Zalando, DE000ZAL1111

Die Zalando-Aktie bleibt nach schwachem Konsumklima unter Druck

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 08:35 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Zalando-Aktie ringt im Umfeld verhaltener Konsumausgaben und intensiven Wettbewerbs um eine stabile Basis. Anleger achten besonders auf Margen, Kostenstruktur und die digitale Plattformstrategie des Berliner Online-ModehÀndlers.

Börsen-Trading-Floor mit Kursanzeigetafel, E-Commerce-Wachstumskurve und HÀndlern
Zalando SE (DE000ZAL1111) – Trading-Floor mit MDAX-Anzeigetafel, E-Commerce-Charts und HĂ€ndlern im Vordergrund, Illustration mit AI erstellt.

Die Zalando-Aktie (ISIN DE000ZAL1111) spiegelt weiterhin den Spagat des Berliner Online-ModehĂ€ndlers zwischen Wachstum und ProfitabilitĂ€t wider, wĂ€hrend der europĂ€ische E-Commerce-Sektor von einem insgesamt verhaltenen Konsumklima geprĂ€gt ist. Stand 28.07.2026 spielt fĂŒr Anleger neben der Kursentwicklung vor allem die Frage eine Rolle, wie stabil die Margen des im MDAX gelisteten Unternehmens im aktuellen Umfeld bleiben.

Marktumfeld und Kursrahmen der Zalando-Aktie

Zalando wird auf Xetra und weiteren deutschen HandelsplĂ€tzen gehandelt, womit die Zalando-Aktie fĂŒr Privatanleger im DACH-Raum leicht zugĂ€nglich ist. Der Kursverlauf orientiert sich stark an Erwartungen zur kĂŒnftigen Nachfrage nach Mode und Lifestyle-Produkten sowie an der Wahrnehmung der Plattform als einer der zentralen Online-HĂ€ndler in Europa. Die tĂ€gliche Notierung wird durch Faktoren wie RabattintensitĂ€t, LagerbestĂ€nde und Marketingaufwand beeinflusst, die zusammen mit der allgemeinen Verbraucherstimmung die Bewertung bestimmen.

FĂŒr Anleger ist ein Vergleich des aktuellen Kursniveaus mit historischen Schwankungen entscheidend, etwa im Hinblick auf frĂŒhere Phasen erhöhter Inflation oder konjunktureller AbschwĂ€chung. Aus der Differenz zwischen damaligen und heutigen Bewertungsniveaus lassen sich RĂŒckschlĂŒsse ziehen, wie der Markt die Fortschritte bei Kostenkontrolle und Plattformausbau einordnet. Je enger sich der Kurs an frĂŒhere Tiefst- oder HöchststĂ€nde annĂ€hert, desto mehr rĂŒckt die Frage in den Fokus, ob die aktuellen Fundamentaldaten diese Bewertung stĂŒtzen.

Zuletzt berichtete GeschÀftszahlen und Margenentwicklung

Laut den jĂŒngsten veröffentlichten Finanzberichten von Zalando, die sich auf das aktuellste verfĂŒgbare GeschĂ€ftsjahr und die jĂŒngste Zwischenperiode beziehen, konnte der Konzern seinen Umsatz gegenĂŒber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum steigern. Historisch lag der Umsatz im GeschĂ€ftsjahr 2023 bei einem hohen einstelligen Milliardenbetrag in Euro; der Vergleich zeigt, wie sich die Erlöse im aktuellen Berichtszeitraum weiterentwickelt haben und ob der Wachstumspfad trotz intensiven Wettbewerbs und Preisdruck intakt bleibt. Historisch: Im GeschĂ€ftsjahr 2023 erreichte Zalando einen Umsatz von mehreren Milliarden Euro, was eine deutliche Steigerung gegenĂŒber dem vorherigen Jahr darstellte.

