'Generalangriff' auf Natur - VerbÀnde gegen InfrastrukturplÀne
11.12.2025 - 13:29:23 | dpa.deDer BUND-Vorsitzende Olaf Bandt sprach von einem "Generalangriff auf die Natur", Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser warf der Bundesregierung vor, sie wolle "Natur- und Klimaschutz vor die Asphaltiermaschine werfen". Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) bezeichnete die BeschlĂŒsse hingegen als "ĂŒberfĂ€llig und richtig".
Die Spitzen von CDU, CSU und SPD hatten im Koalitionsausschuss eine Reihe von MaĂnahmen verabredet, um beim Ausbau von StraĂen und Schienen schneller voranzukommen. So ist vorgesehen, mehr Verkehrsprojekten als bisher ein "ĂŒberragendes öffentliches Interesses" zuzuerkennen, was deren Genehmigung beschleunigt. Auch Verzögerungen durch Klagen - etwa von UmweltschĂŒtzern - sollen erschwert werden.
Wirtschaft widerspricht UmweltverbÀnden
Der Naturschutzbund (NABU) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) beklagen zudem, dass ökologische SchĂ€den durch Verkehrsprojekte verstĂ€rkt mit Geld statt mit realer FlĂ€chenkompensation ausgeglichen werden sollen. "Geld allein sorgt aber nicht fĂŒr intakte Landschaften und sauberes Wasser", sagte DNR-PrĂ€sident Kai Niebert. NABU-Chef Jörg-Andreas KrĂŒger warnte vor einem "Ablasshandel ohne reale Wirkung".
Im Gegensatz dazu begrĂŒĂte DIHK-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Helena Melnikov die vorgesehenen Regelungen: "Das schafft mehr Planungssicherheit und beschleunigt Projekte, wĂ€hrend die ökologischen AusgleichsmaĂnahmen weiterhin gewĂ€hrleistet bleiben."
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