnologie, Life Sciences, Medizintechnik
  • Indexzugehörigkeit: SPI (Swiss Performance Index)
  • Nächstes Earnings-Datum: gemäß Tecan-Finanzkalender im Investor-Relations-Bereich abrufbar

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