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Aktien Frankfurt Ausblick: Jüngste Nachrichten zu Irankrieg sorgen für Erholung

25.03.2026 - 08:20:36 | dpa.de

Die US-Regierung hat dem Iran Medienberichten zufolge einen Plan zur Beendigung des Kriegs vorgelegt.

Daraufhin rutschte der Ölpreis der Nordseesorte Brent am Mittwochmorgen unter 100 Dollar und die Anleger in Asien griffen am Aktienmarkt wieder zu. Auch in Europa dürfte sich die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in steigenden Kursen zeigen und die Indizes antreiben.

Der X-Dax DE0008469008 lässt für den deutschen Leitindex zuletzt einen 0,9 Prozent höheren Start bei 22.850 Punkten erwarten. Zuletzt mussten die Anleger mit sehr widersprüchlichen Nachrichten zurechtkommen. Nach einem Ultimatum des US-Präsidenten am Wochenende war der Dax am Montag mit 21.863 Punkten zeitweise noch auf einen Tiefststand seit April 2025 abgesackt. Nach einer Kurznachricht von Donald Trump zu Wochenbeginn auf seiner Platform Truth Social über gute Verhandlungen mit dem Regime in Iran war er dann in der Spitze bis auf 23.178 Punkte nach oben geschossen. Am Dienstag tat sich dann im Dax letztlich nicht viel.

Nun verdichten sich die Anzeichen auf mögliche Entspannung. Pakistan habe einen 15 Punkte umfassenden Plan der USA an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal "Axios" und die "New York Times". Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab. Gleichzeitig erklärte Trump, dass der Iran angeblich "unbedingt einen Deal abschließen" wolle. Irans Militärführung hat am Morgen Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt.

Für den Brent-Ölpreis ging es in der Nacht zeitweise wieder fast auf 97 Dollar nach unten. Er ist mit seinen Auswirkungen auf die Inflation und seiner Signalwirkung für die Konjunkturerwartungen momentan das Zünglein an der Waage. Vor zwei Wochen hatte er mit fast 120 Dollar das höchste Niveau seit 2022 erreicht. Noch mehr als um die Kursausreißer sorgen sich die Anleger aber auf das inzwischen vier Wochen hohe Preisniveau. Der Iran hält mit der Straße von Hormus die zentrale Versorgungsader der Weltwirtschaft faktisch blockiert, lockerte allerdings nun seine Regeln etwas.

Besonderes Augenmerk sollten die Anleger am Mittwoch auf die bisher größten Verlierer des Iran-Kriegs richten - insbesondere Rohstoffwerte aufgrund der Energiekosten und eingetrübten Konjunkturaussichten sowie Banken und Immobilienwerte aufgrund gestiegener Marktzinsen. Teils konnten sie sich tags zuvor bereits stabilisieren.

Lanxess sieht die Investmentbank JPMorgan zunächst als einen der stärksten Kriegs-Profiteure in der Chemiebranche. Analyst Chetan Udeshi drehte sein skeptisches "Underweight" am Morgen in eine "Overweight"-Empfehlung und trieb die Aktien damit vorbörslich an. Die Kölner seien einer von wenigen, wenn nicht der einzige, westliche Produzent in ihren wichtigsten Produktkategorien, und profitierten damit von Produktionsproblemen im asiatisch-pazifischen Raum.

Udeshis Kollege Kamran Hossain empfahl derweil Talanx. Das robuste Geschäft in der Primärversicherung werde unterschätzt, so sein Fazit. Das Erstversicherungsgeschäft werde ungerechtfertigterweise klar niedriger bewertet als der Rückversicherungsbereich. Auch Talanx-Papiere legten vorbörslich klar zu.

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