Aktien Asien: Erneute Verluste - MĂ€rkte verunsichert
07.11.2025 - 09:10:52 | dpa.deMĂ€Ăige Vorgaben aus den USA lieĂen die Börsen nach der Stabilisierung am Vortag wieder nach unten drehen.
Marktexperte Andreas Lipkow sprach von Gewinnmitnahmen im Technologiesektor und den zyklischen Branchen. "Die Verkaufswelle bei den Halbleiterwerten in den USA schwappte am Freitag ĂŒber die Sektoren in Asien", so Lipkow. "ZusĂ€tzlich belasten die sich zuspitzenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China im KI-Bereich und die schwachen Handelsdaten aus China das Sentiment."
Chinas Exporte waren im Oktober unerwartet zurĂŒckgegangen. Wie die Pekinger Zollbehörde mitteilte, sanken die Ausfuhren im Jahresvergleich um 1,1 Prozent. Die Importe legten dagegen leicht um ein Prozent zu. Analysten hatten zwar mit einem nur geringen Wachstum der Ausfuhren gerechnet, nicht aber mit einem RĂŒckgang.
Bislang hatten sich Chinas Exporte in diesem Jahr trotz des Handelsstreits mit den USA als robust erwiesen. Vor allem VerkĂ€ufe in andere Regionen stĂŒtzten die Ausfuhren. Fachleute fĂŒhren den jĂŒngsten RĂŒckgang nun teils auf einen Basiseffekt zurĂŒck, da die Exporte im Oktober des Vorjahres besonders stark gestiegen waren. Einige Ăkonomen verwiesen auch darauf, dass Unternehmen in den Monaten zuvor Lieferungen vorgezogen haben könnten, um mögliche Zölle zu vermeiden.
Skeptisch Ă€uĂerte sich Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Hier zeigt sich, wie viel Geld der mittlerweile beigelegte Handelskonflikt mit den USA wohl gekostet hat", so Altmann. "Im Oktober wurden so wenige Waren in den USA gekauft wie zuletzt im Mai 2020, also wĂ€hrend des Covid-bedingten Wirtschaftseinbruchs."
Zudem hatte Nvidia US67066G1040-Chef Jensen Huang mitgeteilt, dass sein Unternehmen keine GesprĂ€che ĂŒber die Lieferung von Blackwell-Halbleitern an chinesische Unternehmen fĂŒhre. Er trat damit entsprechenden Spekulationen entgegen.
Der CSI-300-Index CNM0000001Y0 mit den wichtigsten Aktien der Festlandsbörsen sank um 0,31 Prozent auf 4.678,79 Punkte, wÀhrend der Hang-Seng-Index HK0000004322 in der Sonderverwaltungszone Hongkong zuletzt um rund ein Prozent auf 26.205,08 Punkte nachgab. Im Vergleich zur Vorwoche tendierte er damit wenig verÀndert.
Noch stĂ€rker waren die Verluste in SĂŒdkorea. Altmann sprach von ausgeprĂ€gter NervositĂ€t, die sich im Angstbarometer der VolatilitĂ€t widerspiegele.
Auch in Japan ging es deutlich nach unten. Der Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 fiel um 1,19 Prozent auf 50.276,37 Punkte. Auf Wochensicht lag der Index damit leicht im Minus.
Der australische Leitindex S&P/ASX 200 XC0006013624 gab 0,66 Prozent auf 8.769,66 Punkte nach. Hier summierten sich die Wochenverluste auf ĂŒber ein Prozent.
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