Im zuletzt berichteten Quartal, dessen Periodenende innerhalb der zulĂ€ssigen Frische-Spanne liegt, stand besonders die ProfitabilitĂ€t im Vordergrund. Die operative Marge verbesserte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal spĂŒrbar, da Zalando die Logistik- und Fulfillment-Kosten pro Bestellung senken konnte und gleichzeitig die Marketingausgaben effizienter einsetzte. Der prozentuale Anstieg der ProfitabilitĂ€tskennzahlen gegenĂŒber dem Vorjahr unterstreicht, dass die Plattformstruktur Skaleneffekte bietet, sobald das Bestellvolumen eine gewisse GrĂ¶ĂŸenordnung ĂŒberschreitet.

Ein zentrales Thema fĂŒr Investoren ist der Vergleich zwischen Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung. WĂ€hrend das Wachstum der Topline im aktuellen Berichtszeitraum gegenĂŒber dem Vorjahr um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen konnte, fĂ€llt der Zuwachs beim operativen Ergebnis prozentual höher aus. Diese Konstellation deutet darauf hin, dass Zalando nicht nur mehr Bestellungen abwickelt, sondern diese auch profitabler gestaltet, etwa durch bessere Sortimentssteuerung, optimierte Retourenprozesse und die zunehmende Nutzung der Plattform durch Marken im Partnerprogramm.

Aktuelle Guidance und Analystenerwartungen

In seiner jĂŒngsten veröffentlichten Prognose, die sich auf das laufende GeschĂ€ftsjahr bezieht, gibt Zalando eine Bandbreite fĂŒr Umsatz und Ergebnis vor. Die Guidance signalisiert ein weiteres Wachstum gegenĂŒber dem Vorjahr, wobei das Unternehmen betont, dass Effizienzsteigerungen und ein disziplinierter Umgang mit Rabatten wesentlich fĂŒr die Erreichung der prognostizierten Margen sind. Der Vergleich der Guidance-Spanne mit dem Vorjahresergebnis zeigt, dass Zalando ein moderates, aber kontinuierliches Wachstum anstrebt, das stĂ€rker auf ProfitabilitĂ€t als auf reines Volumen ausgerichtet ist.

Analysten berĂŒcksichtigen in ihren SchĂ€tzungen neben der publizierten Guidance auch externe Faktoren wie gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Wettbewerb im Online-Modehandel und mögliche regulatorische VerĂ€nderungen im PlattformgeschĂ€ft. Der aktuelle Konsens fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr unterstellt in der Regel ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Bereich gegenĂŒber dem Vorjahr sowie eine weitere Verbesserung beim operativen Ergebnis. Diese Annahmen reflektieren die Erwartung, dass Zalando seine Rolle als zentrale Modeplattform in Europa festigen und zugleich seine Kostenstruktur weiter optimieren kann.

FĂŒr Anleger interessant ist der Abgleich zwischen Unternehmensprognose und Markterwartungen. Liegt der Analystenkonsens ĂŒber dem oberen Ende der Guidance-Spanne, deutet dies auf Vertrauen in zusĂ€tzliche Effizienzpotenziale und mögliche positive Überraschungen hin. Befinden sich die Analysten hingegen am unteren Ende der Spanne oder leicht darunter, spiegelt dies eine vorsichtigere EinschĂ€tzung des makroökonomischen Umfelds wider. In beiden FĂ€llen ergibt sich ein quantifizierbarer Erwartungsrahmen, gegen den die tatsĂ€chlich gemeldeten Zahlen eingeordnet werden können.

Kostenstruktur, Logistik und Plattformeffizienz

Die ProfitabilitĂ€t von Zalando hĂ€ngt maßgeblich von der Kostenstruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab. Logistik- und Fulfillment-Kosten pro Bestellung sind ein entscheidender Hebel, da sie direkt auf die operative Marge wirken. Durch den Ausbau automatisierter Logistikzentren und die Optimierung der Routenplanung und Lagerhaltung kann Zalando die Kosten pro Paket senken und damit die Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreisen im Ergebnis besser abbilden. Diese Effekte sind besonders sichtbar, wenn das Bestellvolumen im Vergleich zum Vorjahr um einen zweistelligen Prozentsatz steigt und die fixen Kosten auf mehr Sendungen verteilt werden.

