TK: Rekord an VerdachtsfÀllen auf Behandlungsfehler
31.05.2026 - 06:58:52 | dpa.deWie aus Daten der Versicherung hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 7.540 solcher FĂ€lle gemeldet - 14 Prozent mehr als im Vorjahr.
Im Jahr 2023 waren es 6.509 FĂ€lle, zwei Jahre zuvor zĂ€hlte die TK 5.981 VerdachtsfĂ€lle. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe ĂŒber den Anstieg berichtet. Etwa jeder dritte Fall erhĂ€rte sich im Rahmen der ĂberprĂŒfung, so dass Medizinrechts-Spezialisten ein Verfahren in die Wege leiten konnten. Gleichzeitig gebe es eine hohe Zahl an unentdeckten FĂ€llen.
TK: Fehler werden zu oft verschwiegen
Der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas sagte: "Wir mĂŒssen dringend die Weichen dafĂŒr stellen, dass die unentdeckten Behandlungsfehler besser ermittelt werden können." Fehler wĂŒrden bislang noch zu oft verschwiegen oder bagatellisiert, statt sie als Chance fĂŒr Verbesserungen zu nutzen.
Baas forderte ein einheitliches Melderegister fĂŒr Behandlungsfehler. Er sagte: "Derzeit fĂŒhren Ărztekammern, Medizinischer Dienst und die Krankenkasse jeweils eigene Register, in denen die FĂ€lle erfasst werden." Daher fehle ein Ăberblick ĂŒber die Gesamtlage. Notwendig seien auch eine Meldepflicht fĂŒr Behandlungsfehler in allen Gesundheitseinrichtungen und Ănderungen bei den Datenschutzvorschriften.
Selbst wenn die Krankenkasse in den Abrechnungsdaten klare Hinweise auf Behandlungsfehler sieht, darf sie die Versicherten nach eigenen Angaben nicht darauf hinweisen. Solche Hinweise seien aber notwendig, um die Position der Versicherten zu stĂ€rken, argumentiert die TK. Vielen Patienten sei zudem nicht bekannt, an wen sie sich wenden können und dass die Krankenkasse sie in bestimmten Konstellationen mit kostenlosen Gutachten unterstĂŒtzen könne.
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