Verizon, US92343V1044

Die Verizon-Communications-Aktie reagiert nach Quartalszahlen stabil auf schwächeres Umsatzwachstum

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 18:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Verizon-Communications-Aktie zeigt sich nach den jüngsten Quartalszahlen robust. Trotz leicht rückläufigem Umsatz und weiterem Kundenschwund im Prepaid-Segment bleibt der US-Telekomkonzern dank hoher Cashflows und stabiler Dividende für viele Anleger ein defensiver Wert.

Architekturfotografie eines markenneutralen Glas-Wolkenkratzers in Midtown Manhattan, Froschperspektive, bewölkter Himmel spiegelt sich in der Fassade
Verizon US92343V1044 – Architekturbild eines generischen Glas-Konzernhochhauses in Midtown Manhattan aus Froschperspektive, Illustration mit AI erstellt.

Verizon Communications Inc. (ISIN US92343V1044) hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von rund 32,0 Milliarden US?Dollar erzielt und damit leicht weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Verizon-Communications-Aktie an der NYSE stabil blieb und sich im direkten Vergleich zum Vorjahr nur moderat unterhalb des 52?Wochen-Hochs bewegte.

Quartalszahlen zeigen moderates Minus beim Umsatz

Der US-Telekommunikationskonzern Verizon Communications meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 134 Milliarden US?Dollar, wobei der Umsatz im Vorjahr bei etwa 135 Milliarden US?Dollar lag, was einem leichten Rückgang entspricht.

Im ersten Quartal 2026 lag der Umsatz laut Unternehmensangaben bei rund 32,0 Milliarden US?Dollar gegenüber etwa 32,5 Milliarden US?Dollar im ersten Quartal 2025, was einem Minus von rund 1,5 Prozent entspricht.

Der Nettogewinn im ersten Quartal 2026 erreichte knapp 5,0 Milliarden US?Dollar und lag damit geringfügig unter dem Vorjahreswert von rund 5,1 Milliarden US?Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) im selben Zeitraum auf knapp 1,15 US?Dollar sank, nach etwa 1,17 US?Dollar im ersten Quartal 2025.

Damit blieb Verizon zwar profitabel, verzeichnete aber im Mobilfunkgeschäft einen anhaltenden Preisdruck, der sich vor allem im traditionellen Postpaid- und Prepaid-Segment bemerkbar machte.

Starke Cashflows stützen Investitionen in das 5G-Netz

Im Geschäftsjahr 2025 generierte Verizon einen operativen Cashflow von mehr als 45 Milliarden US?Dollar, wobei der freie Cashflow (Free Cash Flow) nach Investitionen in Höhe von knapp 19 Milliarden US?Dollar bei rund 26 Milliarden US?Dollar lag.

Ein großer Teil dieser Mittel floss in den weiteren Ausbau des 5G?Netzes, der laut Unternehmensangaben im Jahr 2025 zu Investitionsausgaben (Capex) von mehr als 19 Milliarden US?Dollar führte, nach rund 20 Milliarden US?Dollar im Jahr 2024.

Die Nettoverschuldung von Verizon lag zum Ende des Geschäftsjahres 2025 bei rund 150 Milliarden US?Dollar und damit leicht unter dem Wert von etwa 152 Milliarden US?Dollar im Vorjahr, was auf Tilgungen und eine vorsichtige Dividendenpolitik zurückzuführen ist.

Der Konzern stellte gleichzeitig in Aussicht, den Free Cash Flow im Jahr 2026 weiter zu steigern, unter anderem durch Effizienzprogramme im Netzbetrieb und eine stärkere Fokussierung auf höherwertige Tarife.

Dividende bleibt ein wichtiger Stabilitätsanker

Verizon zählt seit Jahren zu den klassischen Dividendentiteln im Telekomsektor, wobei das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt über 11 Milliarden US?Dollar an seine Aktionäre ausgeschüttet hat.

Die Quartalsdividende lag zum Ende des Jahres 2025 bei rund 0,67 US?Dollar je Aktie, nach 0,66 US?Dollar im Jahr 2024, was einer Erhöhung von etwa 1,5 Prozent entspricht.

Auf das Gesamtjahr hochgerechnet ergibt sich damit eine Dividende von rund 2,68 US?Dollar je Aktie, während der Ausschüttungsanteil am bereinigten Gewinn je Aktie bei knapp 60 Prozent lag.

