TotalEnergies, FR0000120271

Die TotalEnergies-Aktie profitiert von robusten Gewinnen und soliden Cashflows

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 08:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die TotalEnergies-Aktie steht im Zeichen hoher Öl- und Gaspreise sowie eines starken Cashflows. Der französische Energiekonzern steigert Umsatz und Gewinn deutlich und setzt seine Dividenden- und Rückkaufpolitik fort.

Bauhaus-Plakat in Primärfarben mit Öltropfen, Sonne, Windrad und Schrift ENERGIE
TotalEnergies FR0000120271 als Bauhaus-Poster mit geometrischen Energie-Symbolen Öltropfen Sonne Windrad und dem Text ENERGIE, Illustration mit AI erstellt.

Der französische Energiekonzern TotalEnergies (ISIN FR0000120271) hat im Geschäftsjahr 2023 von hohen Öl- und Gaspreisen sowie einem starken Raffinerie- und LNG-Geschäft profitiert und damit die Grundlage für eine stabile TotalEnergies-Aktie gelegt. Laut den veröffentlichten Konzernzahlen erzielte das Unternehmen 2023 einen bereinigten Nettogewinn von rund 23,2 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2022 etwa 33,4 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren, was einen deutlichen Rückgang nach dem Ausnahmejahr 2022, aber weiterhin ein sehr hohes Gewinnniveau bedeutet. Der Umsatz lag 2023 im dreistelligen Milliardenbereich und ging im Vergleich zu 2022 proportional zum Rohstoffpreisumfeld zurück, blieb aber klar über dem Vorkrisenniveau.

Starke Cashflows stützen die TotalEnergies-Aktie

Für viele Anleger entscheidend ist der freie Cashflow, der die Ausschüttungsfähigkeit des Konzerns unterstreicht und damit indirekt die TotalEnergies-Aktie unterstützt. TotalEnergies meldete für 2023 einen bereinigten operativen Cashflow aus dem Geschäft mit Öl und Gas in einer Größenordnung von deutlich über 40 Milliarden US-Dollar, wobei der gesamte operative Cashflow des Konzerns mit mehr als 30 Milliarden US-Dollar klar oberhalb der 30-Milliarden-Marke lag. Im Vergleich zu 2022, als der operative Cashflow aufgrund außergewöhnlich hoher Energiepreise noch im Bereich von etwa 45 Milliarden US-Dollar gelegen hatte, zeigt sich 2023 ein Rückgang, der aber immer noch ein starkes Niveau für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe darstellt.

Der Konzern nutzte diesen hohen Cashflow, um seine Aktionäre an den Ergebnissen zu beteiligen. Für das Geschäftsjahr 2023 schüttete TotalEnergies eine Dividende von über 3 US-Dollar je Aktie aus, wobei die vierteljährlichen Zwischendividenden schrittweise angehoben wurden. Gegenüber 2022, als die Divende je Aktie bereits über 2,70 US-Dollar lag, entspricht dies einem spürbaren Anstieg und unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, die Ausschüttungen auch in einem normalisierten Preisumfeld weiter zu erhöhen. Zusätzlich setzte TotalEnergies umfangreiche Aktienrückkaufprogramme um, die sich im Jahr 2023 insgesamt im zweistelligen Milliardenbereich bewegten und den Gewinn je Aktie stützen.

Investitionen und Energie-Transformation mit Zahlen unterlegt

Neben der kurzfristigen Gewinn- und Cashflow-Entwicklung legt TotalEnergies zunehmend Wert auf Investitionen in erneuerbare Energien und neue Energieträger, um die langfristige Positionierung des Konzerns zu stärken. Für 2023 meldete der Konzern Gesamtinvestitionen von rund 16 Milliarden US-Dollar, wobei etwa 5 Milliarden US-Dollar in den Ausbau von Strom- und Erneuerbaren-Projekten flossen. Im Vergleich zu 2022, als die gesamten Investitionen in einer ähnlichen Größenordnung lagen, aber der Anteil erneuerbarer Projekte niedriger war, zeigt sich ein gradueller Wandel des Portfolios in Richtung weniger CO2-intensiver Geschäftsbereiche.

Im Bereich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen meldete TotalEnergies eine installierte Kapazität von mehr als 20 Gigawatt per Ende 2023 und gab an, diese Kapazität gegenüber Ende 2022 um mehrere Gigawatt erhöht zu haben. Mittelfristig strebt das Unternehmen an, seine Bruttokapazität im Bereich Erneuerbare und flexible Erzeugung bis 2030 auf über 100 Gigawatt auszubauen. Dieser Ausbau soll sich schrittweise in den Umsätzen und Ergebnissen des Segments Strom widerspiegeln, das bereits 2023 einen Umsatz im Milliardenbereich und einen wachsenden Beitrag zum bereinigten operativen Ergebnis lieferte.

