USA, Sanktionen

USA verhÀngen Sanktionen gegen Kubas PrÀsidenten

05.06.2026 - 06:11:24 | dpa.de

Die USA verhÀngen Sanktionen gegen Kubas PrÀsidenten Miguel Díaz-Canel und Familienmitglieder.

Laut US-Finanzministerium wurde der 66-JĂ€hrige auf eine zentrale Sanktionsliste gesetzt, wodurch etwa Vermögenswerte eingefroren werden können und von US-Seite keine GeschĂ€ftsbeziehungen bestehen dĂŒrfen.

Auch die Ehefrau von DĂ­az-Canel, Lis Cuesta Peraza, sowie sein Stiefsohn Manuel Anido Cuesta, wurden mit Sanktionen belegt. Von den Maßnahmen betroffen sind ebenfalls ein Sohn, Alejandro Castro, und ein Enkel, RaĂșl Alejandro Castro, des 95-jĂ€hrigen Ex-PrĂ€sidenten RaĂșl Castro, eine mĂ€chtige Figur hinter den Kulissen in dem sozialistischen Karibikstaat.

Mit dem Schritt erhöhen die USA den Druck auf die Regierung Kubas. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte immer wieder eine mögliche "Übernahme" des Landes, das wirtschaftlich schwer angeschlagen ist, ins Spiel gebracht.

Treuer Parteisoldat und Nachfolger von RaĂșl Castro

Der kubanische PrĂ€sident fĂŒhrt seit 2018 die RegierungsgeschĂ€fte in Havanna. Er gilt als treuer Parteisoldat, der Stufe um Stufe die Karriereleiter erklommen hat und dann schließlich seinen politischen Ziehvater RaĂșl Castro an der Staatsspitze ablöste.

WĂ€hrend der Amtszeit von DĂ­az-Canel geriet Kuba in eine der schwersten Wirtschaftskrisen seit dem Sieg der Revolution 1959 mit dauernden StromausfĂ€llen und massiven Versorgungsproblemen. Angesichts der jĂŒngsten Drohungen aus Washington gab sich DĂ­az-Canel aber kĂ€mpferisch. "Meine Herren Imperialisten: Wir haben absolut keine Angst vor Ihnen", sagte er.

Der 2016 gestorbene Fidel Castro und sein Bruder RaĂșl waren die AnfĂŒhrer der Revolution, die die Regierung des Diktators Fulgencio Batista stĂŒrzte und ein sozialistisches Staatsmodell in Kuba etablierte. Zuletzt hatte die US-Regierung eine Klage gegen RaĂșl Castro angekĂŒndigt. Ihm wird eine Verwicklung in den Abschuss von zwei Flugzeugen einer exilkubanischen Organisation durch Kubas Luftwaffe im Jahr 1996 vorgeworfen, bei dem vier Menschen ums Leben kamen.

Seit Jahrzehnten sind die Beziehungen zwischen Washington und Havanna angespannt. Unter US-PrĂ€sident Donald Trump nahmen die Spannungen zuletzt nochmals zu. Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.

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