Mit dieser Ausschüttungspolitik zielt Verizon darauf ab, Einkommensinvestoren eine planbare Rendite zu bieten, ohne die Investitionsfähigkeit des Konzerns in neue Technologien wie 5G und Glasfaser zu gefährden.

Kundenzahlen und Margen im Mobilfunkgeschäft

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Verizon im Postpaid-Mobilfunksegment netto rund 150.000 neue Anschlüsse, während im Prepaid-Bereich etwa 80.000 Kunden verloren gingen.

Die Service-Umsätze im Mobilfunk stiegen im ersten Quartal 2026 um rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichten etwa 18,5 Milliarden US?Dollar, getragen von höheren durchschnittlichen Erlösen pro Kunde.

Die bereinigte operative Marge im Mobilfunkgeschäft lag im ersten Quartal 2026 bei knapp 24 Prozent, nach rund 23 Prozent im ersten Quartal 2025, womit Verizon eine leichte Verbesserung der Profitabilität im Kerngeschäft erzielen konnte.

Wesentliche Treiber waren ein höherer Anteil an Premium-Tarifen und eine stabile Nachfrage nach mobilen Datendiensten, während der Wettbewerbsdruck im US-Markt weiterhin hoch blieb.

Breitband- und Glasfaseraktivitäten wachsen weiter

Im Festnetzgeschäft mit Glasfaseranschlüssen konnte Verizon im Geschäftsjahr 2025 die Zahl der Fios-Internetkunden um rund 4 Prozent steigern, auf insgesamt mehr als 7 Millionen Anschlüsse.

Die Umsätze im Fios-Segment erreichten im Jahr 2025 rund 12 Milliarden US?Dollar und lagen damit etwa 3 Prozent über dem Vorjahreswert von rund 11,6 Milliarden US?Dollar.

Gleichzeitig sank der Umsatz im klassischen Kupfer-Festnetz weiter, sodass der Konzern dort einen Rückgang um knapp 8 Prozent gegenüber 2024 verzeichnete.

Verizon setzt damit seine Strategie fort, die Glasfaser- und IP?Infrastruktur auszubauen und schrittweise die legacy-basierten Festnetzangebote zurückzufahren.

Ausblick des Managements für das Jahr 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt Verizon ein moderates Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht, nach einem leichten Umsatzrückgang im Jahr 2025.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet das Management für 2026 einen Wert im Bereich von 4,50 bis 4,70 US?Dollar, verglichen mit rund 4,55 US?Dollar im Jahr 2025.

Die Investitionsausgaben sollen sich im Jahr 2026 auf etwa 17 bis 18 Milliarden US?Dollar belaufen, nach rund 19 Milliarden US?Dollar im Jahr 2025, während der Free Cash Flow nach Unternehmensangaben leicht über dem Vorjahresniveau liegen soll.

Damit bleibt der Fokus des Konzerns auf dem Ausbau von 5G, der Monetarisierung neuer Dienste und einer sorgfältigen Balance zwischen Schuldenabbau und Dividendenkontinuität.

Zentrales Produkt: Mobilfunk- und 5G-Dienstleistungen

Ein Kernprodukt von Verizon Communications sind Mobilfunk- und 5G-Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden, die im Jahr 2025 einen Großteil des Konzernumsatzes von rund 134 Milliarden US?Dollar beisteuerten.

Verizon-Communications-Aktie und Börsenbewertung

Die Verizon-Communications-Aktie notierte zuletzt an der New York Stock Exchange bei rund 40 US?Dollar je Anteilsschein und lag damit einige Prozentpunkte unter ihrem 52?Wochen-Hoch, während die Marktkapitalisierung des Konzerns bei mehr als 160 Milliarden US?Dollar lag.

Fakten zur Verizon-Communications-Aktie

  • Unternehmen: Verizon Communications Inc.
  • ISIN: US92343V1044
  • Ticker: VZ
  • Handelsplatz: NYSE
  • Kurs (Stand 30.06.2026, 16:00 Uhr): 40,00 US?Dollar
  • Marktkapitalisierung: 160 Milliarden US?Dollar (Stand 30.06.2026)
  • Sektor / Branche: Telekommunikation / Kommunikationsdienste
  • Indexzugehörigkeit: Dow Jones Industrial Average, S&P 500
  • Nächstes Earnings-Datum: 22.10.2026

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