Operative Kennzahlen und Vergleich zum Vorjahr

Auf operativer Ebene zeigt sich die Ertragskraft von TotalEnergies im Segment Exploration & Produktion besonders deutlich. Für 2023 wurde eine Produktionsmenge von rund 2,5 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag berichtet, nach etwa 2,8 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag im Jahr 2022, was einen leichten Rückgang widerspiegelt, der unter anderem auf Portfolioanpassungen und den Auslauf einzelner Förderprojekte zurückzuführen ist. Gleichzeitig erzielte das Segment dank weiterhin solider Öl- und Gaspreise einen bereinigten Betriebsgewinn im zweistelligen Milliardenbereich und hielt damit die Marge pro Barrel stabil.

Im Raffinerie- und Chemiegeschäft profitierte TotalEnergies 2023 von weiterhin günstigen Raffineriemargen, die allerdings unter den Spitzenniveaus von 2022 lagen. Der bereinigte Betriebsgewinn in diesem Segment erreichte 2023 mehrere Milliarden US-Dollar, lag damit aber unter dem außergewöhnlich hohen Wert des Vorjahres, als die angespannten Märkte in Europa zu Rekordmargen geführt hatten. Im Marketing- und Servicesegment, zu dem das Tankstellengeschäft und der Vertrieb von Mineralölprodukten gehören, verzeichnete der Konzern stabile Ergebnisse im Milliardenbereich, gestützt durch steigende Absatzvolumina und eine breitere Produktpalette.

Dividende, Aktienrückkäufe und Kapitalstruktur

Die Ausschüttungspolitik spielt eine zentrale Rolle für die Attraktivität der TotalEnergies-Aktie. Für 2023 zahlte der Konzern eine reguläre Dividende von mehr als 3 US-Dollar pro Aktie, ergänzt um Sonderausschüttungen, die in Form erhöhter Zwischenzahlungen und zusätzlicher Rückkäufe umgesetzt wurden. Gegenüber 2021, als die Dividende noch im Bereich von rund 2,60 US-Dollar je Aktie gelegen hatte, ergibt sich damit über zwei Jahre hinweg ein klarer Anstieg um mehrere zehn Cent pro Aktie, der signalisiert, dass TotalEnergies seine Anteilseigner am anhaltend hohen Ergebnisniveau beteiligen will.

Parallel dazu kaufte das Unternehmen 2023 eigene Aktien im Gesamtvolumen von deutlich über 8 Milliarden US-Dollar zurück, nachdem bereits 2022 umfangreiche Rückkäufe in ähnlicher Größenordnung durchgeführt worden waren. Diese Programme führen zu einer Verringerung der ausstehenden Aktienzahl und können damit den Gewinn je Aktie langfristig stützen. Die Nettoverschuldung blieb trotz der Ausschüttungen auf einem moderaten Niveau: TotalEnergies wies für Ende 2023 eine Nettoverschuldung von unter 25 Milliarden US-Dollar aus, was im Verhältnis zum bereinigten EBITDA einen konservativen Verschuldungsgrad ergibt.

Ausblick und mittelfristige Ziele von TotalEnergies

Für die kommenden Jahre hat TotalEnergies mittelfristige Ziele formuliert, die sowohl auf weiterhin starke Cashflows aus dem Öl- und Gasgeschäft als auch auf wachsendes Engagement in Erneuerbaren beruhen. Das Unternehmen strebt an, ein jährliches organisches Investitionsvolumen von 16 bis 18 Milliarden US-Dollar beizubehalten, wobei rund ein Drittel auf Projekte in den Bereichen Strom, erneuerbare Energien und neue Energieträger wie Wasserstoff entfallen soll. Im Bereich der Ausschüttungen an die Aktionäre peilt der Konzern eine Gesamtausschüttungsquote von mehr als 40 Prozent des Cashflows an, die sich aus Dividenden und Aktienrückkäufen zusammensetzt.

Gleichzeitig will TotalEnergies seine Emissionsintensität pro Energieeinheit schrittweise senken. Bis 2030 ist eine deutliche Reduktion der Emissionen aus Scope 1 und 2 je Produktionseinheit vorgesehen, während die Breite des Produktportfolios dem Konzern erlauben soll, die steigende Nachfrage nach Strom, LNG und flüssigen Kraftstoffen abzudecken. Dieser Strategiemix zwischen klassischen Öl- und Gasaktivitäten und wachsendem Anteil erneuerbarer Projekte ist für Investoren ein wichtiges Element bei der Bewertung der langfristigen Perspektiven der TotalEnergies-Aktie.

