Thales, FR0000121329

Die Thales-Aktie profitiert von zweistelligem Umsatzplus und starkem Auftragseingang

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Thales-Aktie steht im Zeichen eines kräftigen Wachstums: Der französische Technologiekonzern steigert Umsatz und Gewinn zweistellig und meldet einen rekordnahen Auftragsbestand. Für Anleger rücken vor allem Marge, Cashflow und Rüstungsnachfrage in den Fokus.

3D-Architekturvisualisierung eines modernen Glas-Hochhauses mit begrünter Plaza davor
Modernes Architektur-Rendering eines Hochhauses visualisiert den Innovationsanspruch von Thales S.A. FR0000121329 in zeitgemäßer Bauweise, Illustration mit AI erstellt.

Der französische Technologiekonzern Thales (ISIN FR0000121329) hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2024 nach Unternehmensangaben auf rund 20,0 Milliarden Euro gesteigert und damit gegenüber 2023 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erhöht, während die Thales-Aktie von diesem Wachstum und einem hohen Auftragsbestand gestützt wird.

Wachstum und Profitabilität im Fokus

Thales berichtet für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von etwa 20,0 Milliarden Euro, nachdem der Konzern 2023 noch knapp unter 18,0 Milliarden Euro gelegen hatte, was einem Plus von gut 10 Prozent entspricht und insbesondere vom Geschäft mit Verteidigungselektronik und sicherer Kommunikation getragen wird.

Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) wird vom Unternehmen für 2024 im Bereich von rund 2,3 Milliarden Euro ausgewiesen und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von rund 2,0 Milliarden Euro, was einer Steigerung von etwa 15 Prozent entspricht und auf eine verbesserte Profitabilität in mehreren Sparten hinweist.

Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter beläuft sich für 2024 auf rund 1,5 Milliarden Euro und übertrifft das Ergebnis des Jahres 2023, das noch bei rund 1,3 Milliarden Euro lag, womit Thales seine Ertragskraft im Umfeld steigender Verteidigungsausgaben und solider Nachfrage im zivilen Luftfahrtsegment ausbauen konnte.

Auftragsbestand und Cashflow als Stabilitätsanker

Besonders wichtig für die mittelfristige Sicht ist der Auftragsbestand: Für 2024 meldet Thales einen kumulierten Auftragsbestand von über 40 Milliarden Euro, nachdem dieser ein Jahr zuvor noch bei rund 38 Milliarden Euro gelegen hatte, was einem Zuwachs von gut 5 Prozent entspricht und die Visibilität für künftige Umsätze erhöht.

Der Auftragseingang erreichte 2024 einen Wert von rund 22 Milliarden Euro und lag damit über dem Umsatz des Jahres, wodurch das Book-to-Bill-Verhältnis leicht über 1,0 liegt und signalisiert, dass Thales mehr neue Aufträge hereinholt, als abgearbeitet werden, was die Wachstumsbasis verbreitert.

Beim freien Cashflow gibt das Unternehmen für 2024 einen Wert von etwa 1,3 Milliarden Euro an, nachdem 2023 noch etwas unter 1,2 Milliarden Euro erzielt worden waren, was auf eine robuste Fähigkeit zur Finanzierung von Investitionen und Ausschüttungen aus der operativen Geschäftstätigkeit hindeutet.

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Spartenstruktur und Margenentwicklung

Thales gliedert sein Geschäft weiterhin in die großen Segmente Defence & Security, Aerospace und Digital Identity & Security, wobei Defence & Security den größten Umsatzbeitrag liefert und von staatlichen Aufträgen für Radarsysteme, Führungs- und Kommunikationslösungen sowie elektronische Kampfführung profitiert.

Im Bereich Defence & Security erzielte Thales 2024 einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro, nachdem im Jahr 2023 etwa 9 Milliarden Euro erreicht worden waren, womit dieses Segment um rund 11 Prozent zulegte und durch Großaufträge in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum an Dynamik gewann.

Die Sparte Aerospace, die unter anderem Avioniksysteme und Bordelektronik für Verkehrsflugzeuge umfasst, kam 2024 auf einen Umsatz von etwa 5,5 Milliarden Euro, gegenüber gut 5,0 Milliarden Euro im Vorjahr, was einem Wachstum von knapp 10 Prozent entspricht und mit der Erholung des weltweiten Luftverkehrs in Verbindung steht.

Digital Identity & Security, in dem Thales unter anderem Lösungen für sichere Identitäten, Bezahlsysteme und Cybersicherheit bündelt, erzielte 2024 einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro nach etwa 4,0 Milliarden Euro im Jahr 2023, womit dieses Segment um rund 12 Prozent wuchs und von der hohen Nachfrage nach Sicherheits- und Verschlüsselungslösungen profitierte.

Die operative Marge auf Konzernebene, gemessen am Verhältnis von bereinigtem EBIT zu Umsatz, lag 2024 bei rund 11,5 Prozent und damit über dem Vorjahreswert von etwa 11,0 Prozent, sodass Thales seine Profitabilität trotz inflationsbedingter Kostensteigerungen und anhaltender Investitionen in Forschung und Entwicklung leicht verbessern konnte.

Dividende, Bilanzstruktur und Ausblick

Beim Thema Ausschüttung setzt Thales seine aktionärsfreundliche Politik fort: Für das Geschäftsjahr 2024 schlägt der Konzern eine Dividende von 3,40 Euro je Aktie vor, nachdem für 2023 eine Ausschüttung von 3,10 Euro je Anteilsschein gezahlt wurde, was einer Erhöhung von knapp 10 Prozent entspricht.

Die Nettoverschuldung, nach Abzug der liquiden Mittel, liegt zum Ende des Geschäftsjahres 2024 bei rund 2,0 Milliarden Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, sodass die Bilanz im Verhältnis zum freien Cashflow robust bleibt und Raum für selektive Übernahmen und Beteiligungen eröffnet.

Für das laufende Jahr gibt Thales einen Ausblick ab, der ein weiteres moderates Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine operative Marge im Bereich von über 11 Prozent anvisiert, wobei der Konzern mit einem anhaltend hohen Niveau beim Auftragseingang rechnet und gleichzeitig Effizienzprogramme zur Stabilisierung der Kostenbasis fortführt.

Einblick in ein Schlüsselprodukt

Ein repräsentatives Produkt aus dem Portfolio von Thales ist das Radarsystem 'Ground Master', das im Defence-&-Security-Segment als leistungsstarke luft- und seeraumüberwachende Lösung gilt und in mehreren europäischen Staaten sowie in weiteren NATO-Ländern eingesetzt wird.

Dieses Produkt trägt zu den Umsätzen im Verteidigungsbereich bei, indem es als Teil größerer Systemaufträge in die Lieferverträge eingebettet ist, und spiegelt den technologischen Anspruch von Thales wider, Sensorik, Datenfusion und sichere Kommunikation zu integrieren, was die Wettbewerbsposition im Markt für Verteidigungselektronik stärkt.

Thales-Aktie zum Schluss

Die Thales-Aktie wird an der Euronext Paris gehandelt und reflektiert in ihrer Notierung die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum, hoher Profitabilität und einem umfangreichen Auftragsbestand, der dem Konzern über mehrere Jahre hinweg berechenbare Erlösströme sichern kann.

Fakten zur Thales-Aktie

  • Unternehmen: Thales S.A.
  • ISIN: FR0000121329
  • Ticker: HO
  • Handelsplatz: Euronext Paris
  • Sektor / Branche: Luft- und Raumfahrt, Verteidigungstechnologie, Sicherheit
  • Indexzugehörigkeit: CAC 40
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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