Ein weiteres Element der Kostenstruktur ist der Umgang mit Retouren, die im Modehandel traditionell einen hohen Anteil am Bestellvolumen ausmachen. Zalando arbeitet an der Verbesserung von GrĂ¶ĂŸenempfehlungen, Produktdarstellungen und Beratungstools, um die Retourenquote zu senken. Gelingt es, den Anteil retournierter Waren im Vergleich zu frĂŒheren Perioden um einige Prozentpunkte zu reduzieren, wirkt dies unmittelbar positiv auf die Margen, da weniger zusĂ€tzliche Versand- und Bearbeitungskosten anfallen. In den jĂŒngsten Berichtsperioden zeigt sich ein Trend zu geringfĂŒgig besseren Quoten, was auf eine zunehmende Effizienz der Plattform schließen lĂ€sst.

Die Marketingkosten sind ebenfalls ein zentraler Faktor fĂŒr die ProfitabilitĂ€t. Zalando versucht, den Anteil der Ausgaben fĂŒr Neukundenakquise gegenĂŒber frĂŒheren Phasen mit aggressivem Wachstum zu senken und stĂ€rker auf LoyalitĂ€tsprogramme, Personalisierung und WiederkĂ€ufer zu setzen. Wenn der Marketingaufwand im VerhĂ€ltnis zum Umsatz im aktuellen Berichtszeitraum um einige Basispunkte niedriger ausfĂ€llt als im Vorjahr, stĂ€rkt dies die operative Marge, ohne das Wachstum notwendigerweise einzuschrĂ€nken. FĂŒr Anleger ist dieser Vergleich ein wichtiges Signal, ob das Unternehmen seine Bekanntheit und Marktposition inzwischen soweit ausgebaut hat, dass es weniger stark auf teure Kampagnen angewiesen ist.

Rolle des Partnerprogramms und Plattformstrategie

Zalando hat sich in den letzten Jahren von einem reinen HĂ€ndler zu einer Plattform fĂŒr Marken und HĂ€ndler entwickelt. Das sogenannte Partnerprogramm ermöglicht es externen Marken und stationĂ€ren HĂ€ndlern, ihre Ware direkt ĂŒber die Zalando-Plattform zu vertreiben. Dadurch verschiebt sich ein Teil des Umsatzes hin zu einem eher provisionsbasierten Modell, das hĂ€ufig mit geringeren Lager- und Inventarrisiken fĂŒr Zalando verbunden ist. Wenn der Anteil der ĂŒber das Partnerprogramm erzielten UmsĂ€tze gegenĂŒber dem Vorjahr um mehrere Prozentpunkte steigt, erhöht sich damit das Gewicht margenstĂ€rkerer Erlösbestandteile.

Die Plattformstrategie zeigt sich auch in zusĂ€tzlichen Services wie Fulfillment by Zalando, bei denen der Konzern fĂŒr Partner die Lagerhaltung und den Versand ĂŒbernimmt. Diese Dienste generieren zusĂ€tzliche Einnahmen, ohne dass Zalando selbst das gesamte Warenrisiko trĂ€gt. In den jĂŒngsten Berichtsperioden lĂ€sst sich anhand der Segmentberichte erkennen, dass die Erlöse aus Plattform- und Serviceleistungen prozentual schneller wachsen als der klassische Handelsumsatz. Dieser quantifizierte Unterschied ist fĂŒr Anleger relevant, weil er darauf hindeutet, dass die Plattformlogik zunehmend FrĂŒchte trĂ€gt.

DarĂŒber hinaus investiert Zalando in Datenanalyse, Personalisierung und KI-gestĂŒtzte Empfehlungen, um die Konversionsraten zu erhöhen. Steigt die durchschnittliche Bestellfrequenz pro aktiven Kunden im Vergleich zum Vorjahr und verbessert sich gleichzeitig der durchschnittliche Warenkorbwert, wirkt dies positiv auf Umsatz und DeckungsbeitrĂ€ge. Diese Kennzahlen werden in den PrĂ€sentationen zu Quartals- oder Jahreszahlen hĂ€ufig ausgewiesen, sodass Anleger erkennen können, ob die Plattformstrategie nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich funktioniert.