Energiesegment LNG als Wachstumstreiber

Besonders dynamisch entwickelt sich das LNG-Geschäft (verflüssigtes Erdgas), das TotalEnergies in den letzten Jahren massiv ausgebaut hat. 2023 setzte der Konzern über 40 Millionen Tonnen LNG ab und zählte damit zu den größten Akteuren auf dem Weltmarkt. Gegenüber 2020, als der LNG-Absatz noch im Bereich von etwa 30 Millionen Tonnen lag, entspricht dies einem Wachstum von rund einem Drittel in wenigen Jahren. Der bereinigte Betriebsgewinn des Gas-, Renewables- und Power-Segments, zu dem auch LNG gehört, lag 2023 im Milliardenbereich und trug spürbar zum Konzernergebnis bei.

Die langfristigen Lieferverträge in wichtigen Abnahmeregionen wie Europa und Asien sorgen für stabile Cashflows aus diesem Geschäft. Neue Projekte in LNG-exportierenden Ländern ergänzen diese Basis und sollen die Gesamtmenge weiter steigern. Für Anleger ist dieses Segment insofern relevant, als LNG im Transformationspfad zu einer weniger CO2-intensiven Energieversorgung eine Brückenfunktion einnehmen kann und gleichzeitig hohe Investitionsvolumina und langfristige Ertragschancen bietet.

Strom- und erneuerbare Energien bei TotalEnergies

Im Segment Strom und erneuerbare Energien verfolgt TotalEnergies ambitionierte Ausbauziele. Die installierte Kapazität in erneuerbaren Energien lag Ende 2023 bei mehr als 20 Gigawatt und soll laut Unternehmensplanung bis 2025 deutlich ausgebaut werden. Verglichen mit 2020, als die Kapazität bei deutlich unter 10 Gigawatt lag, hat sich das Portfolio innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt. Der Umsatz im Stromsegment erreichte 2023 einen Wert im zweistelligen Milliardenbereich, und der bereinigte Betriebsgewinn dieses Bereichs stieg gegenüber 2022 um einen hohen zweistelligen Prozentbetrag.

Durch die zunehmende Integration von Stromhandel, Endkundenvertrieb und eigenen Erzeugungskapazitäten versucht TotalEnergies, entlang der Wertschöpfungskette Synergien zu heben. Gleichzeitig verpflichtet sich der Konzern, einen wachsenden Anteil seiner Nettostromverkäufe aus erneuerbaren Quellen zu decken. Für die Bewertung der TotalEnergies-Aktie kann dieses Segment eine wichtige Rolle spielen, da es perspektivisch weniger stark von kurzfristigen Rohstoffpreisschwankungen abhängen soll als das traditionelle Öl- und Gasgeschäft.

Produkt-Beispiel: Tankstellen- und Mobilitätsgeschäft

Ein sichtbares Beispiel für das operative Geschäft von TotalEnergies ist das Tankstellen- und Mobilitätsnetz, über das Kraftstoffe, Strom und zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden. Der Konzern betreibt weltweit mehrere Tausend Tankstellenstandorte und entwickelt diese zunehmend zu Multi-Energie-Hubs, an denen neben klassischen Kraftstoffen auch Ladeninfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie Dienstleistungen wie Car-Wash und Convenience-Shops angeboten werden. Das Tankstellen- und Mobilitätsgeschäft erwirtschaftet im Segment Marketing & Services jährlich Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich und liefert einen stabilen Beitrag zum bereinigten Betriebsgewinn.

Marktbewertung und Kurs der TotalEnergies-Aktie

Die Marktkapitalisierung von TotalEnergies liegt im dreistelligen Milliardenbereich und reflektiert damit sowohl das starke Cashflow-Profil aus dem Öl- und Gasgeschäft als auch die wachsende Bedeutung von Strom und erneuerbaren Energien. Im Vergleich zu anderen großen integrierten Ölkonzernen bewegt sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf einem moderaten Niveau, das die zyklische Natur des Geschäfts berücksichtigt. Für Anleger sind neben der operativen Entwicklung die Dividendenrendite und die fortgesetzten Aktienrückkäufe zentrale Faktoren bei der Beurteilung der TotalEnergies-Aktie.

Fakten zur TotalEnergies-Aktie

  • Unternehmen: TotalEnergies SE
  • ISIN: FR0000120271
  • Ticker: TTE
  • Handelsplatz: Euronext Paris
  • Sektor / Branche: Energie, Öl und Gas, integrierter Versorger
  • Indexzugehörigkeit: CAC 40
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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