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New York Schluss: Ölpreis belastet weiter - Meta-Rally an Nasdaq

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 22:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch weiter Federn gelassen.

Vor allem die Standardwerte litten unter weiter gestiegenen Ölpreisen, die bei den Anlegern die Inflations- und Zinssorgen hochhalten. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 gab um 0,77 Prozent auf 52.380,66 Punkte nach, wodurch er sein niedrigstes Niveau seit Ende Juli erreichte. Für den breiter aufgestellten S&P 500 US78378X1072 ging es um knapp ein halbes Prozent auf 7.636,36 Punkte bergab.

Wie schon am Vortag zeigte sich der Handel an der Nasdaq-Börse etwas robuster. Gute Nachrichten von Meta US30303M1027, die von der Einführung eines eigenen KI-Assistenten beflügelt wurden, konnten das Gesamtbild dort aber auch nicht eindeutig verbessern. Mit 29.421,55 Punkten lag der technologielastige Leitindex Nasdaq 100 US6311011026 am Ende mit 0,29 Prozent im Minus.

Laut einem Händler positionierten sich die Anleger vorsichtig vor mehreren brisanten Ereignissen, die am Donnerstag und Freitag anstehen - darunter der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank, Preisdaten aus den USA sowie Quartalszahlen von Oracle US68389X1054 und Adobe US00724F1012 aus dem Softwaresektor.

Die Fantasie, dass Meta mit dem vorgestellten KI-Agenten "Muse" künftig auch ein stärkerer KI-Nutznießer werden könnte, ließ die Aktien um 6,6 Prozent hochschnellen. Meta sei gut positioniert, um damit Erfolge zu feiern, hieß es am Markt. Ein Experte von Mizuho Securities schrieb, Investoren wollten sehen, dass sich die KI-Investitionen lohnen. Dies sei jetzt ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Muse-Vorstellung hielt auch den guten Lauf anderer KI-Werte aufrecht, denn Gewinner kamen vermehrt aus den Chip- und Speicherbereichen. Die Aktien von Firmen wie Marvell Technology US5738741041, AMD US0079031078, Sandisk US80004C1018 oder Micron US5951121038 legten zwischen 1,5 und 4,3 Prozent zu.

Abgesehen von Meta schlossen die großen Tech-Schwergewichte jedoch fast alle im Minus, was die Nasdaq im Gesamtbild belastete. Mehr als zwei Prozent verloren die Alphabet US02079K3059-Aktien, weil Meta in Konkurrenz zu dem KI-Agenten Gemini des Google-Mutterkonzerns geht. Auch der Apple US0378331005-Kurs ging etwas leichter aus dem Handel. Die Vorstellung eines auffaltbaren iPhones wurde hier nicht zum Kurstreiber.

Generell gefragt waren US-Ölwerte: Die Kurse von Chevron US1667641005 und ExxonMobil US30231G1022 legten bis zu 2,2 Prozent zu, weil ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November am Mittwoch erstmals seit Juli wieder mehr als 100 US-Dollar kostete. Anlass dazu gab, dass der Kampf zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus immer weiter eskaliert.

Unter den amerikanischen Nebenwerten gab es einige größere Kursausschläge nach unten. So sackten die Aktien der Tankstellen- und Mini-Markt-Kette Casey's US1475281036 um mehr als 14 Prozent ab. Am Markt gab es kritische Stimmen zum Absatzvolumen, da nur höhere Kraftstoffmargen ein Gewinnwachstum ermöglicht hätten. Die Jahresprognosen wurden lediglich bestätigt.

Noch schlimmer erging es aber den Anlegern von ServiceTitan US81764X1037 mit einem Kurseinbruch um 30 Prozent. Das Softwareunternehmen gab eine Umsatzprognose für das laufende Quartal ab, die die Anleger enttäuschte. In ersten Stimmen dazu hieß es, die Skalierung eines KI-Agenten verlangsame sich.

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