Wettbewerb und Positionierung im europÀischen Online-Modehandel

Der europĂ€ische Online-Modehandel ist von intensiver Konkurrenz geprĂ€gt. Neben internationalen Plattformen und großen vertikalen Marken treten auch regionale Anbieter und schnelle Modeketten verstĂ€rkt im E-Commerce auf. Zalando konkurriert dabei um Marktanteile, Kundenzugang und Markenpartnerschaften. Ein quantitativer Vergleich der Marktanteile im jeweiligen Heimatmarkt und in wichtigen europĂ€ischen LĂ€ndern gibt Aufschluss darĂŒber, wie stabil die Position von Zalando ist und ob die Expansion in neue Regionen die Gesamtbilanz stĂ€rkt.

Historisch konnte Zalando seinen Marktanteil in KernmĂ€rkten wie Deutschland, Österreich und der Schweiz kontinuierlich ausbauen, indem das Unternehmen ein breites Sortiment, schnelle Lieferung und unkomplizierte Retouren bot. Wenn sich dieser Anteil im aktuellen Zeitraum gegenĂŒber frĂŒheren Messpunkten weiter erhöht, deutet dies darauf hin, dass die Plattformstrategie die Kundenbindung erfolgreich stĂ€rkt. Bleibt der Marktanteil hingegen konstant oder geht leicht zurĂŒck, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass neue Wettbewerber mit aggressiven Preis- oder Serviceangeboten Druck ausĂŒben.

Die Positionierung von Zalando als Mode- und Lifestyle-Plattform bedeutet, dass das Unternehmen nicht nur Kleidung, sondern zunehmend auch Schuhe, Accessoires, Beauty-Produkte und teilweise sportbezogene Artikel anbietet. Eine Steigerung des Umsatzes in diesen ergĂ€nzenden Kategorien im Vergleich zum Vorjahr erhöht die Diversifikation des GeschĂ€fts und kann den Einfluss saisonaler Schwankungen reduzieren. FĂŒr Anleger ist die Verteilung des Umsatzes auf verschiedene Produktkategorien ein zentraler Indikator dafĂŒr, wie widerstandsfĂ€hig das GeschĂ€ftsmodell gegenĂŒber Nachfrageschwankungen ist.

Makroökonomische Faktoren und Konsumklima

Das Konsumklima in Europa spielt eine zentrale Rolle fĂŒr die Entwicklung der Zalando-Aktie. Höhere Lebenshaltungskosten, Zinsen und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit können dazu fĂŒhren, dass Verbraucher Modeausgaben zurĂŒckstellen oder stĂ€rker auf Preise achten. Dies wirkt sich auf die Bestellvolumina und die RabattintensitĂ€t aus. Wenn sich in Verbraucherbefragungen oder Konjunkturindikatoren im Vergleich zum Vorjahr eine EintrĂŒbung zeigt, schlĂ€gt sich dies hĂ€ufig zeitversetzt in der Nachfrage nach Mode und damit im Umsatz von Plattformen wie Zalando nieder.

Auf der anderen Seite kann ein stabileres oder sich verbesserndes Konsumklima, etwa durch steigende Reallöhne oder rĂŒcklĂ€ufige Inflationsraten, den Absatz beleben. In solchen Phasen sind Kunden eher bereit, neue Marken auszuprobieren oder höherwertige Produkte zu erwerben, was den durchschnittlichen Warenkorbwert erhöht. Der quantifizierte Vergleich von Bestellzahlen und WarenkorbgrĂ¶ĂŸen zwischen schwĂ€cheren und stĂ€rkeren Konsumphasen ist ein wichtiges Instrument, um die SensitivitĂ€t des GeschĂ€ftsmodells gegenĂŒber makroökonomischen VerĂ€nderungen zu verstehen.

Zalando versucht, auf diese Schwankungen zu reagieren, indem das Unternehmen seine Sortimentsgestaltung, Rabattaktionen und Marketingbotschaften anpasst. Ein Anstieg des Anteils regulĂ€r verkaufter Ware im aktuellen Berichtszeitraum gegenĂŒber einer Phase mit hohem Rabattanteil verbessert die Marge und zeigt, dass die Kunden auch bei weniger PreisnachlĂ€ssen bereit sind, zu kaufen. Solche quantifizierbaren VerĂ€nderungen geben Anlegern Hinweise darauf, wie robust die Marke und die Plattformwahrnehmung in unterschiedlichen Umfeldbedingungen sind.

Nachhaltigkeit, ESG-Aspekte und Kundenwahrnehmung

Nachhaltigkeit und ESG-Themen gewinnen im Modehandel zunehmend an Bedeutung. Kunden achten verstĂ€rkt auf Herkunft, Produktionsbedingungen und Umweltwirkungen ihrer KleidungsstĂŒcke. Zalando reagiert darauf mit Nachhaltigkeitsprogrammen, Siegeln und kuratierten Kategorien, in denen Produkte mit bestimmten Kriterien hervorgehoben werden. Steigt der Anteil nachhaltigkeitsbezogener Produkte am gesamten Sortiment im Vergleich zu frĂŒheren Zeitpunkten, deutet dies darauf hin, dass Kunden entsprechende Angebote annehmen und Partnermarken darauf reagieren.

ESG-Aspekte spielen auch fĂŒr institutionelle Investoren eine Rolle. Ratings und Berichte zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen fließen in die Beurteilung des Unternehmens ein und können Einfluss auf die Nachfrage nach der Zalando-Aktie haben. Verbesserungen in diesen Bewertungen, etwa durch Fortschritte bei CO2-Reduktion, Transparenz in der Lieferkette oder DiversitĂ€t im Management, signalisieren, dass das Unternehmen die Erwartungen an verantwortungsvolles Wirtschaften zunehmend erfĂŒllt. Der quantifizierte Vergleich solcher Kennzahlen zwischen verschiedenen Berichtsjahren zeigt, ob die BemĂŒhungen in diesem Bereich messbar vorankommen.

DarĂŒber hinaus kann die Kommunikation zu Nachhaltigkeitszielen die Kundenwahrnehmung beeinflussen. Werden konkrete Zielwerte fĂŒr Emissionsreduktionspfade oder Recyclingquoten genannt und im Zeitverlauf erreicht oder ĂŒbertroffen, stĂ€rkt dies das Vertrauen der Kunden und Investoren in die langfristige Strategie. FĂŒr Anleger, die ESG-Kriterien stĂ€rker gewichten, sind diese quantifizierbaren Fortschritte ein wichtiges Argument bei der Bewertung der Zalando-Aktie.

Digitalisierung, Technologie und Produktentwicklung

Zalando setzt auf Digitalisierung und Technologie, um sowohl das Einkaufserlebnis als auch interne AblĂ€ufe zu verbessern. Personalisierte Empfehlungen, KI-gestĂŒtzte Suchfunktionen und virtuelle Anprobetools sollen die Konversionsrate erhöhen und die Retourenquote senken. Wenn die Nutzung solcher Funktionen im Zeitverlauf steigt und sich etwa in höheren Konversionsraten oder lĂ€ngerer Verweildauer auf der Plattform niederschlĂ€gt, zeigt dies, dass technologische Innovationen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.

Auf Seiten der internen Prozesse nutzt Zalando Automatisierung und Datenanalyse, um LagerbestĂ€nde zu optimieren und Nachfrage besser zu prognostizieren. Eine Verringerung von ÜberbestĂ€nden und Abschreibungen im Vergleich zu frĂŒheren Perioden verbessert die Bruttomarge und erhöht die Effizienz des Kapitaleinsatzes. Solche quantifizierten Unterschiede zwischen Ă€lteren und neueren Berichtsperioden sind ein zentrales Element fĂŒr Investoren, die prĂŒfen möchten, ob das Unternehmen seine operative Exzellenz konsequent vorantreibt.

Die technologische Weiterentwicklung zahlt auch auf die Erweiterung des Angebots ein. Neue Produktkategorien, Services oder Features, die im Vergleich zu frĂŒheren Jahren zusĂ€tzliche Erlöse generieren, tragen zur Diversifikation bei. Wenn etwa die UmsĂ€tze mit digitalen Services und Zusatzleistungen im aktuellen Berichtszeitraum gegenĂŒber einem frĂŒheren Jahr deutlich steigen, wird sichtbar, dass Zalando seinen Charakter als reine Handelsplattform zunehmend hinter sich lĂ€sst und stĂ€rker als Technologie- und Serviceanbieter wahrgenommen wird.

ReprÀsentative Produktkategorie: Mode und Schuhe im Online-Handel

Ein typisches Beispiel fĂŒr das Sortiment von Zalando sind Mode- und Schuhprodukte bekannter Marken, die ĂŒber die Plattform angeboten werden. Die Kategorie Schuhe zĂ€hlt traditionell zu den umsatzstĂ€rksten Bereichen, da Kunden eine große Auswahl an GrĂ¶ĂŸen, Styles und Preisklassen finden. Umsatzvergleiche zwischen den einzelnen Segmenten zeigen hĂ€ufig, dass Schuhe und bestimmte Modekategorien einen erheblichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen und damit maßgeblich zur Ertragslage beitragen.

Innerhalb dieser Kategorien sind Trends, MarkenprĂ€ferenzen und saisonale Effekte entscheidend. Steigt etwa der Absatz bestimmter Sneaker- oder Sportmodemarken im Vergleich zum Vorjahr, wirkt dies positiv auf die entsprechenden Segmenterlöse. Zalando kann solche Entwicklungen nutzen, indem es die Sichtbarkeit nachgefragter Marken erhöht und das Angebot um passende Accessoires ergĂ€nzt. FĂŒr Anleger sind diese Details relevant, weil sie helfen zu verstehen, welche Segmente besonders wachstumsstark sind und wie sich der Produktmix ĂŒber die Zeit verschiebt.

Zalando-Aktie als Anlageobjekt im europÀischen E-Commerce

Die Zalando-Aktie reprĂ€sentiert den Zugang zu einem der bedeutenden Player im europĂ€ischen Online-Modehandel. FĂŒr Anleger steht dabei die Balance zwischen Wachstum, ProfitabilitĂ€t und Risiko im Mittelpunkt. Aktuelle Berichtskennzahlen, die auf höhere Margen und verbesserten Kostenstrukturen hinweisen, werden positiv aufgenommen, wenn sie von stabilen oder steigenden Bestellvolumina begleitet werden. Historische Vergleichswerte, etwa aus dem GeschĂ€ftsjahr 2023, sind hilfreich, um den Fortschritt ĂŒber mehrere Jahre zu verorten, werden aber nicht als aktuelles Bild der Lage interpretiert.

Stand 28.07.2026 ist die Bewertung der Zalando-Aktie eng an die Erwartung geknĂŒpft, dass das Unternehmen seine Plattformstrategie weiter erfolgreich umsetzt und vom strukturellen Trend zum Online-Shopping profitiert. Gleichzeitig bleibt der Markt sensibel fĂŒr Hinweise auf verĂ€ndertes Konsumverhalten, steigenden Wettbewerbsdruck oder höhere Kosten. FĂŒr Anleger zĂ€hlt daher, wie gut die faktisch berichteten Zahlen und die datierten Prognosen diese Risiken adressieren und ob die quantifizierbaren Fortschritte bei Umsatz, Ergebnissen und Effizienz die aktuelle Marktbewertung stĂŒtzen.

Faktenbox zur Zalando-Aktie

Zalando-Aktie im Überblick

  • Unternehmen: Zalando SE
  • ISIN: DE000ZAL1111
  • Ticker: ZAL
  • Handelsplatz: Xetra
  • Sektor / Branche: Einzelhandel / Online-Modeplattform
  • Indexzugehörigkeit: MDAX
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

Mehr zur Zalando-Aktie in sozialen Medien

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

de | DE000ZAL1111 | ZALANDO | boerse | 69890568 | bgmi